Oktober 2013

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08.10.2013 18:42
avatar  Taxine
#1
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Admin

Lektüre: Vidosav Stevanovic "Mit offenen Augen".


"Das, was tötet, sind nicht die Gewehre, Kanonen, Granaten, das sind die Soldaten. Das, was tötet, befindet sich in ihnen wie das Blut, der Schleim, die Scheiße, man sieht es von außen nicht, nicht mit bloßem Auge. Vor ihnen muss man fliehen, selbst wenn sie schlafen, singen oder marschieren."


"Ich predige etwas noch Älteres, noch Stärkeres, noch Besseres. Ich bin der Prophet eines Gottes, der nicht verzeiht, der sagt, dass die Rache sein ist, den ich eines Tages vor dem Spiegel in mir selbst erkennen werde."



(Zitate aus V. Steanovic "Mit offenen Augen", Residenz Verlag)


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09.10.2013 05:07 (zuletzt bearbeitet: 09.10.2013 05:08)
avatar  LX.C
#2
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de Bruyn - Preisverleihung

Der kleine Roman steigt direkt mit einer Charakterstudie der Hauptpersonen ein. Normalerweise wäre mir so etwas langweilig, doch diese hier ist voller Lebendigkeit und Antagonismen und stellt das Können des Autors direkt unter Beweis, sodass man weiter lesen will.

Übrigens noch eine Empfehlung zum Thema DDR-Alltag in Romanen.


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11.10.2013 18:12 (zuletzt bearbeitet: 11.10.2013 18:17)
avatar  Taxine
#3
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Admin

Hallo LX.C. Ich habe "Preisverleihung" und auch Loests "Zorn des Schlafes" schon (wenn auch ungelesen) herumstehen, danke für den Hinweis darauf.

Ich las und habe mich verliebt in Bohumil Hrabals "Ich hab den englischen König bedient". Was für ein Buch. Endlich wieder eins, das ich mehrfach lesen werde, weil es so wunderschön erzählt, so tiefsinnig, so großartig ist.

Ach so, in diesem Ordner geht es weiter:

Zitat von Krümel im Beitrag RE: November 2012
Ich lese gerade ein ganz großartiges Buch, ein Schmöker, ein Buch zum Verlieben, solche gibt es ja nur sehr selten: Wenn die Mondblumen Blühen von Jetta Carleton


Klingt interessant, alleine aufgrund deiner Begeisterung.


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14.10.2013 15:57
#4
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Ich lese "Die Liebe einer Frau" von Alice Munro, ein kurzer Roman und drei Geschichten



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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19.10.2013 11:14
avatar  LX.C
#5
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Schlesinger - Leben im Winter

Unglaublich lebendige DDR-Milieustudie anhand des Innenlebens einer Familie, reduziert auf das Ereignis eines Geburtstages, an dem generationsübergreifend diverse Konfliktpunkte des DDR-Alltags in Erscheinung treten. War lange nicht mit so viel Freude und Interesse dabei. Kann das Buch nur empfehlen. Die 100 Seiten hat man schnell durch.


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19.10.2013 19:27
avatar  Taxine
#6
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Admin

Hört sich gut an. Besorge ich mir auch.

Im Augenblick lese ich über vier herrliche Prager Künstler aus dem großartigen Schädel von Libuse Monikova. Das Buch heißt "Die Fassade". Situationskomik pur.


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19.10.2013 19:38
#7
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Wenn die Mondblumen blühen von Jetta Carleton hatte ich vor ein paar Monaten für 1 Euro aus einer Ramschkiste gekauft, aus Zeitmangel dann nicht gelesen und kürzlich ungelesen verschenkt. Mist ....

20.10.2013 11:12
avatar  Krümel
#8
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Freut sich der Beschenkte

Jetzt lese ich "Die Spur des Teufels" von John Burnside. Es scheint ganz ähnlich wie "In hellen Sommernächten" zu sein, das Buch, welches ich letztes Jahr voller Begeisterung las. Auf jedem Fall ist schon mal sehr spannend!

LG
Krümel


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20.10.2013 16:57
avatar  Sokolow
#9
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Ein Buch dass man sehr lieb haben kann..Für mich, der Nachfolgeroman von Fänger im Roggen


Auf Fett Sieben von Gabriele Kögl


http://youtu.be/TExZKEgGDY8


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22.10.2013 10:16
avatar  Jatman1
#10
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5 min sind durchaus unterhaltsam. Auch interessant die Worterfindungen. Aber nach 5 min wüsst ich nicht, weshalb ich das Buch weiterlesen sollte. So meine ich. Und. Der Fänger im Roggen hat den Vergleich nicht verdient.


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22.10.2013 19:44 (zuletzt bearbeitet: 22.10.2013 19:45)
avatar  Sokolow
#11
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Der Fänger im Roggen ist nichts Heiliges und als ich Frau Kögl`s Roman las musste ich an Fänger im Roggen denken, eben weil die Heldin des Romanes genauso naiv von einer Katastrophe zur Anderen klettert und das sehr fein geschrieben, das ist meine Meinung


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22.10.2013 21:23 (zuletzt bearbeitet: 22.10.2013 21:30)
avatar  Jatman1
#12
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Nix Geschriebenes ist heilig, liegt halt nur manchem einiges mehr am Herzen als dem anderen und dann trägt der Vergleich eben nicht. So nüchtern sollte es gemeint sein.
Ich bin garnicht zur Handlung gelangt. Der Stil so fein und schwer durchdacht hat mich schnell ermüdet. Es stellt zu sehr auf den Stil ab und wirkt mehr als bemüht, halt für meinen Geschmack.
Eine Freude war der link trotzdem allemal!


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24.10.2013 11:35
avatar  Krümel
#13
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von John Burnside "Die Spur des Teufels" - gute Unterhaltungsliteratur!


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24.10.2013 19:20
avatar  Jatman1
#14
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Hi Krümel!
Was ist Unterhaltungsliteratur??!!! Für mich dient jegliche Literatur der Unterhaltung. Selbst von wissenschaftlicher Literatur möchte man unterhalten werden. Lexika sind keine Literatur... Welche Literatur könnte also neben Unterhaltungsliteratur Bestand haben


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25.10.2013 09:41
avatar  Krümel
#15
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Zitat von Jatman1 im Beitrag #14
Hi Krümel!
Was ist Unterhaltungsliteratur??!!! Für mich dient jegliche Literatur der Unterhaltung. Selbst von wissenschaftlicher Literatur möchte man unterhalten werden. Lexika sind keine Literatur... Welche Literatur könnte also neben Unterhaltungsliteratur Bestand haben


Oh, oh, da gibt es auch Fälle von tödlicher Langeweile, aussichtsloser Überforderung, Desinteresse - "mich schüttelt es" Gefühl und Wut aufkommen, und das Buch ist halt einfach nur unterhaltsam. D. h. es ist nicht langweilig, überfordert mich kein bisschen, es interessiert mich, es schüttelt mich nicht, mir stehen nicht die Haare zu Berge und Wut kommt auch keine auf - sprich gut. Mehr dann aber auch nicht.


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