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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#31

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 25.04.2022 22:30
von Taxine • Admin | 6.466 Beiträge

P. S. Aber gültig bleibt wohl das:

"Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird
das, was in dir ist, dich retten. Wenn du nicht
hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du
nicht hervorgebracht haben wirst, dich töten."

(Apokryphes Evangelium nach Thomas)

Dies gerade beim Aufschlagen des Buches" Yoga" von Emmanuel Carrère als einleitendes Vorzitat entdeckt. Den Schriftsteller kann man ja nun wirklich immer lesen. Und auch immer wieder (z. B. "Der Schnurrbart").




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#32

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 28.04.2022 09:35
von Patmöser • 1.121 Beiträge

Zitat von Taxine im Beitrag #31


Dies gerade beim Aufschlagen des Buches" Yoga" von Emmanuel Carrère als einleitendes Vorzitat entdeckt. Den Schriftsteller kann man ja nun wirklich immer lesen. Und auch immer wieder (z. B. "Der Schnurrbart").



Von Emmanuel Carrère kenne ich nur sein Buch - Das Reich Gottes, brillant geschrieben, auch sprachlich, aber ich habe sein Buch wohl zu einer Zeit gelesen, als meine Zeit für Bücher mit dieser Thematik wohl schon lange vorbei war, und so hörte ich dann auf irgend auf, weiter zu lesen.

Zum Thema, oder wenigstens an dessen Rändern herum geirrt.

So langsam hört man nun endlich auf, den Menschen fast täglich in der Nase herumzubohren, oder ihnen im Mundraum herum zu stochern, und sie könnten nun ganz entspannt an Wiesen und Feldblumen zu riechen, zum Beispiel.

Aber die wahnversessenen Bellizisten in Ost und West drehen weiterhin fieberhaft an der Eskalationsspirale, und so wird es wohl bald keine Blumen mehr geben. Nirgendwo.

Denn das was ich jetzt täglich erlebe, das unterscheidet sich nicht nennenswert von dem, was man aus der Geschichte der Jahre um 1914 oder 1939 kennt, ich würde sagen, wir befinden uns in der ersten Phase der 3. Weltkrieges, und ich rechne mich eigentlich nicht zu den Kohorten der strammen Verschwöriker, ebenso wenig wie zu den Gralshütern der Menschenrechte-Resterampe, also der Stechuhr-Demokraten.

Und so bleibt mir dann nur noch, alles standhaft zu verlernen, was mich eines Besseren belehrt....

zuletzt bearbeitet 28.04.2022 10:33 | nach oben springen

#33

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 29.04.2022 00:31
von Taxine • Admin | 6.466 Beiträge

Zitat von Patmöser im Beitrag #32

Aber die wahnversessenen Bellizisten in Ost und West drehen weiterhin fieberhaft an der Eskalationsspirale, und so wird es wohl bald keine Blumen mehr geben. Nirgendwo.

Denn das was ich jetzt täglich erlebe, das unterscheidet sich nicht nennenswert von dem, was man aus der Geschichte der Jahre um 1914 oder 1939 kennt, ich würde sagen, wir befinden uns in der ersten Phase der 3. Weltkrieges, und ich rechne mich eigentlich nicht zu den Kohorten der strammen Verschwöriker, ebenso wenig wie zu den Gralshütern der Menschenrechte-Resterampe, also der Stechuhr-Demokraten.

Und so bleibt mir dann nur noch, alles standhaft zu verlernen, was mich eines Besseren belehrt....


Ja, es ist, als ob man in der Zeit zurückreist und auf exakt dasselbe Verhaltensmuster trifft, das schon immer die Welt in den Abgrund jagte und das sich ewig wiederholt.

