Kollektivierung der Freundlichkeit

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06.11.2009 14:25 (zuletzt bearbeitet: 07.11.2009 09:36)
avatar  LX.C
#1
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Bei Kaufland wird man jetzt mit Namen angesprochen und gefragt, ob man alles bekommen habe und zufrieden sei. Bei Netto tragen die Mitarbeiter ein Schild auf dem steht: "Ich bin freundlich". Gelächelt… hat die Kassiererin trotzdem nicht.


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06.11.2009 14:27
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#2
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Zypresserich ( gelöscht )

Ja, trichtert man den Mitarbeitern Freundlichkeit ein, lernen sie eintrichtern, aber nicht freundlich sein.


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06.11.2009 17:12 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2009 17:20)
avatar  LX.C
#3
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Ich finds fast schon Menschenverachtend, seinen Mitarbeitern ein Schild an die Brust zu klemmen, auf dem steht: Ich bin freundlich. Irgendwo hatte ich auch mal Leute mit T-Shirts rumrennen sehen, auf denen in etwa stand: Ich arbeite gerne in dieser Filiale. Oder so ähnlich. Da fühlt man sich selbst als Kunde verarscht und irgendwie unangenehm berührt. Wie soll’s dann erst den Mitarbeitern gehen. Am traurigsten ist ja, dass offenbar nicht verstanden werden will, dass ein gutes Arbeitsklima der größte Garant für Atmosphäre und Freundlichkeit ist.


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06.11.2009 20:29
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#4
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von LX.C
Da fühlt man sich selbst als Kunde verarscht und irgendwie unangenehm berührt.

Genau. Mich fragte letztens mal wieder an der Kauflandkasse (Standardspruch) die Kassiererin: "War bei Ihnen alles in Ordnung?" oder so ähnlich. Ich konnte nicht anders, ich musste einfach paradox intervenieren: "Absolut furchtbar alles." Kurz stutzte sie, dann musste sie lachen.


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06.11.2009 20:34
avatar  LX.C
#5
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Das is die richtige Antwort


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06.11.2009 20:37
avatar  LX.C
#6
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Ich zuck immer zusammen, wenn die jungen Damen meinen Namen richtig aussprechen. Man weiß ja nie


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06.11.2009 20:39
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#7
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Zypresserich ( gelöscht )

Ähm, wieso mit Namen angesprochen? Doch nur, wenn man mit EC-Karte bezahlt und die lesen den dann, oder wie? Wäre noch ein Grund mehr, bar zu zahlen.


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06.11.2009 20:44 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2009 20:44)
avatar  LX.C
#8
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Ja, bin selber immer wieder überrascht, wie überrumpelt ich mich fühle. Man ist in D einfach nicht gewohnt, im Supermarkt mit Namen angesprochen zu werden. Und wer meinen Namen richtig ausspricht, der ist sowieso erstmal verdächtig


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06.11.2009 20:50 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2009 20:51)
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#9
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Zypresserich ( gelöscht )

Du Glücklicher. Obschon eigentlich einfach, spricht mich kaum jemand richtig aus - wegen des ae. Von Mietvarianten über Weglassen des e bis hin zu Vertauschen von a und e alles. *heul* Ich bin nicht ich.


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06.11.2009 21:04
avatar  Hyperion ( gelöscht )
#10
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Hyperion ( gelöscht )

"ich bin nicht ich"

ich bin verschieden von mir selbst. ich bin identisch mit mir selbst. das ist dialektik pur. das ist wissenschaft der logik. das ist crazy ;)

grüße,
hegel


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06.11.2009 21:10
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#11
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Zypresserich ( gelöscht )

neopoetisch schriebe es sich verm.: ich bin. nicht. ich?


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06.11.2009 21:13 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2009 21:14)
avatar  Hyperion ( gelöscht )
#12
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Hyperion ( gelöscht )

ah, neee. so einfach ist es dann doch nicht LOLO

grüße
bukowski: "how do you know you got talent? i dont know" LOLO


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06.11.2009 21:16
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#13
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Hyperion
ah, neee. so einfach ist es dann doch nicht LOLO

Doch, so einfach ist es.

Zitat von Hyperion
grüße
bukowski: "how do you know you got talent? i dont know" LOLO

Oder auf die (per Video aufgezeichnete, weiß grad nicht mehr wo) Frage (sinngemäß), wer seiner Meinung nach die drei bedeutendsten Dichter seien: Bukowski. Bukowski. Bukowski.


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06.11.2009 21:18 (zuletzt bearbeitet: 06.11.2009 21:19)
avatar  LX.C
#14
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Ja, auch das ist nicht so einfach. Dafür braucht man Können, Selbstbewusstsein oder drei acht im Kessel oder alles gleichzeitig :P


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06.11.2009 21:20
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#15
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Zypresserich ( gelöscht )

Nicht zu vergessen ein Sixpack auf dem Tisch.


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