Film- und Filmemacher
Gibt einen neuen Film über Allen Ginsberg und sein Skandalgedicht Howl. Start in Deutschland war am 6. Januar.
http://www.moviemaze.de/filme/3780/howl.html
Ein wirklich hervorragender Film ist übrigens "Schwarze Katze, weißer Kater" von dem serbischen Regisseur Emir Kusturica.
(Quelle: http://www.djfl.de/entertainment/djfl/1100/110326.html)
Der Zuschauer erhält einen Einblick in die wunderbar skurrile Welt der Zigeuner, die sowohl durch ihre Hässlichkeit, ihren Einfallsreichtum als auch durch ihre großartig gespielten Charaktere bestechen. Völlig absurde Szenen, Menschen und Situationen, ein oftmals bissiger Humor, eine tiefe Freundschaft zwischen zwei alten, verrückten und liebenswerten Männern, der Kampf zwischen Ehrlichkeit und Betrug, Armut und Reichtum und die Liebe zwischen zwei jungen Menschen machen diesen Film zu einem einzigartigen Schauspiel voller Lebensfreude, die der Zuschauer, endet der Film, im Herzen eine Weile bewahrt, nebst seiner vor Lachen tränennassen Augen.
Musiker, die an einen Baum aufgehängt werden, Geschäfte mit den Russen, die alle über das Ohr hauen, die Donau, gekaufte Waschmaschinen, die ins Wasser fallen, Goldzähne, verstecktes Geld in einem Akkordeon, ein verlorener Schuh, ein laufender Baumstamm, ausgefallene Erfindungen, zwei scheinbar Tote, die auf den Dachboden geschafft werden und mit Eisbeuteln bedeckt werden, ein an einer Bahnschranke aufgehängter Toter, der bespuckt wird und mit allen Mitteln aus der Höhe heruntergezerrt werden muss, Koffer voller DM, Kokain und ausgeflippte "Pitpull"-Song-Tänze, all das sind nur Teilausschnitte aus diesem verrückten Film, der bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1998 den Silbernen Löwen für die Beste Regie erhielt. Wenn der Film beginnt, ist man noch irritiert, lässt sich überraschen, wird ganz gemächlich in diese Welt hineingetragen. Doch verlässt man diese Welt wieder, dann spürt man tiefe Wehmut und die Sehnsucht danach, die Dinge, die Welt und die Menschen immer optimistisch und von der guten Seite aus betrachten zu können. 
Oh, heute 22:45 Uhr auf ARTE
Zitat von Arte
Der österreichische Autor Thomas Bernhard starb 1989 im Alter von 58 Jahren in Gmunden. Das Porträt des Ausnahmeschriftstellers, dessen Stücke sowohl politisch als auch provokativ sein konnten, zeigt dessen Kindheit in Salzburg, sein Schaffenszentrum in Ohlsdorf und die Krönung seiner Arbeit in Wien. Zu Wort kommen Wegbegleiter Thomas Bernhards, die den Autor auf sehr persönliche Weise vorstellen. ARTE erinnert mit dieser Sendung an Thomas Bernhard, der am 9. Februar 2011 80 Jahre alt geworden wäre.
und davor, 21:50 Uhr für alle Opern-Freunde:
Diana Damrau - Diva divina
Neun Monate mit dem Opernstar
Zitat von LX.C
Der österreichische Autor Thomas Bernhard starb 1989 im Alter von 58 Jahren in Gmunden.
Eine Gemeinsamkeit, die er nun mit Gary Moore teilt. Also das Sterbealter. Von daher hätte ich noch achteinhalb Jahre. Gefühlt bin ich allerdings schon lange tot. Gefühlt hätte ich den Nachbarsperm gebeten, die Sache zu vollenden, dann wär's mir erspart geblieben. Ungefühlt werde ich aber wahrscheinlich trotz aller Quälerei 89, die Herausforderung Opa juckt mich schon, irgendwie.
Zitat von LX.C
Was hat Bernhard mit Kertész zu tun? Die hat Kehlmann in Verbindung gebracht. Kann das jemand erklären?
Ich habe es so verstanden, Kehlmann hat gesagt, Kertész und Sebald seien noch bessere Schriftsteller als Bernhard. Weiter nichts. In seiner Autobiografie schreibt Bernhard über einen Bombenangriff in Salzburg, über Holocaust schrieb Bernhard, so weit ich ihn gelesen habe, nichts. Ein Zusammenhang würde ich nur darin sehen, Bernhard schrieb lange Monologe und Kertész schrieb ja auch einen gewaltigen Monolog "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind", den ich in unserem Kertész-Thread versucht habe zu besprechen, Kertész in diesem Werk auch mit Wiederholungen arbeitet, aber nicht so exzessiv wie der Grantler Bernardo.
gerne geholfen, wenn es eine Hülfe war..![]()
Zitat von Martinus im Beitrag RE: WaldeinsamkeitZitat von Taxine im Beitrag RE: Waldeinsamkeit
Apropos Melancholie. Kennt ihr die Filme von Aki Kaurismäki? "Lichter der Vorstadt", "Die Proletarische Trilogie" usw. Lohnt, einen Blick auf solche Filme zu werfen, um die Melancholie in ihrer schönsten Kunstform zu erblicken.
Vom Namen nach kenne ich den Regisseur. Danke für den Erinnerungsstupser. ich kümmere mich darum.
Obwohl wirklich alle Filme von ihm großartig sind, der Regisseur Aki Kaurismäki ein Meister der Tristesse, der Melancholie, der skurilen Situationen ist, der mehr durch seine Bilder und Szenen, als durch Worte seinen Ideen Ausdruck verleiht - („Heutzutage reden die Leute so viel und ohne Grund, da schadet etwas Stille nicht ... ohnehin liegt die Wahrheit im Gezeigten, nicht im Gesagten.” (Kaurismäki)) -, sind für mich insbesondere zwei seiner Filme bedeutend und mit großer Liebe zum Menschen gemacht, in denen ausnahmsweise einmal etwas mehr gesprochen wird:
Einmal "La Vie de Bohème" (gibt es bei youtube mit deutschen Untertiteln), angelehnt an den Klassiker von Henri Murger (schön z. B. die Szene, als der Maler Rodolfo am Grab Murgers übernachtet, um Mimi seine Wohnung zu überlassen, die nicht weiß, wohin sie sonst gehen kann. Rodolfo wird übrigens von Matti Pellonpää gespielt, den man aus Jamuschs "Night on Earth" kennt, aus der letzten Episode in Helsinki.):
... und zum anderen "Wolken ziehen vorüber" (bei youtube mit englischen Untertiteln), in dem nach etlichen Rück- und Fehlschlägen doch noch alles gut wird:
Liebe Grüße
Taxine
Habt ihr die 6 Folgen "Das Abenteuer der modernen Kunst" auf ARTE gesehen? Die sind ja einfach nur wunderschön gemacht, nach dem Klopper von Dan Franck, der übrigens auch ganz fantastisch ist. Wer abkürzen will, guckt die Dokumentationen:
http://www.arte.tv/guide/de/048760-001-A/die-abenteurer-der-modernen-kunst-1-6?autoplay=1
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