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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#16

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 06.04.2012 17:08
von Martinus • 3.194 Beiträge

Gute Idee, Taxine. Zwei Zeitungen habe ich angeschrieben und G.G. hat auch was von muir. Das Zitat von Klonovsky ist wirklich beeindruckend.




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#17

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 06.04.2012 17:49
von Taxine • Admin | 5.952 Beiträge

Zitat von Martinus
Zwei Zeitungen habe ich angeschrieben und G.G. hat auch was von muir.


Großartig!!!

Zitat von Martinus
Das Zitat von Klonovsky ist wirklich beeindruckend.


Ja... viel hat sich in der Medienwelt immer noch nicht getan bzw. verändert. Immer noch die Gleichschaltung der Meinung, der Einheitsbrei gleicher Entrüstung und Bedienung an Klischees. Ekelhaft ist das, mit sehr wenigen Ausnahmen. So z. B. diese hier, ein Kommentar von Thomas Nehls (ARD) unter dem Titel: "Friedenspreis statt Schelte für Günter Grass".

Ich hoffe, durch eine Spaltung der Ansichten trauen sich auch andere, den Mund aufzumachen, um sowohl auf die Unsinnigkeit der Vorwürfe wie auch auf die Gefahren hinzuweisen, die Grass in seinem Gedicht aufgezeigt hat.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 06.04.2012 18:03 | nach oben springen

#18

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 06.04.2012 20:18
von Martinus • 3.194 Beiträge

Zitat von Taxine

Zitat von Martinus
Zwei Zeitungen habe ich angeschrieben und G.G. hat auch was von muir.


Großartig!!!




Du hast ja schönes geschrieben auf deiner Seite.




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#19

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 07.04.2012 10:12
von Roquairol • 1.065 Beiträge

Zitat von Martinus


Du hast ja schönes geschrieben auf deiner Seite.



Oh ja!




Homepage: http://www.noctivagus.net/mendler
Facebook: http://www.facebook.com/people/Klaus-Mendler/1414151458
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#20

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 09:17
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von Martinus


Manchmal denke ich, ich lebe nicht in Deutschland, sondern in einem Irrenhaus.



Das kann man durchaus noch präzisieren! Mit Mark Twain:

"Wenn man bedenkt dass wir alle verrückt sind ist das leben erklärt."

Richtig. Was lerne ich persönlich daraus? Ich lese weder spon, noch faz noch taz! Und das endgültig.

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#21

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 11:06
von LX.C • 2.722 Beiträge

Ich bin erstaunt, über den Konsens. Vielleicht das erste Mal in diesem Forum - das muss schon was zu heißen haben.

Hier wurde allerdings sehr die Rolle der Medien diskutiert. Die Politik hat sich aber auch nicht anders verhalten, so mein Eindruck. Allerdings ist der wiederum über die Medien entstanden. Hat nur Die Linke Position für Grass bezogen?
Beide Seiten (Politik und Medien) schienen mir so wie selten im Einklang. Nun stellt sich mir, aufgrund Eurer Beiträge natürlich die Frage, ob dieser Einklang mediengemacht ist. Aber ich denke schon, dass man in der öffentlichen politischen Reaktion darauf bedacht war, die Stimme des ZdJ zu bedienen, um keinen Eklat heraufzubeschwören.


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 11:47 | nach oben springen

#22

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 12:19
von LX.C • 2.722 Beiträge

Unglaublich: Israel erklärt Günter Grass zur unerwünschten Person und erhebt Einreiseverbot (Tagesschau). Ich bin fassungslos.


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 12:23 | nach oben springen

#23

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 14:07
von Taxine • Admin | 5.952 Beiträge

Zitat von Patmöser
Richtig. Was lerne ich persönlich daraus? Ich lese weder spon, noch faz noch taz! Und das endgültig.



Und für mich ist von nun an klar, wer die eigentlichen Medien-Prostituierten sind, die herangekarrt werden, um im Einheits-Gesang ihre Ansichten an Presse und Politik anzupassen und durch Sympathiefaktor womöglich zu beeinflussen. Das sind Reich-Ranicki, Biermann und Harald Schmidt.

