Gedanken vom Tag - allgemein Nr. 2

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07.09.2010 20:41
#136
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Zitat von Martinus
Der Nachteil ist ganz allgemein so, es wird nur von Legislaturperiode bis zur nächsten Legislaturpereiode regiert.



Kann man natürlich auch als Vorteil sehen: Wenn die CDU die nächste Wahl verliert, werden halt deren Gesetze wieder rückgängig gemacht ...

21.09.2010 10:49 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2010 11:20)
#137
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Habe schon lange nicht mehr ans Literaturcafé gedacht. Vergessen -
bis heute nach ewig langer Zeit mal wieder ein Newsletter im Postfach lag. Das Design haben sie aufgepeppelt. Auf der ersten Seite mal wieder (ja wieder, er war früher auch mal dort an dieser Stelle, als Herr Tischer auf einer Party in Paris war, auf einem Boot von Coelho, jaja). Also, dieser Mann, Coelho, verfolgt mich lästiger Weise immer wuider. Nun ist er wuider auf der Litcafé-Page:

Zitat von Literaturcafé

Am 30. September 2010 läuft in den deutschen Kinos der Film »Veronika beschließt zu sterben« an. Er entstand nach dem Buchbestseller von Paulo Coelho aus dem Jahre 1998.


Wenn der Regisseur gut ist, dann stehen die Chancen gut, dass der Film besser ist als das Buch.

Ich bin sowieso der Meinung, lieber solle Homer den Nobelpreis bekommen als Coelho. Blöd bloß, die Schweden wissen dann nich, wohin se die Kronen für den Rhapsoden überweisen solln. Mein Vorschlag: In die marode Rentenkasse der Hellenen. Allerdings würde Thales sagen, dadd dadd ein Tropfen auf'm heißen Stein wär'.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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21.09.2010 22:46
#138
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Zitat von Martinus


Ich bin sowieso der Meinung, lieber solle Homer den Nobelpreis bekommen als Coelho. Blöd bloß, die Schweden wissen dann nich, wohin se die Kronen für den Rhapsoden überweisen solln. Mein Vorschlag: In die marode Rentenkasse der Hellenen. Allerdings würde Thales sagen, dadd dadd ein Tropfen auf'm heißen Stein wär'.



Ich muss mal wieder wie in jedem Jahr erklären, dass der Lit.-Nobelpreis nicht für literarische Qualität verliehen wird, sondern laut Nobel-Statuten ausdrücklich für Betätigungen zum Wohle der Menschheit oder so ... Da hätte Homer auch keine Chance, genau wie Kafka oder Benn ....

Zu Coelho fällt mir nur ein, wie ich mal bei Freunden zu Besuch war und die alle den European Song Contest im TV gucken wollten. Ich erklärte, ich wolle mich lieber mit einem Buch ins Gästezimmer zurückziehen - leider hatte ich, was mir eigentlich sonst nie passiert, kein eigenes Buch mit. Also bekam ich von der Gastgeberin ein Buch von Coelho in die Hand gedrückt und verzog mich ins Gästezimmer im Obergeschoss. ...


Was sollte ich machen, wieder runtergehen und um ein anderes Buch bitten? War mir auch zu peinlich. Da habe ich dann lieber meditiert und bin früh schlafen gegangen ...

21.09.2010 23:43 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2010 23:44)
avatar  LX.C
#139
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Zitat von Roquairol

Ich muss mal wieder wie in jedem Jahr erklären, dass der Lit.-Nobelpreis nicht für literarische Qualität verliehen wird, sondern laut Nobel-Statuten ausdrücklich für Betätigungen zum Wohle der Menschheit



Literatur ist Betätigung zum Wohle der Menschheit. Wenige Autoren haben das so sehr bewiesen wie Homer oder Kafka.
Zum Wohle der Menschheit heißt auch nicht zum Wohle einer Menschheitsgeneration oder noch kürzer. Wer plakativ Gegenwartsprobleme wälzt hat den Grimme Preis verdient.
(Zudem hast du den gesellschaftskritischen Aspekt bei Kafka, der bis heute seine Gültigkeit nicht verloren hat, einfach unterschlagen.)


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22.09.2010 03:31
#140
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Die Damen (?) und Herren im Nobel geben keine Preise, wenn es z.B. wie Herta Müller oder Imre Kértesz gegen Diktaturen geht, oder von mir aus bindende Elemente zwischen den Kulturen wie bei Le Clézio in etwa, also irgendwie thematisiert zum Wohle der Menschheit. Homer und Kafka haben zum Wohle des Lesers geschrieben, d.h. bei Kafka bin ich mir da auch nicht sicher, hat er doch gegen die versklavte Menschheit geschrieben, die im Zeiitalter der Industrialisierung entmenschlicht wird. Ich glaube im Verschollenen kam so was vor.



