November 2014

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21.11.2014 15:20 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2014 15:22)
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#16
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Admin

Ach so. Bin übrigens auf urig amerikanische Lektüre gestoßen. Kann man empfehlen.



„Etwas weiter oberhalb der Hütte stand eine Toilettenbude, deren Tür weit offenstand. Das Innere der Toilettenbude zeigte sich wie ein menschliches Gesicht, und die Bude schien zu sagen, der alte Kerl, der mich gebaut hat, hat 9745mal hier hineingeschissen, und jetzt ist er tot, und ich möchte nicht, dass mich noch irgend jemand berührt. Er war ein guter Kerl. Er hat mich mit viel Sorgfalt gebaut. Lass mich zufrieden. Ich bin jetzt ein Monument für einen guten begrabenen Arsch. Hier gibt es keine Geheimnisse. Darum steht die Tür auch offen. Wenn du scheißen musst, geh ins Gebüsch wie die Rehe.“


(Richard Brautigan „Forellenfischen in Amerika“, Spektrum, S. 13)




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21.11.2014 16:20
avatar  Jatman1
#17
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Jaja. In der Spectrum-Reihe ist so einiges Ungewöhnliches und Cooles zu entdecken.
Und das gute ist, dass es immer nur so um die 100 plus X Seiten sind. Da kann man sich auch mal seltsamen Sachen stellen - und eben entdecken.
Wenn ich den Titel lese, kommt mir der sehr bekannt vor. Kann mich aber nicht daran erinnern. Das Zitat ist schon mal spitze :-)


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23.11.2014 16:29
avatar  LX.C
#18
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Zitat von Taxine im Beitrag #16
Ach so. Bin übrigens auf urig amerikanische Lektüre gestoßen

Richard Brautigan „Forellenfischen in Amerika“, Spektrum, S. 13




Der wurde sogar in Volk und Welt gedruckt. Wie kommt das? Hab ich mir mal bestellt.


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25.11.2014 13:55 (zuletzt bearbeitet: 25.11.2014 13:56)
avatar  Taxine
#19
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"Volk und Welt", ja. Der war ja auch in der "Spektrum-Reihe" (Jatman - auf jeden Fall, viele schöne Entdeckungen dort. Eine weitere war Jacques Doyon "Hiob oder der Tod Hiobs".).

Brautigan ist so eine Mischung aus Nelson Algren und Bukowski. Hat mir sehr gefallen, natürlich auch, weil der Humor einfach stimmt.


Jetzt weiter mit André Breton "Anthologie des schwarzen Humors".


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25.11.2014 14:41
#20
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Zitat von Taxine im Beitrag #19
"Volk und Welt", ja. Der war ja auch in der "Spektrum-Reihe" (Jatman - auf jeden Fall, viele schöne Entdeckungen dort. Eine weitere war Jacques Doyon "Hiob oder der Tod Hiobs".).




Der Spektrum-Reihe verdanke ich die Bekanntschaft mit vielen, eigentlich mehr unbekannten Autoren. Außerdem waren die sehr "dünn" und man konnte diese Büchlein schnell einmal in die Jackentasche stecken.
Bei Ebay findet man ab und zu ganze Sammlungen dieser Reihe und irgendwann werden ich wohl doch schwach...


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25.11.2014 14:43
#21
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Zur lese ich: Ein bitterkalter Nachmittag, von Gerard Donovan.

Ich habe von diesem Autoren schon - Winter in Maine gelesen und fand dieses Buch recht lesenswert.


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25.11.2014 19:04
avatar  Jatman1
#22
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" . . . und irgendwann werden ich wohl doch schwach..."
Auch alles davor Geschriebene von Dir kann ich in jedem Buchstaben bestätigen. In irgendeinem schawachen Moment, kann es mir auch passieren. Bin aufm Flohmarkt schon ein paar mal nur schwer dran vorbeigekommen.
In Erinnerung bis heute ist davon zum Beispiel Manipulation von Ireneusz Iredynski Auch eine Buch, wenn überhaupt, dass ich nochmal lesen werde / möchte. Auch habe ich dort Adolf Muschg für mich entdeckt.

