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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#31

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 20.11.2012 21:17
von Jatman1 • 1.120 Beiträge

Keine Weisheiten. Keine Erkenntnisse. Unterhaltung. So mein Fazit des Büchleins. Kostproben.

"Ich wünschte, ich könnte einfach eine Pille schlucken und dann das Fernsehen unterhaltsam finden und mich an den einfachen Dingen des Lebens erfreuen, statt immer so kritisch zu sein."
Da bin ich einfach bei ihm.
Aber auch hier:
"Ich würde nie ein Batik-T-Shirt anziehen, außer es wäre mit Phil Collins` Urin und Jerry Garcias Blut gefärbt."

Der Vollständigkeit halber - auch ich habe Kontext-frei aus Zitaten Ausschnitte zitiert. Das ist Pop-Kultur. Warhol wusste es.

Bin dann nochmals über den Thread geflogen. Da habe ich doch gleich wieder Lust bekommen, zu widersprechen.

"Der... hä ähm... leicht aus dem Zusammenhang gerissene Satz: „Ich hoffe, ich sterbe, bevor ich Pete Townshend werde.“ (…) Cobain meint damit den „Seelenverkauf“ und die Vermarktung an Musik und Mensch, er wollte nicht zu denen gehören, die einen Marktwert erfüllen."

Das scheint mir als keine tragfähige Interpretation. Pete Townshend ist bekannt für sein inneres Selbstzerfleischen, seine Selbstzweifel, sein unendliche Drogengeschichte, seinen Selbsthass; und das über Jahrzehnte. Und ich kann mir vorstellen, dass Cobain das meinte: Er schleift sich nicht unendlich leidend durchs Leben. Und unternimmt auch nicht wie Townshend halbherzige Selbstmordversuche.


„ den Verdacht hegen, dass Cobain ein ähnliches Schicksal ereilt hat, wie Michael Jackson. Tot war er einfach besser zu kontrollieren und brachte wesentlich mehr Geld ein. Nach seinem „Selbstmord“ verkauften sich seine Platten dann wie blöd.“
Vom verschwörungsschwangeren Anklang mal abgesehen, ist ein solches Konstrukt selbst aus buchhalterischer Sicht Unfug. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich so hinrechnet, dass der tote Cobain mehr bringt als ein Toter. Oberstes Prinzip ist die Kuh zu melken solange wie sie Milch gibt.


„Dass Courtney Love seine Tagebücher vermarktet hat, ist erschreckend und setzt Manipulation voraus – also das Herausnehmen etlicher Gedanken, die vielleicht über sie erfolgten.“
Man merkt Dir die Nähe zu Cobain an, und auch die Wut auf seine sicherlich fragwürdige Gattin. So auch hier mit dem Wort „Manipulation“. Eine nicht zu überhörende Konnotation. Herausgegebene Tagebücher sind immer manipuliert, also an bestimmten Interessenlagen orientiert übersetzt.


www.dostojewski.eu
zuletzt bearbeitet 20.11.2012 21:18 | nach oben springen

#32

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 20.11.2012 23:49
von Taxine • Admin | 5.896 Beiträge

Zitat
„ den Verdacht hegen, dass Cobain ein ähnliches Schicksal ereilt hat, wie Michael Jackson. Tot war er einfach besser zu kontrollieren und brachte wesentlich mehr Geld ein. Nach seinem „Selbstmord“ verkauften sich seine Platten dann wie blöd.“
Vom verschwörungsschwangeren Anklang mal abgesehen, ist ein solches Konstrukt selbst aus buchhalterischer Sicht Unfug. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es sich so hinrechnet, dass der tote Cobain mehr bringt als ein Toter. Oberstes Prinzip ist die Kuh zu melken solange wie sie Milch gibt.