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22.09.2010 10:31
avatar  Krümel
#141
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Coelho. Mittlerweile bin ich auch restlos von ihm enttäuscht, denn mit dem "Zahir" hat er sich einer dermaßen peinliche Presseschlacht hingegeben ... Nun ja. ABER Coelho hat mich wieder auf den Pfad zu Wilber & Co. zurück gebracht. Mit seinen "Auf dem Jakobsweg" habe ich zurück zu meinen Wurzeln gefunden, und so bin ich ihn bis heute dankbar und muss die Pein ertragen (Irgendwie war ich es nach dem Heilpraktiker-Studium müde geworden, immer gegen die Masse zu kämpfen, immer zu erklären, dass es mehr gibt als man sehen kann. Ich hatte absolut keinen Bock mehr ... Coelho hat mich da rausgeholt ... )


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22.09.2010 11:21 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2010 11:28)
avatar  LX.C
#142
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Zitat von Martinus
Die Damen (?) und Herren im Nobel geben keine Preise, wenn es z.B. wie Herta Müller oder Imre Kértesz gegen Diktaturen geht



Zitat
d.h. bei Kafka bin ich mir da auch nicht sicher, hat er doch gegen die versklavte Menschheit geschrieben, die im Zeitalter der Industrialisierung entmenschlicht wird. Ich glaube im Verschollenen kam so was vor.


Die Verwandlung, Das Schloss, Der Prozess haben eine hohe gesellschaftskritische Brisanz. Zudem machen sie deutlich, was Qualität in der Literatur ausmacht. Eine Interpretationsvielfalt auf mehreren Ebenen, die sich auch auf andere Zeiten übertragen lässt und so nie an Aktualität verliert. Qualität und Nobel könnten also sehr wohl zusammengehen.
Den Leser und das Lesen von der Menschheit und vom Wohle dieser auszuschließen ist aus meiner Sicht auch fragwürdig.


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22.09.2010 11:27
#143
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Wortwörtlich lautet die Formulierung in Nobels Testament, dass der Autor den Preis bekommen soll, der in dem jeweiligen Jahr "das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat".

22.09.2010 11:29 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2010 11:30)
avatar  LX.C
#144
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Zitat
jeweiligen Jahr "das Vorzüglichste in idealistischer Richtung geschaffen hat".


Umso mehr Sorgfalt auf das Vorzüglichste gelegt werden sollte. Im jeweiligen Jahr geschaffen heißt nicht, für dieses Jahr geschaffen.


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22.09.2010 13:06
avatar  Taxine
#145
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Admin

Literatur zum Wohle der Menschheit - Literatur-Nobelpreis-Verleiher werden diese feinen Nuancen mancher Bücher wohl kaum herauslesen.


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22.09.2010 14:26 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2010 14:27)
#146
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Zitat von LX.C

Zitat von Martinus
Die Damen (?) und Herren im Nobel geben keine Preise, wenn es z.B. wie Herta Müller oder Imre Kértesz gegen Diktaturen geht




da hab' ich mich verschrieben sorry. Sie geben gerne Preise bei solchen Themen.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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03.10.2010 08:17
#147
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Ich würde so gern Rayuela lesen, oder was von Pynchon, oder endlich mal den Miller, aber nicht wegen "die Lumlumeleien". Aber stattdessen? Seit Monaten und Tagen nichts anderes als:

Zitat
#include <iostream>
#include <stdlib.h>
using namespace std;

int sortFunction( const void *intOne, const void *intTwo);

const int length = 10;

int main(void)
{
int i,intArray[length];

for (i = 0; i < length; i++)
{
cout << "Enter a number: ";
cin >> intArray[i];
}
cout << "\n";

qsort((void *)intArray, length, sizeof(intArray[0]), sortFunction);

for (i = 0; i < length; i++)
cout << "intArray [" << i << "]: " << intArray[i] << endl;

cout << "Done." << endl;
return 0;
}

int sortFunction( const void *a, const void *b)
{
int intOne = *((int*)a);
int intTwo = *((int*)b);
if (intOne < intTwo)
return -1;
if (intOne == intTwo)
return 0;
return 1;

}



Algorithmen haben etwas grundsätzlich masochistisches an sich. Und alles endet immer bei 42. Eingentlich endet immer alles bei 42, wir wissen das und machen deshalb mit 24 weiter.
Gut, wenn ich dann den quicksortigen Algorithmus für die Ewigkeit gefunden habe, dann lese ich Rayuela.


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03.10.2010 10:49
#148
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Hallo Patmöser, schön, mal wieder was von dir zu hören! - Irgendwann wirst du schon Zeit für den Joseph-Roman finden ...

03.10.2010 13:38 (zuletzt bearbeitet: 03.10.2010 13:38)
avatar  Taxine
#149
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Admin

Hi Patmos!


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03.10.2010 15:21
#150
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Zitat von Roquairol
Hallo Patmöser, schön, mal wieder was von dir zu hören! - Irgendwann wirst du schon Zeit für den Joseph-Roman finden ...



Taxinchen hörst, siehst, liest?
Also der Roquairol, ne, der, ja, der ärgert mir ümmer.
(Lieben Dank noch, Roquairol, durch deine Web - Site bin ich zu Pynchon gekommen. Tosender Weltschmöker. Das.)

Ich liebe euch alle.

Peace und Schalömmchen

Möserpat


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