Buchvorschläge/Erstes Kapitel
leider ist dieser Autor mir entgangen, bzw. ich bin im Pynchon steckengeblieben. Doch Gestrig gabs einen Apetizer im DLF/Radio, einen Nachruf des Literaturchefs, der hat mir den Geystesgaumen gekitzelt. Werde demnächst mal recherchieren...vielleicht hat ein Geistesblitz der Anwesenden ja einen Vorschlag wie man sich dem Herrn nähert???
Gruß, der AmO
ich greife demnächst zu dem frühen Kurzgeschichtenband "Kleines Mädchen mit komischen Haaren", würde auch einem Einsteiger empfehlen, mit short stories zu beginnen. Danach lese ich "Der Besen im System" um zu sehen, wie der Autor im Roman ist.
Liebe Grüße
Martinus
Zitat von Martinus
In anderen Foren, wo ich auf seinen tragischen Tod hinwies, herrscht bisher Funkstille. Kennt ihn dort niemand?
Im Klassiker-Forum dürfte dem Großteil der besinnlichen Musenfreunde bei derlei literarischer Kost die gepuderte Perücke vom Kopf fliegen. Also Kopf einziehen und warten, bis es vorüber ist.
Mir gefallen die Geschichten besser als der Roman.
Aber das liegt vielleicht mehr an mir als an DFW.
Wer sich restlos die Kante geben möchte, greife zu seinem Cantor-Buch.
Gruß,
L.
Danke für die Lesehinweise.
Liebe Grüße
Taxine
Erzählt wird der Roman aus der Sicht des vierzehnjährigen Erik, und das ist dem Autor bewunderndswert gelungen. Der Leser erlebt mit, wie Jugendliche denken, wie sie reden, was für ein Geheimnis die Sexualität ist. Welcher Junge in diesem Alter trägt nicht irgendwelche Geheimnisse mit sich herum? Und dann, "das SCHRECKLICHE", der Mord. Nesser lässt den Mord unaufgeklärt sein und gerade auch dieses finde ich gut. So wird dieser Sommer, von dem schon Eriks Vater prophezeit hat, es werde ein schwerer Sommer, auch für den Leser geheimnisvoll bleiben.
So. Hab ich mir bestellt, bei amazon, die "Kim Novak". Weil: klingt interessant, was du da erzählst, Martinus! Halb durch Europa geschippert, kam's gestern hier an. Martha Quest gleichfalls, hab ich auch bestellt. Nun schaun wir mal.... Und wehe, das gefällt mir nicht! Dann hör ich Musik.... und male....
Ich sollte mir öfter mal ne Freude machen und was bei amazon bestellen - diese Überraschung, wenn man das Paket aufmacht, hihi! 
Zitat von Lennie
Nun schaun wir mal.... Und wehe, das gefällt mir nicht!
Ich wasche meine Hände in Unschuld

Davon abgesehen, die "Kim Nowak" empfiehlt jemand auf seiner Homepage, der sonst Nietzsche und Heidegger liest. Das will schon was heißen.
Liebe Grüße
mArtinus
Thomas Berhard. Zum 20. Todestag des Meisters hat der Suhrkamp ein noch bisher nicht veröffentlichtes Prosawerk veröffentlicht. "Meine Preise",hier lässt sich Bernhard über seine Preisverleihungen aus. Wieder mal ein granteliges Bernhardium zum Schmökern. Vielversprechend, wenn man diversen Zeitungsrezensionen glauben schenken darf. Ich habe es mal geordert.
Nach der Lektüre mehr....
Liebe Grüße
mArtinus
"Sous les Vents de Neptune" von Fred Vargas. (Deutscher Titel ?...
)
Das konnte ich mir nun dank zwangsverordneter relativer Untätigkeit aufgrund längeren Stromausfalls nach Orkangebrause insgesamt schneller zu Gemüte führen als ich zu hoffen gewagt hatte.
Und muss sagen: Herrlich. Empfehlenswert. Klar: Unterhaltungsliteratur, wie alle Krimis. Mehr und was anderes will es auch gar nicht sein. Kommissar Adamsberg mit seinem Enzyklopädie-Atlatus Danglard und der vielseitig verwendbaren Leutnants-Walküre Retancourt auf Bösewicht-Jagd, teils in Paris, teils in Québec-Kanada. Ferner unterstützt von Josette, einer eleganten ca. 80-jährigen Computer-Hackerin mit Robin Hood-Ambitionen und roten Tennisschuhen.... Yesss! Die Guten gewinnen natürlich. Habe mich jedenfalls köstlich amüsiert!![]()
Zitat von Lennie
"Sous les Vents de Neptune" von Fred Vargas. (Deutscher Titel ?...)
"Der vierzehnte Stein" (das wußte nicht ich, sondern wikipedia
)Wenn ich mal wieder Lust auf Krimis habe, werde ich an das Buch mal denken.
Übrigens hat mein Schwager Bücher ausrangiert und mir von Ian Rankin: "Blutschuld" überlassen. Ich weiß aber nicht, wie der Autor so ist. "The Times" schrieb mal: "Rankin ist nach wie vor der unübertroffene Meister aller lebenden britischen Krimiautoren".
