Philosophie als Wegweiser?
Abgeschrieben oder Gedanken weiter getragen, ist ja nichts Neues! Wollen alle wat verdienen und jeder wurschtelt/hangelt sich so durch! Die juten Geister...
Im Moment beschäftigt mich: "Das ist keine Pfeife" oder sind wir alle Pfeifen?
Meine Adleraugen umflogen diese Gedanken ja schon einmal...wat war det nur?
Ja, der Mann mit der Pfeife ... 
Zitat von ZypresserichZitat
Irgendwie müsste man nur lernen, mit der ganzen wobenden Materie zu hantieren.Yep.
Sitzen. Einfach nur - sitzen.
Hätte jetzt ein Zen Meister gesagt. Wenn du gefragt hättest - warum? Dann hättest du eine Ohrfeige bekommen und danach hättest du - wieder einfach nur gesessen.
Und wenn du genug "gesessen" hast, auf dem Zafu, dann kannst du, vielleicht, eines Tages die Nonne Chiyono verstehen:
"Als die Nonne Chiyono unter Bukko von Engaku Zen studierte, war sie lange Zeit unfähig, die Früchte der Meditation zu ernten.
Schließlich, in der Mondnacht, holte sie Wasser in einem alten Eimer, der mit Bambus zusammengebunden war. Der Bambus riß, und der Boden fiel aus dem Eimer, und in diesem Augenblick wurde Chiyono befreit! Zur Erinnerung schrieb sie ein Gedicht:
Auf manche Weise versuchte ich, den alten Eimer zu bewahren, weil der Bambusstrick zerschlissen war und nah am Reißen, bis zuletzt der Boden herausfiel. Kein Wasser mehr im Eimer! Kein Mond mehr im Wasser!"
Zitat
Da ist eigentlich Alles "drin".
Könntest du das mir deutlicher beschreiben? Ich liebe Sätze mit eigentlich! Was ist das für ein Gedicht? Wir sind hier in einem Philosophieraum
!!!
Ja, man versucht ständig, etwas festzuhalten, weil man denkt, man müsse es bewahren (seien es Erinnerungen, Gewohnheiten, Gedanken), bis einem (vielleicht) eine höhere Gewalt zeigt, wie unnötig dieser Wunsch war und sich alles von alleine löst.
Loslassen.
Es gibt keine Last mehr.
Kein Mond mehr im Wasser.
Eine Zen-Geschichte, die es auch ohne Eimer zu bewahren lohnt.
Bis sie verfliegt.
(Ich hoffe, ich habe jetzt nichts verraten.) 


Zitat von BeaZitat
Da ist eigentlich Alles "drin".
Könntest du das mir deutlicher beschreiben? Ich liebe Sätze mit eigentlich! Was ist das für ein Gedicht? Wir sind hier in einem Philosophieraum!!!
Im Zen wird nichts beschrieben, weil es von Anfang nichts gab, was beschrieben werden kann. Selbst wenn ich es dir beschreiben würde, hätte ich kein Wort gesagt.
Also im Grunde ist Zen - dir diesen Text schreiben, ohne die Tastatur zu benutzen!
Vielleicht beginnt das Denken auch hinter dem - Denken, oder, mit dem Aufhören des Denkens, also dem humanen "Abtöten" unseres wahnvollendeten Kopfkinos, dieses einmal in die Schranken gewiesen, schafft unendliche Räume, hier dann im Ergebnis - offene Weite, nichts von heilig.
Zen ist verlöschen, das doppelte Nichtich, das so schwer zu Begreifende, weil nichts ist und jemals war, was begriffen werden muss, oder begriffen werden könnte.
Rinzai, einer der geachtetsten Zen Meister überhaupt, der sagte einmal: Triffst du den Buddha unterwegs (oder auf dem Weg), dann töte ihn.
Deutlicher kann man die Philosophie des Zen, den Sinn (der immer ein Nichtsinn ist), den Weg (der nicht existiert, denn du hast alles schon verwirklicht, in dir, nur das Wissen darüber musst du noch freilegen) nicht beschreiben.
Also, Bea, dann beginne - mit Zazen!
Jetzt!
Grüße,
Peter
Zitat
Also, Bea, dann beginne - mit Zazen!
Also Patmöser , jetzt verstehe ich besser! Hab ich alles von meinem Schnauzbart gelernt!
Aber anders, ohne Training - Meditation - Übungen!![]()
Richtig, Bea, aber was wäre, zum Beispiel, die Philosophie eines Schopenhauer ohne die - Philosophie des Buddhismus. Und der Schnauzbart nahm ja auch einen kräftigen Trunk davon..., äußerte er sich doch nicht allzu unnegativ über den Buddhimus. So weit ich mich jedenfalls erinnere!
Der Taoismus ist noch, sagen wir jetzt einmal - markanter und diffiziler, selbst olle Edelkommunisten wie Brecht (von Hesse jetzt nicht zu reden) wahren des Lobens und des Bewunderns voll, über dieses einzigartige "Gedankengebäude".
Es lohnt sich, Bea, lohnt sich wirklich, sich damit einmal ein wenig näher zu befassen.
Und wenn du dann noch Zeit für die Vorsokratiker hättest..., warum nicht bei den Wurzeln beginnen!
Grüße,
Peter
Buddhismus, und Hegel auch Buddhist, huuu huuu. Ich gedenke, eine Schnauzbartkur zu machen, begonnen noch diese Jahr. Z.Zt. sehnt es mich wieder nach Geist. Und ja, patmos, mich treibt es immer wieder zu den Vorsokratikern. z. Zt. aber, da ich Márai, "Schule der Armen" lese, habe ich einen Abstecher zu den Kynikern gemacht. Der große Lehrmeister der Armut war aber Henry Miller (auch buddhistisch östlich veranlagt) und nicht der Ungar.![]()
Zitat
äußerte er sich doch nicht allzu unnegativ über den Buddhimus
Patmöser, Patmöser, ich weiß nicht warum, aber bei jedem Satz den du schreibst, muss ich grinsen. Grinzen wie der olle Schnauzbart!
oder grunzen, na egal...nu ja die Zeit mit 'der Wurzel' hab ich hinter mit gelassen, in jeder Hinsicht, du verstehst!?
Aber ich kann dir ja mal eine kleine Sprossenübung angedeihen lassen, vielleicht fängst du dann auch noch vor lauter Freude an zu hüpfen, springen, tanzen - weiß der Deibel was.
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