Diese Vehemenz der kriegsfördernden Fehlentscheidungen, die dazugehörige Propaganda im ewigen Gleichklang und das offene Kriechen deutscher Politiker vor ihren Herrn und Meistern, die sie lediglich wie Vasallen behandeln, die schwere Waffen liefern und gefälligst das böse russische Gas abstellen sollen, um als Persona non grata gezeigt zu bekommen: eigentlich gehört ihr nicht dazu, ihr müsst euch erst noch beweisen und selbst dann... Da könnte man sich, wenn man wollte, schon fremdschämen, wenn solche auch noch "klare Worte an Putin" richten, um ihr Gesicht zu wahren, als würde sie irgendwer ernstnehmen.

Denn diese Regierung springt momentan wohl im Takt eines ukrainischen Botschafters und Naziverstehers (der übrigens den gleichen Namen eines einstigen Nationalisten trägt, der mit Bandera unter dem Decknamen Konsul an der Seite der deutschen Wehrmacht kämpfte). Und sie reagiert prompt, sobald dieser der deutschen Politik vorwirft, nicht genügend Waffen und Panzer zu liefern und der Aufgabe einer ukrainischen Unterstützung nicht ausreichend nachzukommen, die anscheinend eine stillschweigende Voraussetzung ist. Es herrscht ein Interesse daran, dass dieser Krieg ausgedehnt wird, ja vielleicht auch, dass diese Welt in sich zusammenbricht, entgegen der natürlichen Regung an Skepsis und warnenden Stimmen. In dieses drehende Chaos möchte keiner gerne blicken, auch wenn es sich Zukunft nennt.

Aus Mitgefühl mit den Ukrainern wird ein zugekokster Selenskij dermaßen hofiert, dass er in seiner Überheblichkeit in einem Video auf Twitter zeigt, wie zugekokst und zufrieden er ist (die Kokslinien auf dem Tisch; immerhin schreibt er Geschichte und darf sich offiziell als Held feiern lassen), um dann mit Grabesstimme irgendetwas zu lallen, was kein Mensch versteht. Da kann er am nächsten Tag noch so schnell löschen, die Welt schläft nicht. Währenddessen kauft Musk Twitter, um angeblich die Meinungsfreiheit wieder herzustellen, die dann einfach nur anders kontrolliert wird. Und warum tut er das? Weil er es kann. (Und fragt sich niemand, warum Milliardäre überhaupt irgendetwas kaufen müssen, um das natürliche Recht einer offenen Meinungsäußerung wieder zu "legalisieren"???)

Diese Welt degeneriert. Und die letzten Hemmungen fallen weiter, dass der wahre (gegenüber dem gemachten) Rassismus mehr Raum gewinnt und Menschen für die Kriegshetze nutzbar gemacht werden, bei der jeder Schritt als Notwendigkeit verkauft wird. Da wird offen behauptet, Russen sähen nur aus wie Europäer, wären es aber nicht, und ehemalige Boxer (die ihre Position in Kiew nicht ohne Grund erhalten haben, damit sie bei Bedarf als Marionette genutzt werden können) erklären sie gar zu Orks, ohne sich auch nur rechtfertigen zu müssen (was bei dieser Boxervisage schon sehr gewagt ist).

Ja, ja, wir verstehen. Es ist wichtig zu zeigen, dass alle Russen Barbaren sind, um die eigenen Schritte zu rechtfertigen. Und unsere "europäische Reinheit" wiederholt seelenruhig die Muster einstiger Vorgänge und verrennt sich allgemein seit Jahren in der Dekadenz oberflächlicher Proteste gegen nichts, ohne irgendetwas tatsächlich zu hinterfragen, z. B. warum wir von Kriminellen regiert werden, warum wir uns und unsere Kinder impfen lassen sollen, warum wir für etwas zu sein haben, was wir völlig ablehnen, warum unsere natürlichen Rechte aufgehoben sind, dass wir schon froh sein dürfen, kurzzeitig wieder ein Gesicht ohne Maske zu sehen,... warum eine Pandemie mehr als zwei Jahre dauert und die WHO als bezahlte Institution vielleicht bald allgemein entscheidet, was für uns "gut" ist.
Wir hinterfragen auch nicht mehr, warum wir aufhören sollen zu heizen, Auto zu fahren oder uns gar zu waschen, weil irgendwelche Politiker verheerende Entscheidungen treffen, die uns den Kopf kosten (während die wirklichen Umweltverschmutzer weiteragieren und es auch dann noch tun werden, wenn wir nackt und allem beraubt immer noch glauben, den "Klimawandel" aufzuhalten). Es ist uns auch nicht verdächtig, warum es auf einmal mehr als zwei Geschlechter gibt oder warum bestraft wird, wenn jemand wagt, einen Menschen, der gerne ein Baum sein will und das auch legitimierten möchte, als bekloppt zu bezeichnen. (Da sind die barbarischen Russen wahrlich etwas weiter, die sich an Familie und Tradition klammern. "Ich kann keine Kultur ernstnehmen, in der eine Frau eine Frau heiraten kann UND ihr Fahrrad.")

