Buchvorschläge/Erstes Kapitel
Zitat von Martinus
Es ist trotzdem nicht auszuschließen, dass der Tod des Vaters der Auslöser ist, und trotzdem genetisch disponiert.
Natürlich, Martinus, schon klar. Ist wohl menschlich, dass man nach Gründen sucht, warum was so ist, wie es ist. Aber letztendlich: man kriegt's nicht zu greifen im Sinne eines Endbeweises. Dass äußere Faktoren nur genug auf einen einhämmern müssen, bis man nicht mehr der ist, der man war (oder gerne wäre), ist unbestritten. Nur: letztendlich ist es multifaktoriell so, dass man nicht eines für alles heranziehen kann. Was nichts an der Attraktivität des Buches ändert.
Zitat von Roquairol
Der Blick des anderen hält einen davon ab, dummes Zeug zu machen ...
Oh ja - wäre doch nur allen Menschen bewusst das da Einer ist, der alles sieht;
auch die verborgensten Gedanken - so würde sie eine gesunde furcht davon abhalten,
dummes Zeugs zu machen - zu denken und zu reden...
Zitat von marlenjaZitat von Roquairol
Der Blick des anderen hält einen davon ab, dummes Zeug zu machen ...
Oh ja - wäre doch nur allen Menschen bewusst das da Einer ist, der alles sieht;
Aha!
Dann stürbe wohl die Menschheit aus, denn wenn da immer Wer zuschauet. Da vergehen einem ja sämtliche Vermischungsgelüste...
Zitat von marlenja
Oh ja - wäre doch nur allen Menschen bewusst das da Einer ist, der alles sieht;
auch die verborgensten Gedanken - so würde sie eine gesunde furcht davon abhalten,
dummes Zeugs zu machen - zu denken und zu reden...
Gesunde Furcht ist etwas furchtbares. Aber das "Auge" ist sowieso überall, auch in einem von dir nicht gemeinten Sinn, liebe marlenja, das nennt sich "Überwachungsstaat" oder "Big Brother" (Letzteres kannste bei Orwell nachlesen.) So oder so, wachen tut immer einer über uns, ob es immer ratsam ist, das... ja das... ist die andere Frage.
Furchtfrei... ich meine wirklich furchtfrei... das wäre doch auch einmal schön, oder?
Und warum sollte ein Mensch abgehalten werden, "dummes Zeug" zu denken oder zu reden? Nur daran kann er wachsen, in der Erkenntnis, dummes Zeug geredet zu haben. Jeden Tag. Um daraus seinen Irrtum zu erkennen. 
Zitat von Martinus
Junges Ding, halt...hmm (ich dann der Großpapa, oder?)
Sagen wir es einmal so: wenn sie von beiden das Talent geerbt hat, dann... 
Zitat von ZypresserichZitat von Roquairol
Eigentlich hatte ich da eher Sartre im Sinn: Der Blick des anderen hält einen davon ab, dummes Zeug zu machen ...Seit einem Jahr brauche ich auch eine Lesebrille. Hat ja lange gedauert. Schön war die Begegnung mit dem Optiker im Laden (der zehn Jahre jünger ist und schon seit ever eine Brille trägt), der meinte: Irgendwann geht's halt bei jedem los. Die Szene war sowat von absurd, dass man hundert Seiten drüber schreiben könnte.
Irgendwann gehts bei jedem los, ja, und bei manchen scheints gar nicht mehr aufhören zu wollen ![]()
Zitat von Martinus
Noch'n Tipp. Siri Hustvedt's Roman "Die Leiden eines Amerikaners" ist quasi die Vorgeschichte zur zitternden Frau. Werde ich auch noch lesen.
Hi Martinus. Das Buch gibt's bei Zweitausendeins für 7,99 Euro. Habe heute einmal darin geblättert. 
Zitat von TaxineZitat von Martinus
Noch'n Tipp. Siri Hustvedt's Roman "Die Leiden eines Amerikaners" ist quasi die Vorgeschichte zur zitternden Frau. Werde ich auch noch lesen.
Hi Martinus. Das Buch gibt's bei Zweitausendeins für 7,99 Euro. Habe heute einmal darin geblättert.
Toll. Dann werde ich gleich auf deren Website schauen. Danke schön![]()
Zitat von Patmöser
Da vergehen einem ja sämtliche Vermischungsgelüste...
Sollen sie ja auch
.
Wüsste der Lausbub auf dem Pausenplatz das der Lehrer immer ein Auge
auf ihn geworfen hat - so würde er den Kaugummi nicht auf den Hofplatz werfen...
Führt der Junge nichts unrechtes im Schild - so kann es ihm doch egal sein ob der Lehrer schaut oder nicht.
Im Gegenteil - es gibt ihm sogar Sicherheit. Denn würde einer kommen der grad lust auf eine Prügelei hätte so
würde ihn das abhalten bei dem Gedanken das der Lehrer den Pausenplatz überwacht. Ich sehe kein Problem
beim Gedanken das .... ich freu mich.
Jacques Chessex, der im Oktober letzten Jahres verstarb, galt als bedeutender Schweizer Schriftsteller (er schrieb auf Französisch). Für seinen Roman "Der Kinderfresser" erhielt er 1973 als bisher einzigster Schweizer den Prix Goncourt.
Der Roman handelt von einem übermächtigen Vater, der als Patriarch über seine Familie geherrscht hat, seinen Sohn tief gedemütigt und verhöhnt hat. Nun ist der Vater tot, liegt im Krematorium, doch verfolgt seine Gestalt immer noch seinen Sohn, der Lateinlehrer in Lausanne ist, und treibt ihn in die Katastrophe.
Ein bedeutender psychologischer Roman. Lektüre Anfang März.
Verlag: Volk und Welt, Berlin, Spektrum 148 (DDR)
Ah... Martinus, das ist wirklich ein kleines Werk. Besonders die Perspektive...! (Lese gerne noch einmal mit. Das lässt sich nämlich mehrmals lesen.)
Hallo,
da wir anderswo im Forum bei Karl Jaspers waren, träume ich von einem Leseprojekt, was auch hier im Forum seinen Niederschlag finden kann![]()
Karl Jaspers: Die großen Philosophen I: Die maßgebenden Menschen / Die fortzeugenden Gründer des Philosophierens / Aus dem Ursprung denkende Metaphysiker
und da der mArtinus nicht so gudde geschult in der Philosopiererey, im Hinterkopf Hans J. Störig: "Kleine Weltgeschichte der Philosophie"
Gehe noch mal in mich und denke über so ein herrliches Projekt nach. 
Liebe Grüße
mArtinus
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