background-repeat

Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst

#1

Januar 2019

in Lektüreliste 04.01.2019 11:17
von Taxine • Admin | 5.982 Beiträge

Nino Haratischwili "Die Katze und der General". Hat was. Erstes Buch im neuen Jahr.




Surreale Vorstellungen
nach oben springen

#2

RE: Januar 2019

in Lektüreliste 05.01.2019 16:16
von LX.C • 2.737 Beiträge

Nun endlich wie vorgenommen: Koestler - Sonnenfinsternis, die Neuauflage nach Originalmanuskript.

Muss sagen, bin voll begeistert von dem Stil. Schon allein die Verhaftungsszene ist der Hammer, wie Traum aus der Vergangenheit und Gegenwart ineinander fließen. Man fühlt so richtig mit. Wacht erleichtert aus seinem Alptraum auf und dann - hämmert es an der Tür. Allgemein schafft der Autor es, dass man die Szenen empathisch mitfühlt.

Gruß zum neuen Jahr!


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
nach oben springen

#3

RE: Januar 2019

in Lektüreliste 05.01.2019 16:55
von Taxine • Admin | 5.982 Beiträge

Und zurück. Toll. Würde gerne mal vergleichen können mit meiner aus dem Englischen rückübersetzten Version. Du hast nicht zufällig eine Scan-Funktion am Smartphone und könntest den Anfang mal einstellen?




Surreale Vorstellungen
nach oben springen

#4

RE: Januar 2019

in Lektüreliste 05.01.2019 16:57
von Taxine • Admin | 5.982 Beiträge

P. S. Hab schon gefunden. Man kann reinlesen.




Surreale Vorstellungen
nach oben springen

#5

RE: Januar 2019

in Lektüreliste 13.01.2019 17:02
von LX.C • 2.737 Beiträge

Und? Ist ein Unterschied zu merken? Ich denke, noch einmal lesen muss man es deswegen trotzdem nicht. Oder? Ich habe einfach Glück, vorher das Werk nicht gekannt zu haben und nun die Originalversion lesen zu dürfen. So nach dem Motto: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.


--------------
Prekrasnogo dnja tebje. Do vstretschi. Poka!
zuletzt bearbeitet 17.01.2019 10:05 | nach oben springen

#6

RE: Januar 2019

in Lektüreliste 14.01.2019 18:00
von Taxine • Admin | 5.982 Beiträge

Die Unterschiede sind wirklich sehr gering, alle 5 Seiten mal ein anderes Wort, und das einleitende Zitat ist auch etwas anders. Die Stärke des Stils und der Sprachfluss gehen jedoch keinesfalls verloren und sind fast identisch. Für Interessierte ist daher auch die günstigere Alternative empfehlenswert. Trotzdem geht nichts über das Original. Schön, dass es gefunden wurde. Koestler mag ich allgemein, in vielen seiner Schriften. Gibt im Forum mehrere Ordner dazu: Koestler oder an dieser Stelle.

Zu meinen eigenen Leseeindrücken: Haratischwilli hat mir gefallen, auch wenn sie stellenweise etwas blumig unterhaltsam schreibt. Daneben aber auch viele tiefere Gedanken und schöne Sätze, abgerundet in spannender Story über den Krieg in Tschetschenien. Die Autorin ist Theaterregisseurin und jünger als wir. Die Werke sind zum Teil etwas dicker, aber durchaus interessant. Ihre "Acht Leben" werde ich vielleicht irgendwann auch einmal lesen.

Momentan lese ich das witzige Interview zwischen Harry Rowohlt und Ralf Sotscheck. "In Schlucken zwei Spechte" (angelehnt an Flann O'Brien's Werk, das Rowohlt übersetzt hat). Rowohlt ist herrlich, weiß nicht, ob mir tatsächlich sympathisch, jedoch sehr humorvoll. Mehrfach losgebrüllt vor Lachen. Das Buch gibt es als Neuauflage von "Edition Tiamat" mit dem zusätzlichen Kapitel "Acht Jahre danach".




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 14.01.2019 18:11 | nach oben springen

#7

RE: Januar 2019

in Lektüreliste Gestern 13:49
von Jatman1 • 1.161 Beiträge

"In Schlucken zwei Spechte"
Klingt gut - gleich mal eben bestellt ;-)
Wer Flann O´ Brien übersetzt, dessen Vita kann ja kaum tröge sein.


www.dostojewski.eu
zuletzt bearbeitet Gestern 13:50 | nach oben springen

#8

RE: Januar 2019

in Lektüreliste Gestern 16:56
von Taxine • Admin | 5.982 Beiträge

Zitat von Jatman1 im Beitrag #7
Wer Flann O´ Brien übersetzt, dessen Vita kann ja kaum tröge sein.

Haha... ja, das war Rowohlts bestes Mittel, um sich als Übersetzer anzubieten. Sobald er Flann O'Brien anführte, winkten die anderen ab und sagten: "Mach', Mann. Ich vertraue dir." Seine Briefe lohnen sich auch. Hab gerade den dritten Band beendet, der aber nur noch die Briefe an Veranstalter enthält und teilweise viel wiederholten Witz zeigt. Band 1 reicht völlig, heißt "Der Kampf geht weiter - nicht weggeschmissene Briefe". Rowohlt - jetzt, nach den Briefen - ist mir dann doch sympathisch. Ein ganz eigener Kopf. Er verlangte 5 Euro (oder Mark), wenn ihn jemand fragte, ob er etwas mit dem Rowohlt-Verlag zu tun hatte. (Das war sein Halbbruder Rowohlt-Ledig.)

Ich habe mir nun nach der Lektüre von "Im Haus enden die Geschichten" gleich mal das Gesamtwerk von Paul Nizon zugelegt (Quatro-Ausgabe von Suhrkamp). Gibt auch einen Paul Nizan, von dem liegt auch noch was rum, hat mich aber nicht so gepackt. Nizon ist nicht jedermanns Sache. Sehr fixiert auf sich selbst, authentisch, erzählt impressiv von kleinsten Alltagsmomenten und Schreibblockaden. MIch hat er gepackt. Wie ein Sog. Werde wohl auch einen Ordner für ihn öffnen. Da kommt viel zusammen. Gelesen bereits "Untertauchen", "Das Jahr der Liebe", "Canto" und "Die gleitenden Plätze". Das sind alles 100-Seiten-Romane und Erzählungen, teilweise auch in ähnlichen Inhalten.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet Gestern 17:01 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 9 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Bananasplit
Forum Statistiken
Das Forum hat 1004 Themen und 23180 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de