Ich weiß nicht, weshalb du immer von Verschwörungstheorien redest. Fakten und Beweise sind etwas anderes als die wild durcheinander geworfenen Verschwörungs-Annahmen. Die lassen sich ganz klar davon abgrenzen. Ich rede auch nicht von Fakten, die ich aufwerfe, sondern von Beweisen, die anhand von Polizeiakten, Materialforschung, diverser Aussagen usw. gefunden wurden. Vielleicht liest du mal einige kritische Bücher über Cobain und seinen Tod. Da ist ja mittlerweile schon einiges zusammengekommen. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, aber du verdrehst natürlich Tatsachen oder tust etwas ab, bevor du dich überhaupt damit beschäftigt hast.
Zum anderen: Ein toter Cobain bringt darum mehr ein, weil er lebendig nicht mehr gut (im Sinne einer Vermarktung) funktioniert hat. Auch wollte er, so ich mich erinnere, aus dem Showbusiness austeigen. Reine Annahme: wenn er nicht mehr macht, was er soll, ist er (für Cortney und co) nichts wert. Tot allerdings schon. Hat sich ja auch mehr als bestätigt. Und das in den Medien von Courney gelenkte Bild über den selbstmordgefährdeten Drogenabhängigen war dann auch eine überzeugende "Erklärung für alles". Sieht man bis heute, wie schwer sich Leute (wie du z. B.) überzeugen lassen. Das liegt dann aber auch mitunter daran, dass sie sich mit der Materie so gut wie gar nicht befasst haben. Das Beispiel Michael Jackson war darum gewählt, um einen ähnlichen Vergleich zu starten, der ja, wie man weiß, durch den "unvorsichtigen" Arzt ums Leben kam. Hier könnte man in Frage stellen: war er lebendig noch "zu melken"? Nein. Er war wohl eher ein Wrack. Vielleicht auch nicht. Ist er tot "zu melken"? Aber ja doch. Dass sein Tod gleichfalls fragwürdig war, muss wohl kaum erwähnt werden. Ist ja noch nicht ganz so lange her. Natürlich steht dieser Tod nicht mit Cobains Ableben auf gleicher Waage. Bei Cobain ist der Todesfall viel mehr hinterfragt und auch mit verschiedenen Beweisen in Frage gestellt worden, zumindest jene vorschnelle Annahme, dass es Selbstmord war.

Jacksons Tod kann man auslegen, wie man möchte, auch rein verschwörungstechnisch. Er war nur ein Beispiel am Rande (da damals sehr aktuell). Bei Cobain war das Ganze gesteuert. Und wieder: das sind keine Verschwörungstheorien, sondern es liegen klare Beweise vor, die nicht einfach von der Hand zu weisen sind. Mit Theorien oder Fan-Empörung hat das alles nichts mehr zu tun. Das war eine ganz dreckige und unter den Tisch gekehrte Angelegenheit.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 21.11.2012 00:24 | nach oben springen

#33

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 21.11.2012 10:12
von Jatman1 • 1.120 Beiträge

"Ich weiß nicht, weshalb du immer von Verschwörungstheorien redest."
Ich sag es Dir "Fakten und Beweise sind etwas anderes als die wild durcheinander geworfenen Verschwörungs-Annahmen."
Ich rede von Verschwörungstheorie weil die Annahme eines Mordes nur theoretisch und nicht faktisch besteht. Soweit zum Wort Theorie. Zum Wort Verschwörung. Das halte ich zutreffend wenn Personen an einem theoretisch konstruierten (unabhängig von der Wahrscheinlichkeit)Gedankenkonstrukt beharrlich festhalten und es als gegeben behandeln. Und eben Fakten und Beweise als solche Benennen, die weder faktisch als Beweise oder Fakten dienlich sind. Wäre es an dem, würde der Sachverhalt unzweifelhaft als Fakt anerkannt und, im Beispiel Cobain, würde man von Mord sprechen. Das ist nicht bewiesen. Somit besteht der Vorwurf desjenigen, der die faktische Einordnung als Mord nicht akzeptiert, dass es also etwas oder jemanden gibt, der aktiv an einer vermeintlichen nicht zweifelsfreien Klärung eines Sachverhaltes Interesse besitzt und diese Interessen aktiv vertritt.

Das Wort Verschwörung ist etwas hoch angebunden. Reduziere ich es auf das Wesentliche, darf ich es auch "willentliche Desinformation" nennen. Diese logische Stringenz ist in Deinem letzten Posting immanent.