Der Vollständigkeit halber: Eckhard Henscheid: „Dostojewskis Gelächter. Die Entdeckung eines Großhumoristen“ ist gestorben. Zu zwei Drittel ungelesen - für immer.


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26.11.2014 10:01
#23
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Zitat von Jatman1 im Beitrag #22
" . . . und irgendwann werden ich wohl doch schwach..."
Auch alles davor Geschriebene von Dir kann ich in jedem Buchstaben bestätigen. In irgendeinem schawachen Moment, kann es mir auch passieren. Bin aufm Flohmarkt schon ein paar mal nur schwer dran vorbeigekommen.
In Erinnerung bis heute ist davon zum Beispiel Manipulation von Ireneusz Iredynski Auch eine Buch, wenn überhaupt, dass ich nochmal lesen werde / möchte. Auch habe ich dort Adolf Muschg für mich entdeckt.




Ich lernte, durch die Spektrum-Reihe, Bulgakows Hundeherz kennen und habe den Namen Bulgakow dann niemals wieder vergessen können, wie lange mag das nun schon her sein.

Egal, ich bin sowieso etwas leicht irre, denn seit drei gut Jahren kämpfe ich mit einer Leseblockade, kaufe trotzdem immer noch Bücher die mir gefallen und gebe die Hoffnung nicht auf...

Ehe ich es vergesse, ich lese seit einiger Zeit immer einmal in diesem Buch, war ein Geschenk, recht interessant. Damals, Berlin, und die recht trüben Zeiten der "Vorfinsternis":

http://www.amazon.de/Blutsbr%C3%BCder-Be...r/dp/3849300684


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26.11.2014 17:40
avatar  Taxine
#24
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Admin

Zitat von Patmöser im Beitrag #21
... Gerard Donovan.

Ich habe von diesem Autoren schon - Winter in Maine gelesen und fand dieses Buch recht lesenswert.


Hi Patmos. O ja. Das Buch hat mir auch gefallen. Man hat ja auch selten so viel Sympathie mit einem Mörder und seinen 3282 Büchern.


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26.11.2014 17:53
avatar  Taxine
#25
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Zitat von Jatman1 im Beitrag #22

In Erinnerung bis heute ist davon zum Beispiel Manipulation von Ireneusz Iredynski Auch eine Buch, wenn überhaupt, dass ich nochmal lesen werde / möchte.


Cool. Ist bestellt. Danke.


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26.11.2014 21:24
avatar  Jatman1
#26
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Oh oh - Taxine - sehr gewagt von Dir.
Das Buch habe ich als Jungspund gelesen, Das ist bereits ein Weilchen her. Jung und "rebellierend".
Ich weiß nicht was davon heute noch "übrig ist". Aber genau deswegen ist ja eines der Bücher, die ich nochmal lesen werde. Und schon wieder ist die Spektrum-Größe von Vorteil ;-)


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27.11.2014 19:16 (zuletzt bearbeitet: 27.11.2014 19:17)
avatar  Jatman1
#27
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Allen Frances, Normal - Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen
Bin mal gespannt drauf. Habe ich als Quellenangabe in einem Bericht gefunden und einfach bestellt.
Ich sehe durch die Entwicklung in der psychiatrischen Diagnostik zunehmend eine Pathologisierung bzw. Klinifizierung von Alltag.
Der Typ war wohl auch gewisse Zeit mitverantwortlich neue Diagnosen zu erfinden. Bei Erfinden fehlen die Anführungszeichen bewusst. ;-)


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30.11.2014 22:07
avatar  LX.C
#28
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Lese dann also bereits Brautigan - Forellenfischen in Amerika


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