Phasen des Nichtslesens
Zitat von LX.C
Bin nach dieser Diskussion in eine komische Situation geraten. Da hat mich eine alte Dame gefragt, was ich nach der Arbeit machen würde, da ich nicht so erscheinen würde, als wenn ich auf der Couch vor dem TV meine Zeit verbringen würde. Da hab ich doch tatsächlich kurz gezögert und überlegt, als wenn man sich nun dafür schämen müsste, zu lesen. Das ging mir dann noch zu weit. Hab geantwortet wie es ist: Viel lesen. - Fertig!
Einen wachen Blick hat die Dame ja. Ist doch herrlich, wenn man schon von vorne herein so eingeschätzt wird, kein Opfer der Glotze zu sein, oder wie Loest es so schön sagt: "Wir sahen noch ein bisschen fern und langweilten uns gebührend." 
Habe auch noch einmal darüber nachgedacht: Phasen des Nichtlesens gibt es bei mir nicht. Nur (höchstens) einige Tage lang kann es passieren, dass anderes wichtiger ist. Phasen des Nicht-Fernsehens dagegen dauern bei mir sehr lange. Ich meide das Gerät sowieso so häufig wie möglich.
Vor ungefähr zwei Jahren begann es, das Nichtmehrlesenkönnen. Seit dem lebe ich in desubjektivierten Atmosphären, übe mich in meiner ureigensten Decadence-Magie und bin für die wollüstigen Ausgeburten meiner Genieästhetik nun selbst verantwortlich.
Erklärt auch, warum ich hier nicht mehr scribentieren konnte. Neidvoll mitlesend, oft, aber was lesen, wenn man es nicht kann?
eisverzapfte Nasengrüße in die Runde
(Rezepte, zwecks Erweckung neuen Lebens und Lesewahns sind immer sehr willkommen.)
Hi Patmos. Schön dich zu sehen.

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