"wild durcheinander geworfenen Verschwörungs-Annahmen."
Wild durcheinander geworfene Verschwörungsannahmen. Ein Merkmal von Verschwörungtheorien ist, dass sie Unmengen von Beweisen und Fakten besitzen, die ihre Behauptung bestärken und bekräftigen. Und die nicht selten hochinteressant (wie ebenfalls bei Cobain) sind. Da tust den Verschwörungstheoretikern aber unrecht. Da sind ja nicht nur Spinner am Werk.

"Sieht man bis heute, wie schwer sich Leute (wie du z. B.) überzeugen lassen."
Ich muss mich ja nicht überzeugen lassen. Mir ist da absolut egal ob Cobain jemand kalt gemacht hat oder sich selbst aus dem Leben genommen hat. Es ist nicht bewiesen. Nur durch ernsthaft und kritische Anmerkungen ist ein Fakt als solcher nicht außer Kraft zu setzen.

Manchmal ist Industrie auch hilflos und steht geschockt vor der Kuh, die sie melken wollte. Doch das gibt, es nicht alle zu früh gestorbene Rockstars sind von ihrer Plattenfirma gekillt worden. Ein beliebter Weg zur Aufrechterhaltung der Einkünfte ist die Legendenbildung. Und wenn gut gemacht, SEHR hachaltig. Ich halte es nicht für bewiesen, aber ich glaube ganz fest daran. Da bin ich nun abschließend bei der Komponente des Glaubens. Wahrheit ist das was man glaubt. Und der Begriff des Glaubens besitzt inzwischen eine größeren Wirkungsradius als die letzten Jahrhunderte. Jedem machen die Medien etwas glaubhaft. Da kann sich jeder was raussuchen - eben auch seine Fakten und Beweise.
In diesem Sinne sollten wir und beide in unserem gegenseitigen Glauben belassen. Oh ich spüre gerade einen kalten Waffenlauf im Genick. Ich werde dann wohl zu diesem Thema lieber auf ewig schweigen; wie ein Grab. Noch schnell meine letzten Worte zu diesem Thema:

Den obigen Text halte ich unabhängig vom Fall Cobain für gültig. Der Vorwurf, mich im Detail nicht mit dem ganzen Cobain-Kram beschäftigt zu haben, kann demnach nicht greifen.


www.dostojewski.eu
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#34

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 21.11.2012 15:51
von Taxine • Admin | 5.896 Beiträge

Ach, das ist doch reinste Dialektik.

Aber mal im Ernst: wie theoretisch ist denn der Umstand, dass laut Polizeibericht auf der Waffe, die sich ein Mensch mit einer Überdosis in den Mund hält und abdrückt, keinerlei Fingerabdrücke gefunden wurden? Dass das Drogenbesteck fein säuberlich zusammengelegt war und die Spritze nicht im Arm steckte? Wieviel braucht es denn, um da zu erkennen, dass das absolut unmöglich ist?

Verschwörungstheorien sind sehr vielfältig und gestreut. Viele davon sind unsinnig oder aus der Luft gegriffen. Da gilt es zu ordnen. Sie führen auch nicht immer Fakten an oder zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie etliche Fakten und Beweise benennen, sondern stellen Annahmen auf. Fakten sind für mich z. B. die fehlenden Fingerabdrücke. Das ist keine Annahme mehr, weil es schwarz auf weiß im Bericht stand.

Und wo du von Theorien redest, nur weil sie nicht allgemeingültig sind ... es geht ja auch umgekehrt. Die Evolutionstheorie von Darwin ist reine Theorie, dennoch wird sie für die Forschung vorausgesetzt. Bei Cobains Tod stehen mehr Beweise zu Verfügung.

Fragwürdig sind Verschwörungstheorien immer. Nicht alle sind Spinner, es gibt auch kritische Recherchiernde, die ihre Annahmen durchaus belegen können. Viel fragwürdiger aber als jede Verschwörungstheorie ist und bleibt für mich ein Mensch, der von vorneherein etwas ablehnt, womit er sich nicht beschäftigt hat und alles als Humbug abtut. Wenn du sagst, es interessiert dich nicht, wie er tatsächlich gestorben ist, dann ist das in Ordnung. Wenn du sagst, es interessiert dich darum nicht, weil nichts faktisch feststeht, dann verweigerst du einfach von vorneherein ein Befassen damit. Dann ist es aber für mich auch verständlich, weshalb du immer von Verschwörungstheorie redest.

