Gedanken vom Tag - allgemein Nr. 2

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19.05.2010 13:09
avatar  LX.C
#31
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Und ich darf gar nicht an die kommende Heizkostenabrechnung denken.


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19.05.2010 18:29 (zuletzt bearbeitet: 19.05.2010 18:29)
#32
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Am frühen Morgen schon bis in die Nacht hinein umweht der betörende Duft der Rapsblüte unser Haus. Schaut man vom Balkon, so erfreut man sich an den weiten sattgelben Ebenen, es ist jedes Jahr und immer wieder ein neues Wunder. Geruchlich, für die Augen und nicht zuletzt auch für die Seele.
Zur Zeit bin ich ein - genießerisch in die Luft schnüffelndes Etwas.


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21.05.2010 08:39
#33
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Im Arbeitsleben wird mit Menschen gespielt als seien sie Pingpong-bälle. So will mich ein Pflegeheim wiederhaben, die mir Ende März einen Tritt in den Hintern gegeben haben. Gute Arbeit zahlt sich eben aus. Nur ist das denen zu spät eingefallen und denken jetzt an mich. Immerhin, sie haben mich nicht vergessen. Vielleicht hatten die bei ihren Neueinstellungen keine glückliche Hand. Etwas schadenfreudig bin ich doch. Selber schuld. Ich arbeite schon woanders.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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21.05.2010 09:46 (zuletzt bearbeitet: 21.05.2010 09:52)
avatar  LX.C
#34
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So ist das manchmal. Für mich war genau so eine Situation der Schritt zur Festanstellung. Die wünsche ich dir auch. Viel Glück.

Gestern war ein schöner Tag, alles verlief wie geschmiert, das hat Kraft gegeben. Setzen wir diesen doch einfach fort


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21.05.2010 12:00 (zuletzt bearbeitet: 21.05.2010 12:01)
#35
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Hallo LX.C,

die Sache aber ist die: Die Fa., die mich wieder haben wollte, dort war ich über Zeitarbeit fast ein Jahr lang beschäftigt, und nun haben sie wieder über die Zeitarbeitsfirma nach mir gefragt. Es ging denen nicht um eine Festanstellung, sondern darum, mich wieder dort zum Billiglohn verscherbeln zu lassen. Eine andere Situation wäre die, wenn sie mich direkt gefragt hätten. Das haben sie aber nicht.

Liebe Grüße
mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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29.05.2010 18:09 (zuletzt bearbeitet: 29.05.2010 18:12)
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#36
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Admin

Bin heute über einen Flohmarkt geschlendert und habe ein Fahrrad erstanden, damit ich endlich etwas mobiler bin, ohne allzu großen Aufwand. Hatte Glück, es war bereits verkauft, aber der Typ musste wohl sein Geld holen gehen und kam nicht wieder. (Es gibt doch eigenartige Ausreden, zumal man gerade bei fremden Menschen kaum Stories erfinden muss. Ich würde sagen: Nö, ist nichts für mich. Bis bald. Vielleicht war es auch keine Ausrede, wer weiß.) Habe das Dingens ein paar Stunden angetestet und bin begeistert. Jetzt ist der Kopf wahrlich leer... Ich gedulde mich, bis das Blut wieder in alle Zellen zurückfließt.


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29.05.2010 20:18
avatar  LX.C
#37
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Leer? Im Gegenteil, Radfahren befreit. Und setzt auch Gedanken frei. Wirst schon sehen Ich liebe es. Viel Spaß


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29.05.2010 22:49
avatar  Taxine
#38
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Admin

Ja, werde ich haben, vielen Dank.


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01.06.2010 13:02
#39
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Morgen werde ich dem Zen-Meister L. Tenryu Tenbreul begegnen. Ich bin gespannt.
Auch wenn der Leiter unseres Dojo neulich sagte: "Wenn ein Zen-Meister zu uns kommt, um die Stille und das Vogelgezwitscher mit uns zu teilen, so ist dies völlig belanglos." Aber diese Stufe habe ich wohl noch nicht erreicht ...

01.06.2010 19:38 (zuletzt bearbeitet: 01.06.2010 19:40)
avatar  Taxine
#40
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Admin

Oh... da wünsche ich dir aber viel Bereicherung im Erlebnis.
Kannst ja mal berichten, wenn du Lust hast.


Da fällt mir ein. Du schriebst oben bei van Wetering:

Zitat von Roquairol
Also ich lese Zen-Bücher oder auch Krishnamurti immer in der Straßenbahn auf dem Weg zum und vom Zen-Dojo.



Welche Zen-Bücher kannst du für den Anfang empfehlen?


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01.06.2010 21:47
#41
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Zitat von Taxine


Welche Zen-Bücher kannst du für den Anfang empfehlen?



Hallo Taxine,

da wären zunächst mal die Bücher von Daisetz Teitaro Suzuki. Ich hatte ja mal, auf einen Tipp von Patmöser, versucht, dessen sämtliche Werke komplett bei ebay zu ersteigern, was dann leider nicht geklappt hat. Aber inzwischen habe ich einiges von ihm einzeln erworben.
Auch sein amerikanischer Schüler Alan Watts hat viele schöne Bücher geschrieben.