Israels Reaktion war vorhersehbar. Die von Broder und co ebenso. Das Problem dabei ist (und das scheinen die Entrüsteten zu übersehen), dass Israel und Konsorten sich durch ihre Ansichten und ihre Empörung über Grass auch anmaßen, jeden Normaldurchschnittlichen zum Antisemiten zu erklären, der Grass' Ansichten befürwortet, womit auf einmal die meisten zu Nazis geraten, die sich darüber nur verwundert die Augen reiben können (denn man kennt seine eigene Einstellung wohl besser, als sie von den Pro-Israel-Vertretern weltweit unterstellt wird). Hier geht es nicht nur um den Inhalt des Gedichts, sondern um die Presse- und Meinungsfreiheit, die nun viele berechtigt in Frage gestellt sehen. Dass man sich nun auch nicht scheut, mit Freud, versteckten Mustern und ähnlichem Unsinn Grass' Bedürfnis, die Wahrheit zu sagen, zu missdeuten, ist die Höhe.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 14:22 | nach oben springen

#24

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 14:28
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Zitat von LX.C
Unglaublich: Israel erklärt Günter Grass zur unerwünschten Person und erhebt Einreiseverbot (Tagesschau). Ich bin fassungslos.



Ich finde es gut! Zeigt es doch genau die jüdische "Geisteshaltung", dieses Auge um Auge, das die Juden und bis zum heutigen Tag niemals überwunden haben, und das auch nicht wollen. Ich verstehe die jüdische Politik einfach nicht. Denn die giftigen Suppen, die sie sich einbrocken, die werden sie eines Tages auch auslöffeln, unabänderlich.
Es wird kein Staat, kein Volk überleben, das sich nach dem Prinzip seiner Auserwählten ewig und mit Prinzip gegen die Menschlichkeit stellt, die Geschichte lehrt es, aber wer hat jemals aus der Geschichte gelernt.
Meinungsmachende Edeljuden wie MRR, oder Broder, oder ehemals dieser Friedmann, einer der wenigen Menschen, die mir persönlich höchsten Ekel einflößen, sind eben das Meinungsmaß aller Dinge.

Ich mag Grass nicht, ich mochte Grass eigentlich noch nie, aber was sich hier und jetzt offenbart, das ist eine Schande des intellektuellen Deutschlands, von wenigen mutigen Ausnahmen einmal abgesehen. Man möchte einfach nur noch speiben...
Selbst schuld, Möser, selbst schuld...

zuletzt bearbeitet 08.04.2012 14:44 | nach oben springen

#25

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 14:48
von Martinus • 3.194 Beiträge

Zitat von Taxine
dass Israel und Konsorten sich durch ihre Ansichten und ihre Empörung über Grass auch anmaßen, jeden Normaldurchschnittlichen zum Antisemiten zu erklären, der Grass' Ansichten befürwortet, womit auf einmal die meisten zu Nazis geraten,



allein schon, meine gelegentlichen Überlegungen, wie weit ich meinen Mund aufmachen kann, ohne dass mir jemand meine Internetseiten sperrt, ist schon sehr bedenklich. Wir dürfen uns einfach nicht einschüchtern lassen.




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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#26

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 14:51
von Taxine • Admin | 5.952 Beiträge

Zitat von Patmöser
... oder ehemals dieser Friedmann, einer der wenigen Menschen, die mir persönlich höchsten Ekel einflößen...


Diese Ansicht über Friedmann teile ich. Ich habe selten eine so süffisant anmaßende Überheblichkeit erlebt (die auf nichts beruht, außer dass er eine bestimmte Position einnimmt), die sich erlaubt, alleine durch Anwesenheit die erlaubte Richtung des Streitgesprächs zu bestimmen und dabei alle anderen in Grund und Boden zu kritisieren und zu beschimpfen, ohne selbst auch nur ein einziges, auf Tatsachen beruhendes Gegenargument hervorzubringen. Bei Friedmann steht die Position von vorneherein fest und alle anderen haben ihre Ansichten daran anzupassen.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 20:28 | nach oben springen

#27

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 15:07
von Patmöser • 1.080 Beiträge

Alle, alle so wie wir hier sind und schreiben, wir alle würden jetzt, jedenfalls nach den heutigen Maßstäben, als Judenhasser verdammt. Allein dafür, das wir uns eine höchsteigene Meinung erlaubten. Und dann wundert sich die intellektuelle Mafia, das ein Teil der Deutschen für die braune "Ideologie" immer empfänglicher wird.
Wobei es dann genau diese judenverliebten Gutmenschen wären, die als erste in die Dienste der neuen Stürmerpresse treten würden...
Nichts neues unter der Sonne.