Früher hat sich eine totalitäre Regierung der Wirtschaft bedient, jetzt tanzen Politiker nach der Pfeife von Großkonzernen und Milliardären, die keiner gewählt hat und auch keiner dazu aufgefordert hat, uns aus Pandemien oder Kriegen zu "retten" oder Gesundheitsbelange auf Wirtschaftsforen zu klären, um dann zu behaupten, unser Leben (das sie zerstört haben) würde nie wieder normal werden und wir hätten mit den Fehlentscheidungen zu leben, an denen weiter Milliarden verdient werden und denen etliche zum Opfer gefallen sind. Das sind solche, die ernsthaft fordern, der Mensch wäre als moderner Roboter für das zukünftige Leben besser geeignet und würde in einer durch Digitalisierung kontrollierten Welt viel glücklicher sein, in der er zwar nichts mehr hat und besitzt, aber dem Zukunftsmenschen einfach besser entspricht.
Und mal ehrlich, so weit sind wir doch schon, dass jene Dystopien heute nur noch ein müdes Lächeln hervorrufen, wenn wir China oder Shanghai erleben, die im Grunde doch nur das Extrem der eigenen Maßnahmen sind (und was uns vielleicht selbst im gleichen Extrem bei "nächsten Pandemien" oder Kriegen selber droht). Denn nichts ist vorbei. Es ist nur eine kurze Verschnaufpause, in einer Welt, in der wir täglich mit der Illusion "Demokratie" zugesäuselt werden, im allgemein akzeptierten Wandel, dass mittlerweile wohl jeder weiß, dass diese nur noch irgendein idealistischer Traum in weit weit zurückliegender Zeit ist.




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#34

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 02.05.2022 11:03
von Sokolow • 122 Beiträge

Letztens kommentierten einige gute Deutsche unter einem Ukrainekriegsartikel der Zeitonline, sie
erzählten von ihren Großmüttern, die mit dem schlechten Gedächtnis, wenn es um den eigenen
Genozid geht, die hätten also erzählt, dass russische Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg
Wasserhähne gestohlen hätten, weil sie glaubten, dass sie so fliessendes Wasser in Russland hätten...

Sie dürfen also wieder, ordentlich abrassistischieren, solange es die "Richtigen" trifft kann das ja
kein Rassismus sein.
Natürlich habe ich genau die gefragt, wie es komme, dass sich ihre Großmutter daran erinnern könne, aber
nichts mehr davon weiss, wann ihr jüdischer Nachbar verschwand und ich hätte vielleicht auch fragen
sollen wo sich ihr Mann herumgetrieben habe, ob der zufällig in Russland sei, um Menschen zu töten....

