Januar 2012

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12.01.2012 09:15 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2012 09:16)
#16
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Wenn ich viel Ruhe im Kopf habe, dann schaue ich gern und immer wieder einmal in die Gesamtausgabe von Nikolaus Lenau.
(Eine uralte aber immer noch sehr frische Werkausbabe des Max Hesses Verlages.)
Ich weiß einfach nicht, wie und wo ich diesen Dichter einordnen soll. Muss man ja auch nicht, aber als einen reinen "Weltschmerz-Lyriker"(Wiki) würde ich ihn nun wirklich nicht sehen, oder besser - lesen.
Egal, es sind immer wieder einmal einfach wunderbare Verse dabei und was will man mehr.


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12.01.2012 12:55 (zuletzt bearbeitet: 12.01.2012 12:59)
avatar  LX.C
#17
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Ich hab mir Gedichtbände von Esenin (Jessenin) und Achmatova geordert. In Russisch und Russisch/Deutsch.

Aber erstmal Gogol: Altväterische Gutsbesitzer, Eine Mainacht, Ein Landjunker. Und Helmut Kohl - LOL


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12.01.2012 13:39
avatar  Krümel
#18
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Ich lese Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts".


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12.01.2012 13:52
#19
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Neben dem Steinbeck lese ich noch: António Damásio: Selbst ist der Mensch - Körper, Geist und die Entstehung des Bewusstseins
(und schreibe gerade an meinen ersten Beitrag)



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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13.01.2012 11:50
avatar  LX.C
#20
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Zitat von Krümel
Ich lese Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts".


Ooooh, eine hervorragende Wahl Viel Spaß dabei (und das kann man bei diesem Roman trotz des Themas wirklich wünschen).


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13.01.2012 22:34
#21
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Zitat von Krümel
Ich lese Eugen Ruge "In Zeiten des abnehmenden Lichts".



Der Ruge hat ja mal hier in Krefeld gewohnt ....

14.01.2012 10:10
#22
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Schon lange im Regal - der noch zu lesenden Bücher, aber erst jetzt "angelesen":

August Strindberg: Meister-Dramen, Inhalt: Der Vater, Fräulein Julie, Totentanz, Nach Damaskus, Ein Trauerspiel, Gespenstersonate

etwas leicht trocken..., erst einmal.


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15.01.2012 12:49 (zuletzt bearbeitet: 15.01.2012 13:09)
avatar  Taxine
#23
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Admin

Nach guten (in diesem Falle verdammt guten) Biografien ist man immer ein bisschen traurig und will denjenigen, der am Ende mit dem Zuklappen des Buches verschwunden ist, irgendwie wiederbeleben. Darum lese ich jetzt Nabokov "Briefwechsel mit Edmund Wilson".
"Die amerikanischen Jahre" waren sehr ausführlich, aufschlussreich und wunderbar zu lesen. Auch interessant, dass Nabokov über alle Übersetzungen einen Blick geworfen bzw. sich selbst daran gesetzt hat, seine Romane von einer Sprache in die andere zu übertragen. Sogar die deutschen Übersetzungen hat er durch seine Frau begutachten lassen, die Deutsch konnte. "Ada" soll hierbei sehr gelungen sein. So gibt es "König, Dame, Bube", übersetzt aus dem Russischen von Siegfried von Vegesack, und auch aus dem Englischen übertragen von Hanswilhelm Haef (Neuausgabe, rororo). Die zweite Version hat Nabokov Ende der Sechziger noch einmal stark überarbeitet, weshalb nicht nur ein Unterschied von 100 Seiten besteht, sondern auch der Inhalt sich verändert hat, bestimmte Szenen ausgefeilter oder auch offener dargestellt sind. Boyd weist darauf hin, dass es interessant ist, beide Versionen zu lesen und zu vergleichen. Die russische Version kenne ich schon, die andere folgt.


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17.01.2012 09:46
#24
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Ich versuche mal, meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern, und mache mich an
Molière, Sämtliche Werke in sechs Bänden (Leipzig 1910)
(vor einem halben Jahr für 2 Euro auf dem Flohmarkt erstanden).

20.01.2012 17:35 (zuletzt bearbeitet: 20.01.2012 18:18)
avatar  Taxine
#25
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Admin

Bin wieder ganz im bekannten Thema. Orlando Figes "Die Flüsterer". Sehr ausführlich geht Figes auf das Geschehen ein, beschreibt aus der Sicht der Menschen, die unter Stalin gelebt, verbannt oder auch gedient haben. Ein Leben im Flüsterton, denn die Wände hatten Ohren und ... "wo gesägt wird, fallen Späne". Zahlreiche Lebensgeschichten und Interviews mit Zurückgebliebenen, Kindern und Kindeskindern. Nicht so sehr aus der Sicht der Häftlinge, sondern aus dem Leben selbst, das in den Städten und natürlich auch auf dem Land geführt wurde. So wird besser sichtbar, warum diese Entwicklung möglich war, unter welchen Verhältnissen die Menschen heranwuchsen, mit welcher Propaganda sie in ihrem Glauben und Vertrauen an eine "lichte Zukunft" gestärkt wurden. Darunter die Tortur der Gemeinschaftswohnungen, durch die Lenin, dann Stalin hofften, die Privatsphäre abzuschaffen und jeden sichtbar zu machen. Ungeheuer diese Berichte.