Wer es nicht amerikanisch, sondern lieber traditionell deutsch mag, sollte stattdessen den Grafen Dürckheim konsultieren - der Weg des deutschen Bildungsbürgers zum Zen, manchmal etwas betulich, aber durchaus gangbar.

Ebenfalls sehr zu empfehlen sind die Bücher von Taisen Deshimaru, dem Zen-Meister, der Zen aus Japan nach Europa gebracht hat (z.B. das Buch "Fragen an einen Zen-Meister"). Wenn von den zahllosen Autoren auf diesem Gebiet jemand ein direkter Schüler von Deshimaru ist, ist das für mich schon mal ein gutes Qualitätsmerkmal.

Übrigens ist auch der erwähnte Krishnamurti unbedingt lesenswert, auch wenn er nicht zum Zen zählt, sondern über allen Schulen steht - aber so hoch, dass es dann wieder egal ist.

02.06.2010 21:27 (zuletzt bearbeitet: 02.06.2010 21:28)
avatar  Taxine
#42
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Admin

Hallo Roquairol,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Der gute Patmos hat mir vor Jahren auch schon den Suzuki empfohlen, den kenn' ich also. Krishnamurti und Watts hat der Zyp mir vermittelt. Werde es dann also erst einmal mit Deshimaru probieren.

Liebe Grüße
Taxine


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03.06.2010 11:32
#43
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So, mein "Bericht" über den gestrigen Abend ....

Tenryu ist wirklich eine sehr beeindruckende Persönlichkeit (er sieht ein bisschen aus wie Ken Wilber ohne Brille ...).
Während des Zazen hatte ich die ganze Zeit über das seltsame Gefühl, es brenne ein großes Holzfeuer im Zendo - ich hatte den Geruch von brennendem Holz buchstäblich in der Nase, obwohl natürlich in Wirklichkeit nichts außer den obligatorischen Räucherstäbchen brannte. Es war einfach die Energie, die dieses sehr angenehme, wohlige Gefühl auslöste.
Beim Kusen (Unterweisungen während der zweiten Hälfte des Zazen) sprach Tenryu dann über die Zeit: Leben und Zeit sind identisch, das Individuum ist Zeit - dies war eigentlich Heidegger pur. (Heidegger soll ja nach der Lektüre Suzukis gesagt haben, wenn er die Lehre des Zen richtig verstanden habe, sei dies dasselbe, was er auch in seinen Schriften ausdrücken wollte.)

In der anschließenden Fragerunde kamen dann viele interessante Aspekte zur Sprache. "Erleuchtung" gibt es nicht, sagt Tenryu, es sei sehr bedauerlich, dass sich diese Vorstellung in die buddhistische Lehre eingeschlichen habe, denn das Streben nach einem bestimmten "höheren" Zustand, den man, wenn man ihn einmal erreicht hatte, dann immer wieder "haben" will, ist gewissermaßen "spiritueller Materialismus". Es ist ja eine bekannte Schwierigkeit, auf die Zen-Meister zu allen Zeiten immer wieder hingewiesen haben, dass man Zen eigentlich praktizieren muss, ohne sich davon irgendetwas zu versprechen oder etwas zu erwarten. In diesem Zusammenhang kam Tenryu dann noch auf die Frage der "richtigen" Haltung zu sprechen: Wir sollen beim Zazen kein schlechtes Gewissen und keine Angst haben, dass unsere Haltung nicht "richtig" sei, wir sollen uns aber bemühen, die nach unseren Vorstellungen richtige Haltung einzunehmen. Warum? Weil die Meditation in der richtigen Haltung eine Resonanz, eine positive Ausstrahlung auf unsere ganze Umgebung hat. Wir tun dies also nicht für uns, sondern für unser Umfeld - wir selbst haben davon nichts als die Schmerzen. Dann lachte er laut und erinnerte mich in dem Moment sehr an den Dalai Lama ...

Und was machte der Zen-Meister in der Pause? Er ging in den Garten und rauchte eine Zigarette ... Obwohl ich ja selbst nicht rauche, finde ich solche kleinen menschlichen Schwächen doch sehr sympathisch.

03.06.2010 12:54
#44
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Und gleich fliege ich für vier Tage nach Madrid ...

03.06.2010 17:29
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#45
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Roquairol
"Erleuchtung" gibt es nicht, sagt Tenryu, es sei sehr bedauerlich, dass sich diese Vorstellung in die buddhistische Lehre eingeschlichen habe, denn das Streben nach einem bestimmten "höheren" Zustand, den man, wenn man ihn einmal erreicht hatte, dann immer wieder "haben" will, ist gewissermaßen "spiritueller Materialismus".

Der Mann scheint's begriffen zu haben. (Wobei man dann am Rande über Semantisches Hermeneutisches etc. reden könnte von wegen Erleuchtung haben oder erleuchtet sein, was allerdings an der Sache nix ändert, bei genauer Betrachtung. Müßig. Also: Zustimmung.)

Jo, und @ Rauchen: In manchen Bereichen kann man sein aktuelles Fleischvehikel vielleicht steuern, in manchen eben nicht. Standardfrage @ dies: Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach: wer von beiden ist stärker?


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