Wer 'daran glaube ich nicht' sagt, kauft sich damit nur eine höchst trügerische Gewissheit. So ähnlich heißt es in einem von Romain Garys Romanen. Das passt.
Wer glaubt natürlich auch, wobei, wie gesagt, von Glaube und Theorie in Bezug auf Cobains Tod kaum die Rede sein kann.

Aus welchen tatsächlichen Gründen Cobain nun ermordet wurde, das bleibt natürlich Theorie. Da stimme ich dir zu.




Surreale Vorstellungen
zuletzt bearbeitet 21.11.2012 16:36 | nach oben springen

#35

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 21.11.2012 17:25
von Jatman1 • 1.120 Beiträge

Du zeigst Dich hartnäckig . . . und ich kann es nicht lassen
"Die Evolutionstheorie von Darwin ist reine Theorie, dennoch wird sie für die Forschung vorausgesetzt. Bei Cobains Tod stehen mehr Beweise zu Verfügung."
Um so erstaunlicher, dass die Evolutionstheorie mehr offizielles Standing aufweist als ein vermeintlicher Mord an Cobain. Da steckt doch dann vielleicht doch etwas mehr dahinter. Mal dialektisch formuliert. Die theoretischen Annahmen scheinen in ihrer Wahrscheinlichkeit bei der Evolutiontsheorie doch mehr Substanz zu besitzen. Ja! Ich kenn auch die Evolutionstheorie nicht und bilde mir einfach wieder mal hemdsärmlig eine Meinung. Und die gilt sogar für mich. Ich dachte, dass funktioniert, dass jeder was meinen darf, wie ich zum Beispiel ich mich inzwischen durch Dich ermuntert fühle zu meinen, Cobain hat sich zweifelsfrei suicidiert.

"Aus welchen tatsächlichen Gründen Cobain nun ermordet wurde, das bleibt natürlich Theorie. Da stimme ich dir zu."
Wiederholt eine sonst bei Dir kaum vorkommende Konstellatione: Du implizierst auffällig in einem Satz, dass Deine Ansicht richtig sei - ohne Abstriche.

Ich bin mal gespannt, wer die Segel zuerst streicht. Ich wollte es eigentlich sein, habe es aber mal wieder nicht geschafft.

Ich hoffe, dass jemand mitliest, denn den Schlagabtausch den wir hier beide bieten, sollte in jedem Fall unterhaltsam sein. Vielleicht sogar polarisieren? Wäre ja wunderbar, wenn noch jemand mal so richtig in diesen Antagonismus dreinschlagen würde. Bei 34 Beiträgen mit 1009 Zugriffen sollte doch noch jemand auf`s verbale Schlachtfeld treten!


www.dostojewski.eu
zuletzt bearbeitet 21.11.2012 17:30 | nach oben springen

#36

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 21.11.2012 17:39
von Taxine • Admin | 5.896 Beiträge

Wieso Segel streichen? Ich bin fertig. Habe gesagt, was ich sagen wollte.

Zitat von Jatman
Wiederholt eine sonst bei Dir kaum vorkommende Konstellatione: Du implizierst auffällig in einem Satz, dass Deine Ansicht richtig sei - ohne Abstriche.


Ich muss notgedrungen eine Aussage in meiner Aussage implizieren, wenn ich zuvor von diese Annahme ausging. Du suchst dir aber auch gerne einzelne minimalistische Punkte aus, auf die du eingehen kannst. Was ist denn mit den Fingerabdrücken? Da geht man so drüber, nicht?

Die Beweise für den Mord Cobain sind zahlreicher als die Annahmen für die Evolutionstheorie. - Das solltest du durchaus mit dem gewissen Augenzwinkern auffassen, wenn es dennoch einen wahren Kern enthält. Wie gesagt, was allgemeingültig als Theorie festgelegt wird, heißt nicht, dass es auch stimmt. Ebenso, darum war das Beispiel leicht ironisch gesetzt, bedeutet ein Mord, der zu den Akten gelegt wurde und dort als Selbstmord deklariert ist, noch lange nicht, dass er nicht stattgefunden hat.




