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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#16

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 06.11.2009 21:21
von LX.C • 2.689 Beiträge

Vergaß ich nicht.


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Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
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#17

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:07
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Da sagte letztens einer zu mir: Komisch, ich kann mir nie Ihren Namen merken.
Ich: Wieso? Wir kennen uns doch gar nicht!


Oder ganz nach den Denkspielen mit allerlei Waffen von Beaumont und Fletcher:
Responde meum argumentum - nomen est nomen - ergo, quod tibi est nomen - responde argumentum.
... oder zu Deutsch:
Entkräfte dies Argument - ein Name ist ein Name - ergo, was ist der deine - nun, so entkräfte es doch!

Kann man ja mal so drüber nachdenken. Macht Spaß!



P.S. Zum Thema des ersten Beitrags: Freundlichkeit lässt sich als inneres Empfinden leider (für den Arbeitsgeber und die Käufer) nicht durch Motivation und schon gar nicht durch ein paar Buchstaben oder ein Schild hervorrufen. Gleichzeitig wäre die Voraussetzung, dass der Mensch, der dort bedient, seinen Job gerne tut, und das tun die wenigsten.
Eine Maßnahme wäre: ein Bungee-Jumping-Sprung vor jedem Arbeitsantritt. Das zaubert Erleichterung und Glückseligkeit in die Herzen, und nichts sieht mehr wirklich trüb aus.
Ein freundliches Lächeln, das durch Zwang (höherer Macht oder Vorgesetzter für den "guten Service") erwartet wird, erinnert an einen Totenschädel. Die lächeln auch!




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zuletzt bearbeitet 08.11.2009 18:21 | nach oben springen

#18

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:21
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Da sagte letztens einer zu mir: Komisch, ich kann mir nie Ihren Namen merken.

Oder, frei nach Wolf Maahn (aus: Hobby-Freud): "Nenn mich, wie Du willst."


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
zuletzt bearbeitet 08.11.2009 18:21 | nach oben springen

#19

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:23
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Zu gefährlich: Wer weiß, wie er mich dann nennen würde. Dem begegne ich öfter.




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#20

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:24
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Zu gefährlich: Wer weiß, wie er mich dann nennen würde. Dem begegne ich öfter.

Umso spannender. Keine Angst, die meisten sind doch Schisser, ähm, sind wohlerzogen und würden vielleicht ... also, das Risiko könnte man doch mal eingehen?


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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#21

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:27
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Davor fürchte ich mich ja eben... Wohlerzogenheit... und noch schlimmer: Einfa(l)lt() s losigkeit!




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#22

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:46
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Davor fürchte ich mich ja eben... Wohlerzogenheit... und noch schlimmer: Einfa(l)lt() s losigkeit!

Ja, das kann ich nachvollziehen. Manchmal, wenn ich es doch mal wieder schaffe (was immer seltener wird), mich unter die Menschen zu begeben, könnte ich sofort wieder schreiend Reißaus nehmen, weil mir meine ganzen Projektionen so überdeutlich-gespiegelt entgegenschlagen. Dann denke ich "Wusst ich's doch schon vorher", sperre mich ein, warte ein Weilchen, versuche es wieder, usw. Ich steh zu meinem Elfenbeinturm und meinem Mauerwerk der eigenen Behausung. Bin ja auch Mensch, aber wer wollte mich zwingen, unter meinesgleichen zu gehen? Und dann sprechen sie auch noch meinen Namen falsch aus oder merken ihn sich nicht. Tse.


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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#23

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:49
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Was ist schon ein Name. Besonders, wenn sich alles andere gemerkt wird, außer der Name...




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#24

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:51
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Was ist schon ein Name.

Gestern bei Aldi: Eine Mutter rief durch den halben Markt ihren Sohn, der denselben Vornamen trägt wie ich. Ich zuckte zusammen, weil sie direkt neben mir stand. Kurz drauf dachte ich: Scheiße, schon wieder reingefallen.


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#25

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:56
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Passiert mir auch immer, aber nur, wenn ich denke, ich wäre ein Anderer.




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#26

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 18:58
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Passiert mir auch immer, aber nur, wenn ich denke, ich wäre ein Anderer.

Mir war's Zeichen, dass ich noch nicht weit genug bin.


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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#27

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 19:02
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Namenlos hätt' auch was, aber wer stellt sich dann schon gerne vor:
Guten Tag. Mein Name ist Namenlos. Ich kaufe hier ein...




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zuletzt bearbeitet 08.11.2009 19:04 | nach oben springen

#28

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 19:04
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Zitat von Taxine
Namenlos hätt' auch was, aber wer stellt sich dann schon gerne vor:
Guten Tag. Mein Name ist Namenlos. Ich kaufe hier ein...

Hat sich bald erledigt, wenn's alles nur noch über Daumenprintscan läuft. Dann sitzt die Seele wirklich in Daumenhautrillen. Wir schlagen gerade einen interessanten, thematischen Bogen in die Bar, so ganz (unter)bewusst ...


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#29

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 19:05
von Zypresserich • 2.877 Beiträge

Ergänzung: Dann hat sich auch Rimbauds "Ich ist ein Anderer" erledigt, dann heißt es nur noch: ich bin der Scan meines Fingerprints. ;-)


https://zumabgesaegtenast.wordpress.com
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#30

RE: Kollektivierung der Freundlichkeit

in Gedanken vom Tag 08.11.2009 19:07
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Ja, die Bar ist immer Teil des Ganzen. Darum ein leichtes Abtreiben (von Driften, wohlgemerkt!):

Was machen dann nur all die, die sich über ihre Namen definieren?
Diese "Hallo. Ich bin der Kalle aus..."
oder "Man nennt mich den Heinar aus Weinar"...

Wenn die dann so auf ihre kleinen Holzbühnen in den verräucherten Besenwirtschaften treten, dann ist der Effekt wohl weg, wenn sie ans Pult treten und kurz mal mit dem Fingerabdruck...
Bei manchen ist ja gerade die Ankündigung schon der halbe Auftritt.
Das werden Zeiten.




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