Zitat von LX.C

Zitat von Taxine
Irgendwie bekommt man auch einen ganz neuen Blick auf Gorki.



Ja, wirklich wahr, seine Haltung erschreckt schon sehr.




Dazu aus "Die Flüsterer":

"Gorki, der die zwanziger Jahre im Westen verbracht hatte, war 1928 auf der ersten von mehreren Sommerreisen in die Sowjetunion zurückgekehrt und hatte sich 1931 dort dauerhaft niedergelassen. Der "große sowjetische Schriftsteller" wurde mit Ehren überhäuft. Neben der berühmten Rjabuschinski-Villa in Moskau, die er als Wohnsitz benutzen durfte, erhielt er zwei große Datschen, persönliche Bedienstete und Lebensmittelsonderzuteilungen über dieselbe Milizabteilung, die auch Stalin belieferte. Deshalb mag es nicht überraschen, dass Gorki das ungeheure menschliche Leid hinter den "großen Errungenschaften" des Fünfjahrplans übersah. Im Sommer 1929 besuchte er das Arbeitslager auf Solowki. Er war so beeindruckt von dem, was seine OGPU-Führer ihm zeigten, dass er in einem Artikel behauptete, viele Häftlinge seien durch ihre Arbeit im Lager gebessert worden und liebten ihre Tätigkeit so sehr, dass sie nach der Verbüßung ihrer Strafe auf der Insel bleiben wollten. "Die Schlussfolgerung liegt für mich auf der Hand", schrieb Gorki. "Wir brauchen mehr Lager wie das auf Solowki."

(... zitiert aus O. Figes "Die Flüsterer, Berlin Verlag, S. 298)

Einzig zugute halten könnte man ihm sein Engagement für die Künstler und Schriftsteller. (Haus der Künste in St. Petersburg usw.)


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25.01.2012 19:05 (zuletzt bearbeitet: 25.01.2012 19:06)
avatar  LX.C
#26
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Zitat von Dowlatow, S. 15
Die Gebäude der Universität befanden sich im alten Teil der Stadt. Die Verbindung von Wasser und Stein erzeugt hier eine ganz besondere, erhabene Atmosphäre. In so einer Umgebung ist es schwer, ein Faulpelz zu sein, doch mir gelang das ganz gut.
Es gibt exakte Wissenschaften. Folglich gibt es auch unexakte Wissenschaften. Unter den unexakten Wissenschaften nimmt meines Erachtens die Philologie den ersten Platz ein. So wurde ich Student der Philologischen Fakultät.



Dowlatow - Der Koffer
Hübsche gebundene Ausgabe von Dumont


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26.01.2012 12:33
avatar  Krümel
#27
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Jetzt geht es munter weiter mit meiner Hesse Bio von Wedel


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26.01.2012 14:35 (zuletzt bearbeitet: 26.01.2012 14:36)
avatar  Taxine
#28
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Admin

Ein riesiger Stapel Bücher liegt vor mir, aber nein... ich gehe natürlich zum Regal und blättere in Tolstois "Krieg und Frieden". Tja,... und bin drin versackt. Dann eben dieser Schmöker, dieses Riesenwerk, diese Unzahl an Menschen und Schicksalen.
Krümel, welche Ausgabe hast du gelesen und welchen Übersetzer? Waren die französischen Sätze im Original oder ins Deutsche übersetzt?


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26.01.2012 16:03
avatar  Krümel
#29
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Zitat von Taxine
Krümel, welche Ausgabe hast du gelesen und welchen Übersetzer? Waren die französischen Sätze im Original oder ins Deutsche übersetzt?



Ich besitze die vier Bändige Ausgabe in Leinen Gebunden: Rütten & Loening Berlin 1. Aufl. 1954, übersetzt von Werner Bergengruen. Die Übersetzung des Französischem stand im Anhang, den ich mir eingescannt hatte und sogar ausgedruckt habe, damit das Lesen einfacher vonstatten ging. Möchtest du die Scans haben? Die kann ich dir gerne schicken, und du kannst sie dir ausdrucken lassen


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26.01.2012 19:48 (zuletzt bearbeitet: 26.01.2012 20:42)
avatar  Taxine
#30
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Admin

Meine Version von "Krieg und Frieden" (Insel Verlag, Übersetzung Hermann Röhl) befindet sich schon so lange in meinem Besitz, dass sie in einer Zeit erstanden ist, in der ich weder darüber nachgedacht habe, ob es verschiedene Ausgaben, Übersetzungen... oder auch nur verschiedene Fassungen gibt. Meine französischen Sätze sind also direkt ins Deutsche übernommen, das erleichtert das Lesen erheblich, wenn es auch an Originalität verliert. Ist aber dann andererseits auch nicht so schlimm.

Trotzdem ganz lieben Dank für dein Angebot, Krümel.


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