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#37

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 08.03.2013 09:19
von Jatman1 • 1.120 Beiträge

Gern möchte ich nochmals kurz die Blutfehde aufnehmen, ohne sie jedoch dann wieder fortzuführen. Lediglich zu informatorischen Zwecken. Die Deutungshoheit besitze ich eh nicht.

Ich lese gerade „Unter Genies“ von Danny Goldberg.

Goldberg war PR-Manager von Led Zeppelin und Kiss, Label Chef von Warner bros. und Atlantic.
Und eben der Manager von Nirvana. Also der Mann, der die Verantwortung für die Geschäfte mit Nirvana trug. Der Mann, der finanziell am maßgeblichsten am Erfolg Nirvanas beteiligt war. Um die schlichte Verschwörungstheorie in Logik fortzuführen (Ein Toter Cobain bringt mehr als ein Lebender) müsste es der Mann sei, der für den Tod Cobains in maßgeblicher Wiese die Verantwortung zu tragen hätte.

Da ich diese Storys eh für grotesk, absurd und Kliescheegetrieben halte, kommt mir das Buch zu pass. Es zeigt recht nachvollziehbar wie sich Nirvanas Erfolg entwickelte und insbesondere eben auch Cobains Rolle, Entwicklung und Willen in diesem Prozess. Cobain wies hier, wie wohl nahezu jeder Künstler eine ausgeprägte Ambivalenz an den Tag.

Ebenso wird deutlich, in welchem Maße Goldberg Cobain verehrte, bewunderte und von ihm fasziniert war. Wollte man selbst der Idee eines Mordes das Wort reden, würde es dieses Buch einem zumindest etwas schwerer werden lassen. Denn man müsste dieses Buch als infames Dokument eines heuchlerischen skrupellosen Geschäftsmannes deuten, der Cobain wissentlich, gewollt und moralisch auf dem Gewissen haben müsste. Der Goldberg war der, der an Nirvana verdiente. Und eben den Leuten, die an Cobain verdienten, wird ein vermeintlicher Mord, angekreidet. Mag ich diesen monetären skrupellosen Mächten auch mit diesem leutseligen Buch auf den Leim gegangen sein. Dieser ganze branchetypische mystifizierende Hype, wird für mich nur noch lächerlicher.

Nennt mich einfältig oder / und ignorant. Ich fühle mich damit einfach nur gut aufgestellt.

Ich hoffe der Text war provokant genug, um auf das Buch neugierig zu werden. Denn ich finde es für alle lesenswert, die Hintergründe, oder wertfreier formuliert, Abläufe im Pop-Geschäft interessieren.

Das Buch hat 366 Seiten und zudem ein Register. 68 Seiten behandeln explizit das Thema Nirvana.
Auch völlig unabhängig von dem Nirvana-Exkurs ein interessantes, aufschlussreiches und zudem unterhaltsames Buch über den Fake „Pop-Kultur“.


www.dostojewski.eu
zuletzt bearbeitet 08.03.2013 09:21 | nach oben springen

#38

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 30.09.2015 16:58
von Jatman1 • 1.120 Beiträge

Hi Taxine.
Schon gehört? Dieses Jahr kommt noch ein „neues“ Album mit bisher unveröffentlichten Solo-Stücken von Kurt Cobain raus.
Hat ja ganz schön lange gedauert.

Damit verbunden, eine gemeine Frage: Kaufst Du Dir das Album? Fan oder Leichenfledderer? Wäre ich Fan – ich wäre Fan UND Leichenfledderer.


www.dostojewski.eu
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#39

RE: Kurt Cobain - Das Tagebuch

in Blicke auf Menschen 01.10.2015 11:00
von Taxine • Admin | 5.896 Beiträge

Nee. Habe ich noch nicht gehört. Die graben aber wirklich alles aus. Wahrscheinlich braucht die Alte - Courney Love - mal wieder Geld.




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