Februar 2010

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18.02.2010 23:02
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#31
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Zypresserich ( gelöscht )

... besser: und letztendlich (sterben musst). Früher oder später springen wir alle in die Kiste.


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18.02.2010 23:09
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#32
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von LX.C
Und immer dieses blöde Gefühl, wenn man sich gerade auf eine dieser Interessen verlegen will.

Ja, ich kenne schon auch die ganzen Demutsverneigungsvordemschicksalsgeschichten (ascolto ), aber ich stehe auch zu meinen Selbstverwirklichungs- und Kontrollmechanismusbestrebungen. Und solange ich noch derart rasend bin (@ was geht?), verneige ich mich nur in Notfällen vor dem Unausweichlichen. Tod ist blöd. Sterben ist doof. Ich will bei bester Gesundheit 120 Jahre alt werden. Natürlich interessiert das niemanden, aber das ist mir egal. Ich will ich will ich will ganz viel leben und lesen und schreiben und - alles einfach. O rasende Energie, O tobende Ambitionen, mir ist wohl grad mal wieder die Handbremse abgefallen. Sei's drum.


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18.02.2010 23:18 (zuletzt bearbeitet: 18.02.2010 23:18)
avatar  LX.C
#33
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Na ja, ich meinte das eher auf Mikroebene: nimmst du ein Buch in die Hand, ist schon das nächste interessant
Die 120 seien dir von Herzen gegönnt


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18.02.2010 23:36 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2010 12:31)
avatar  Taxine
#34
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Admin

Zitat von LX.C

Zitat von Taxine
Denn selbst, während du dich suchst, veränderst du dich, und du wirst erkennen, dass du dich weiter verändern oder sterben musst.



Immer wieder "Werden und Vergehen"





Gut gedeutet. Veränderung muss sein. Sobald du im Denken stehen bleibst, bist du schon tot.

Zitat von Zypresserich

Zitat von Taxine
Wir sind einsame, verlassene Menschen, auseinandergerissen von den Killermächten des Kapitalismus!


Den Kapitalismus brauch ich gar nicht dazu. Ich kann mich schon selbst auseinanderreißen, ohne Schuldzuweisung.




Was hat das mit Schuldzuweisung zu tun? Hast du schon einmal außerhalb des Kapitalismus gelebt, um darüber urteilen zu können? Bedenke dein Sein im Sein. Was dich zerreißt, bist in erster Linie nicht du selbst, sondern die Bedingungen, denen du dich unterwirfst. Das bezeugst du in deinen Kommentaren ziemlich deutlich.


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19.02.2010 04:34 (zuletzt bearbeitet: 21.02.2010 20:07)
#35
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Im Zug beginne ich heute mit

Albert Camus: Hochzeit des Lichts
- Impressionen am Rande der Wüste

"Sonne, Küsse und errregende Düfte - "


(mal ganz was anderes vom Sisyphos... )



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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21.02.2010 20:00
avatar  Taxine
#36
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Admin

Mark Z. Danielewski "Das Haus" - ein schweres, verdammt schweres Buch. Und das in reinster Gewichtsbetrachtung. Innen dann ein herrliches Durcheinander an Buchstaben. Freue mich, freue mich riesig auf diesen Spaß.


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21.02.2010 21:53 (zuletzt bearbeitet: 21.02.2010 22:10)
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#37
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von LX.C
Die 120 seien dir von Herzen gegönnt

Ich lad Euch schon mal alle zur dementsprechenden Geburtstagsfeier ein. Sollte ich dann wirklich noch da sein, was relativ unwahrscheinlich ist (Alkohol, Tabak, Weiber), dann druck das hier aus und halte es meinen Pflegern unter die Nase, damit sie's auch glauben, dass Ihr zertifiziert seid.


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21.02.2010 21:55 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2010 20:10)
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#38
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Zypresserich ( gelöscht )

Es gibt keinen Kapitalismus.