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#35

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 02.05.2022 11:45
von Taxine • Admin | 6.466 Beiträge

Etwas tröstlich ist, dass wenigstens die Intellektuellen noch skeptisch blicken und solche wie Martin Walser, Alice Schwarzer und andere den Unterschied zwischen "Hilfe leisten" und (zur Konfliktverstärkung beitragend) "Waffen liefern" erkennen. In anderen Kriegen geschah das immer heimlich und hinten herum, denn an Kriegen verdient sich, wie wir wissen, die Waffenindustrie ähnlich eine goldene Nase wie die Pharmaindustrie an ihren selbst geschaffenen Krankheiten und "Heilmitteln". Dass ausgerechnet beide uns momentan an der Gurgel haben, zeigt, dass eine Umstrukturierung der Gesellschaft erfolgt. Die müssen nicht einmal mehr versteckt agieren, sondern tun das vor allen Augen. Und am Ende will keiner die Verantwortung übernehmen, wie auch keiner dafür gerade steht, dass die Impfungen etliche Nebenwirkungen hervorgerufen haben und noch tun, denn die Menschen wurden zwar gezwungen, sich impfen zu lassen, mussten jedoch unterschreiben, dass sie auf ihr Recht auf Klage verzichten, wenn etwas schief geht. Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn der Krieg eskaliert? Bestimmt nicht die, die ihre unverschämten Forderungen stellen.




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#36

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 04.05.2022 01:13
von Taxine • Admin | 6.466 Beiträge

Wenn man jetzt auch noch damit beginnt, den Menschen einzureden, dass es einen falschen oder gar blinden Pazifismus gibt, der im Namen der "guten Sache" mundtot gemacht werden soll, dann sind wir wahrlich wieder in der Zeit der Wochenschau-Propaganda und Stakkato-Reden angekommen und der Hintergrund der Kriegstreiberei wird deutlicher.
Seit wann ist Pazifismus, also der Wunsch, ein Krieg möge so schnell wie möglich beendet werden, damit nicht noch mehr Menschen leiden und sterben, fatal oder gefährlich, und für wen genau? Was ist damit erreicht, schwere Waffen zu liefern und die Angriffsfläche auszuweiten, statt auf Einigung zu drängen, und gleichzeitig die vereinzelten Siege über russische Truppen fast schon mit Begeisterung in den Medien zu zergliedern, um das wirkliche Kriegsgeschehen dahinter zu verschleiern?
Denn das Bedienen der Forderungen zielt kaum auf das Ende des Krieges oder einen Sieg ab, sondern auf die Ausweitung des Krieges, auch über die Grenzen hinaus, einschließlich einer Zerstörung Europas, entweder direkt oder indirekt. Noch nie zuvor wurde einem Krieg so viel einseitige Aufmerksamkeit geschenkt, was alleine schon Skepsis hervorrufen sollte.

Und ihr Schreihälse, die weiter von einer Befreiung der Ukraine faselt, die Putin überhaupt nicht annektieren will, und die ihr dafür die Fortsetzung von Mord und Tod in Kauf nehmt, warum geht ihr nicht selbst gegen Putin kämpfen oder wenigstens die Menschen dort vor Ort fragen, was sie von euren Waffenlieferungen und dem Öl-ins-Feuer-Gießen halten?
Da dürfen auf einmal irgendwelche Boxer und, noch schlimmer, irgendwelche grünen Öko-Freaks zum Kampf aufrufen und offene Briefe, die nicht grundlos vor dem Dritten Weltkrieg warnen, abschätzig niedermachen, obwohl doch gerade sie für jenen Pazifismus stehen sollten, der nun nicht mehr gewünscht oder geduldet ist. Natürlich wird die Kritik mit Füßen getreten, aber jetzt sogar mit Birkenstock-Latschen? Liegt darin nicht umso mehr der traurige Widerspruch einer absurden Umkehrung aller Dinge?




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#37

RE: Krieg, Zensur und Sanktionen – wer gewinnt am Ende?

in An der Gesellschaft/dem Alltag orientierte Gedanken 21.05.2022 17:13
von Taxine • Admin | 6.466 Beiträge

"Wir können die Herrschenden nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer unverschämter zu lügen."

(Bei Bernward Vesper "Die Reise" gefunden.)




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