Ein großes Wort, ich hoffe das stimmt auch.

Auf jeden Fall: Große Krimiliteratur ist Patricia Highsmith!!
Liebe Grüße
vom Krimionkel
mArtinus
Aaaah - Danke, Martinus! Hätte ich ja auch mal selber nach googeln können, Dummbacke, die ich bin. Hab ich jetzt gemacht und hier
http://www.krimi-couch.de/krimis/fred-va...hnte-stein.html
sogar eine deutsche Kritik drüber gefunden.
Allerdings frage ich mich, wie sie bei der Übersetzung wohl das Problem mit dem kanadischen Dialekt gelöst haben mögen? Ein Teil der Situationskomik basiert ja auch darauf. Ins Bayrische oder Sächsische haben sie's ja wohl hoffentlich nicht übertragen... (ich ahne Fürchterliches.... kicher...)
Für hardcore Krimifans kann ich übrigens noch Jean-Claude Izzo empfehlen. Gaaanz gruselige, dichte schwarze Atmosphäre aus Marseille in der Trilogie "Total Khéops", "Chourmo" und "Soléa"....
Liebe Grüsse zurück. Von der Krimitante!
Habe einige Zeit totgeschlagen mit "Im Garten der sieben Dämmerungen" von Miquel de Palol, einem Roman aus dem Jahre MCMLXXXVIII
Den Schutzumschlag der ersten Auflage der deutschen Übersetzung (eine englische Übersetzung gibt es bis heute nicht) ziert ein ausdrucksvolles de Chirico-Gemälde, den der zweiten Auflage ein m.E. zum Roman weniger passendes Stilleben.
Wer Romane gerne als "konstruiert" oder gar als "überkonstruiert" bekrittelt, wird es überhaupt nicht mögen.
Wer Potockis "Handschrift von Saragossa" (eines der offensichtlichen Vorbilder) oder Perecs "Das Leben - Gebrauchsanweisung" (ganz anders, aber ähnlicher Rätselspaß) genießen konnte, schon eher.
Nach der Lektüre beginne ich jetzt wieder von vorn.
Ob es wirklich gut ist, weiß ich noch nicht.
Jedenfalls fesselt es mich.
Gewicht: >1kg.
Gruß,
L.
In Antwort auf:
Wer Romane gerne als "konstruiert" oder gar als "überkonstruiert" bekrittelt, wird es überhaupt nicht mögen.
Das eine muss das andere nicht ausschließen. Welcher Roman ist schon perfekt. Siehe Ulysses.
In Antwort auf:
Wer Potockis "Handschrift von Saragossa" (eines der offensichtlichen Vorbilder) oder Perecs "Das Leben - Gebrauchsanweisung" (ganz anders, aber ähnlicher Rätselspaß) genießen konnte, schon eher.
Vom Verlag wird der "Dekameron" bemüht. Weit weniger verlockend.
Und die Leseprobe erinnert sprachlich eher an leichte Kost. Die sogenannte Hausfrauenprosa ...
Wer ist denn jener Ich-Erzähler?
Zitat von SalinIn Antwort auf:
[quote]Wer Potockis "Handschrift von Saragossa" (eines der offensichtlichen Vorbilder) oder Perecs "Das Leben - Gebrauchsanweisung" (ganz anders, aber ähnlicher Rätselspaß) genießen konnte, schon eher.
Vom Verlag wird der "Dekameron" bemüht. Weit weniger verlockend.
Auch die "Handschrift von Saragossa" basiert erzähltechnisch auf dem Dekameron, ist aber eine wesentlich komplexere Konstruktion.
De Palol geht noch einen Schritt weiter in diese Richtung.
Die Sprache ist einfach und unmittelbar beschreibend, die Erzählstruktur das glatte Gegenteil.
Das Buch kann man nur wegen der aufwändigen Konstruktion mögen und nicht trotz.
Meine Warnung gilt jenen, die die mimetische Literatur als die "eigentliche" ansehen.
SPOILER:
Am Ende kommt heraus, dass der Ich-Erzähler der Leser ist.
Gruß,
L.
- Anmeldung
- Information zur Anmeldung
- Gedanken um die Literatur
- Lektüreliste
- Buchvorschläge
- Die schöne Welt der Bücher
- Sachen gibt's - Sachbuch
- Das "andere" Buch
- Literatur im Verriß
- Blicke auf Menschen
- Zitate
- Überlegungen
- An der Literatur orientierte Gedanken
- An der Philosophie orientierte Gedanken
- An der Kunst orientierte Gedanken
- An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken
- Kritzeleien
- Gedanken vom Tag
- Yoricks literarische Nachtgedanken bei Tage
- Lennies Gedankenschnipsel
- Flümmerey/ La Vista di AscOltO
- Die Zeiten sind, waren, werden sein: so und so
- Die realistischen Gedanken des Monsieur Moulin
- Autorenforum
- Prosa
- Poesie
- Lyrik
- Spielereien
- Gespräche
- Gespräche über Kunst und die Welt
- Kunst im Gespräch
- Bargeflüster
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!