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21.02.2010 21:59
avatar  Taxine
#39
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Admin

Lieber Zyp, ich habe natürlich verstanden, was du meintest, dass der Grund im Selbst wohl kaum ständig im Außen zu suchen ist, dass es zerrissen und in sich selbst dual ist. Ich wollte dich nur etwas herausfordern.


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21.02.2010 22:02 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2010 20:04)
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#40
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Taxine
Ich wollte dich nur etwas herausfordern.

Ach so.


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22.02.2010 19:33 (zuletzt bearbeitet: 22.02.2010 19:37)
#41
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Bin mit Sandor Marai: Bekenntnisse eines Bürges nun durch. Das zweite Buch von Marai das ich las und das zweite Buch von ihm dann, das ich mehr als bemerkenswert empfinde. Man kann durchaus sagen, es ist ein sehr berührendes Buch.
Anfänglich dachte ich, eine Lebensgeschichte, oder Beichte, wie ich schon viele las, aber ab der Hälfte des Buches ziehen schon die ersten dunklen Wolken auf, die Marais spätere Haltung zum Leben, vielleicht auch zum "Sinn" prägten.
Humorig geht es auch zu in diesem Werk. Als Marai zum ersten Male mit einem doch etwas sehr simpel gearten Freund bei einem "Mädchen" einkehrt, mit dreizehn Jahren, da suchten sie am ende dann doch, nach endlosen Peinlichkeiten und Qualen, verzweifelt das Weite. Natürlich ohne gewissen Körperlichkeiten gefrönt zu haben. Was seinen tumben Freund nicht davon abhielt, Marai im nachhinein doch noch "aufklären" zu wollen:

Zitat
das Wichtigste sei daran, das der Mann die Frau schnappe, ihr die Arme festhalte und sie dann in die Nase beiße...



Das kommentiere ich lieber nicht, denn wenn ich an die Zeiten meiner ersten "Aufklärungen" dann so zurück denke...

Aber ich möchte dieses Buch empfehlen, wirklich empfehlen, denn es ist mehr, viel mehr, als eine dieser tausenderlei Lebensgeschichten, die uns sonst so unterkommen.


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23.02.2010 01:09
#42
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So, nächstes Projekt:

Jonathan Franzen, "Die Korrekturen"

Das muss jetzt endlich gelesen werden ...

Und danach dann eine weitere Steigerung, vielleicht schon der literarische Höhepunkt dieses jungen Jahres 2010:

Jörg Borgerding, "Nächste Abfahrt Paslam"

23.02.2010 07:01 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2010 07:02)
#43
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Tja, der Berti Moshammer mit seiner Mari, vuilleeicht kommt der auch wieder vor,aber mir war so, als ob der irgendwo mal getorben wär,...ach, weiß nicht mehr so genau, muss mir in Paslam mal die Grabsteine anschauen, so viele könnens ja nicht sein.

Als Nebenlektüre durchforste ich Sylvia Plath: Zungen aus Steinund bin auf den letzten Seiten von Hustvedts zitternder Frau.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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23.02.2010 20:59
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#44
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Martinus
... und bin auf den letzten Seiten von Hustvedts zitternder Frau.

Und? Meinste, es is was für mich? Oder is es eher so lallala mit Open End?


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23.02.2010 21:30 (zuletzt bearbeitet: 23.02.2010 21:31)
#45
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Zitat von Zypresserich

Zitat von Martinus
... und bin auf den letzten Seiten von Hustvedts zitternder Frau.

Und? Meinste, es is was für mich? Oder is es eher so lallala mit Open End?




Es ist was für dich, wenn du eine medizinische Ader für Neuropsychiatrie o.ä. hast. Viele Fremdwörter, Freud, Janet,Dissoziative Störungen, Neurologische Ausfälle. Soll ich wirklich verraten, ob das Ende offen ist....?(Villeicht wollen das nicht alle wissen). Ich werde das Buch noch vorstellen. Etwas Geduld, bitte. Ein Lala-Buch sicher nicht.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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