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#28

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 15:18
von Taxine • Admin | 5.952 Beiträge

Zitat von Patmöser
Alle, alle so wie wir hier sind und schreiben, wir alle würden jetzt, jedenfalls nach den heutigen Maßstäben, als Judenhasser verdammt.


Der heutige Maßstab... genau... Ich finde es schon seit langer Zeit erschreckend, was heutzutage alles unter den Begriff "Antisemitismus" fällt und auch bewusst dazu abgestempelt werden darf. Einen Menschen zu kritisieren, wenn er falsche Ansichten vertritt, sollte erlaubt sein, sobald hier aber ein Jude kritisiert wird, weil er z. B. Israels Politik verteidigt, führt sofort zu dem Argument, man würde nicht seine Ansicht, sondern seine "Religion" in Frage stellen, was, wohl kaum zu erwähnen, natürlich völliger Blödsinn ist. Ich und wir alle in diesem Forum gehören zu den Liebhabern gerade jüdischer Literatur, die wir schätzen und hier vorstellen (dass man das überhaupt erwähnen muss, ist für mich etwas gruselig, als hätten wir es nötig, uns hier, in unseren Ansichten, verteidigen zu müssen), und der ständige Bezug zum "Holocaust" leuchtet mir immer weniger ein, wenn es um aktuelle politische Israel-Verbrechen geht. Wieso darf dort gemordet, geplündert und besetzt, dürfen dort (unter dem Schlagwort "Terrorismus") Menschen vertrieben werden, Grenzen schwammig bleiben, Atomwaffen gebunkert werden mit der Begründung, dass der Iran vielleicht irgendwann einmal und nur eventuell eine bauen könnte (dieses Argument der Atomwaffen-Bedrohung hat überhaupt schon so mancher Kriegserklärung gedient, wobei oftmals diese Gefahr dann nicht nachgewiesen werden konnte), ohne dass erlaubt ist, diese Dinge beim Namen zu nennen? Was hat das alles denn mit den Nazi-Verbrechen zu tun? Rein gar nichts. Diese werden immer wieder als Begründung angeführt, um damit die aktuell gefährlichen Entwicklungen herunterzuspielen und, was noch schlimmer ist, zu verteidigen und zu unterstützen (deutsche und amerikanische Politik (z. B. die Lieferungen von Waffen, U-Booten, usw.)). Das macht die Vorgänge dort noch fragwürdiger, kann aber auf Dauer nicht verhindern, dass die Menschen in ihrem Bedürfnis nach Frieden aufmerksamer werden und beginnen, in Frage zu stellen. Das wiederum ist gut.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 20:29 | nach oben springen

#29

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 15:41
von Martinus • 3.194 Beiträge

Es gibt nichts gutes,
oder man tut es
(Erich Kästner)

Osterdemonstration für Günter Grass und den Weltfrieden

BRAVO!




„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

zuletzt bearbeitet 08.04.2012 15:45 | nach oben springen

#30

RE: Grass: Was gesagt werden muss

in An der Literatur orientierte Gedanken 08.04.2012 15:52
von Taxine • Admin | 5.952 Beiträge

Ich schätze, die Medien-Manipulations-Kampagne hat ihren Zweck nicht, wie geplant, erfüllt, wenn die Leute für Grass und seine Ansichten sogar auf die Straße gehen. Man kann Tatsachen ja nun auch nicht mit absurden Vorwürfen zerreden, denn sie bestehen ja weiterhin. Hier behauptet sich gottseidank die Logik.
Hinterher, wenn all das vielleicht in seinem Sinn sichtbarer geworden ist, sollten sich diejenigen, die das Gedicht mit absurden Vorwürfen in Frage gestellt haben, schämen müssen. Ob sie es tun, ist selbstredend eine andere Sache, denn ich denke mir, die meisten wissen durchaus, welche Gefahren dort bestehen und dienen wie Sklaven ohne eigene Ansicht der Meinungsmache (siehe jene Publikumslieblinge, die sich dem Zirkus auch, wenn sie schon nicht frei heraus sprechen dürfen, zumindest verweigern bzw. enthalten könnten). Wie eingeengt und unfrei die Presse ist, hat sich zumindest an diesem Beispiel einmal wieder deutlich gezeigt.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 08.04.2012 20:29 | nach oben springen


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