Die Privatbibliothek - ein Auslaufmodell
Δυστυχώς, ούτε εγώ το γνωρίζω. Eχω τὴν έκδοση αριστερά. 

Aber, ich finde die neue Ausgabe jetzt nicht schlecht. Das Gelb haben sie vielleicht langsam satt.
#32
Ich gehöre ganz sicher zu den ganz wenigen Menschen, die nicht mehr jung sein wollen oder der Jugend kaum etwas neiden. Selbst wenn man mir anböte, wieder 18 zu sein mit dem Wissen von heute, würde ich vor kurzem noch abgelehnt haben. Mittlerweile aber bin ich in einer Hinsicht wirklich neidisch auf die jüngere Generation, nämlich in Bezug auf die Verfügbarkeit von Büchern, Hörbüchern und Musik. Mit einem E-Book-Reader, einem internetfähigen mobilen Handtelefon (Smartphone) und vielleicht noch einem Notebook/ Laptop/ Tablet ist man voll ausgestattet und hat jederzeit und überall Zugang zu beinahe allem. Mein jetziger Reader mit 32GB hat Platz für 20.000 Bücher, 5.000 mehr als ich jemals in meiner analogen Privatbibliothek stehen hatte. Über die Streamingdienste kann man praktisch alle jemals digitalisierten Hörbücher abrufen und selbstverständlich Millionen Musikalben, selbst im Bereich der Klassischen Musik.
Ich selbst habe mein ganzes Erwachsenenleben damit verbracht, 15.000 Bücher, 10.000 Klassik-CDs und tausende Hörbücher auf CD, MC und Platte zu verstauen, zu lagern; bei Umzügen zu bewegen, zu katalogisieren, zu warten und zu pflegen. Die hierzu notwendige Arbeitsleistung lässt sich kaum beziffern und steht wahrscheinlich in keinerlei Verhältnis zu Zweck und Ergebnis. Schließlich beeinträchtigen bei normalen sozialen Verhältnissen große Sammlungen die eigene Mobilität, man wird zur Sesshaftigkeit in Gegenden mit extrem niedrigen Mieten verurteilt. Früher hat mich das weniger, ja eigentlich überhaupt nicht gestört; aber mit den Jahren schleichen sich hier wehmütige Überlegungen ein. Heute bräuchte man keine 100 oder 150 Qudratmeter mehr in einer Stadt, für eine Einzelperson reichten 30-50; man müsste keine Immobilie kaufen im Ödland, um sich den Platz leisten zu können, der anderswo zu teuer wäre. Man könnte seine Siebensachen packen und jederzeit ohne Not umziehen oder ins Ausland aufbrechen und hätte doch alle seine Bücher dabei und seine Musik jederzeit abspielbereit. Was man für Zeit gewänne, welche Freiheit man besäße?!
Wahrscheinlich wäre meine frühe Erwachsenenzeit ganz anders verlaufen mit solchen technischen Möglichkeiten. Aber derartige Überlegungen kann wahrscheinlich jeder ältere Mensch anstellen, den die Moderne überholt hat.
#33
Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #15
Das Leben und der Umgang mit den eigenen Büchern funktioniert nur, wenn man wirklich mit seinen Beständen lebt und jederzeit jedes Buch in die Hand nehmen kann. Schon bei mir mit zwei Standorten funktioniert das nicht mehr.
Jetzt bin ich ins Auto gestiegen und 105km gefahren, weil ich dringend in meinen Biografien zu Ernst Jünger und seinem Bruder Friedrich Georg etwas nachlesen musste.
Das ist wirklich kein Zustand ... 
Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #33
Jetzt bin ich ins Auto gestiegen und 105km gefahren, weil ich dringend in meinen Biografien zu Ernst Jünger und seinem Bruder Friedrich Georg etwas nachlesen musste.Das ist wirklich kein Zustand ...
Na, hoffentlich hast du die Bücher mitgenommen.

#35
Zitat von Taxine im Beitrag #34Zitat von Yorick Ruthenus im Beitrag #33
Jetzt bin ich ins Auto gestiegen und 105km gefahren, weil ich dringend in meinen Biografien zu Ernst Jünger und seinem Bruder Friedrich Georg etwas nachlesen musste.Das ist wirklich kein Zustand ...
Na, hoffentlich hast du die Bücher mitgenommen.
Ich bin ja noch nicht zurückgefahren ...

Na dann zählt es nicht. Für einen Blick in ein Buch 100 Kilometer zu fahren und dann wieder zurück, das wäre eine Herausforderung, die ich gelten lasse. 


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