Film- und Filmemacher

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19.10.2010 19:44 (zuletzt bearbeitet: 20.10.2010 09:03)
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#106
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Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Taxine
Ich gehe jetzt erst einmal ein bisschen aus den Ohren dampfen.

Darf ich Dich dann ab heute Dampfmaschine nennen? (Zwinkerauge, find grad das Smilie nicht.)


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19.10.2010 19:52 (zuletzt bearbeitet: 19.10.2010 19:57)
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#107
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Admin

(4. Reihe, zweiter Smiley von links)

Und was mache ich, wenn der Dampf verflogen ist? Dann nur noch Maschine?
Das führt in den Abgrund. In die Sklaverei.
Dann roste ich noch.

Hans Dampf in allen Gassen, das ginge.


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25.10.2010 17:31 (zuletzt bearbeitet: 25.10.2010 18:31)
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#108
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Admin

Nun gut. Ich muss sagen, Schlingensiefs Experimentalfilme gefallen mir bei weitem besser als seine Provokationsfilme. "100 Jahre Hitler" war Mist: Die übertrieben dargestellte Degeneration im Bunker, nur Gebrüll und Lärm, was bei mir lediglich ein Gähnen ausgelöst hat. "Kettensägenmassaker" war Unsinn. Wessis jagen Ossis, um die ganze Scheinheiligkeit (wohl die politische) und Freude am Mauerfall ins Bild zu setzen und die "scheinbar wahren und eigentlichen Hintergedanken der Leute", aber doch eben deutlich schlechter, als zuvor angenommen, als eine "übersteigerte Darstellung, durch die die Realität sichtbarer sein soll, als durch eine realistische" (so Schlingensief). Mag sein, aber angucken kann man sich das dann trotzdem nicht.
"Terror 2000" ging wieder, wenn auch ziemlich heftig. Schlingensief war selbst verwundert, wie viel Hass der Film bei den Menschen ausgelöst hat. Trotzdem stellt der Film diese ganze Heuchelei gut dar, gerade wieder aktuell durch das ganze Integrations-Gefasel von Sollen und Nichtsollen. "Sie suchten einen Hafen, wo kein Hafen ist", sagt ein Neonazi und Priester im Film (dargestellt durch Udo Kier). Das gleiche und ewige Gejammer vieler Deutscher, ob nun 1992 im Asylantenheim-Hass oder heute im Moslem- und anderen Fremdenhass. Da könnte man auf das "typisch Deutsche" gleich weiter zitieren: Sie "wollen immer nur das Gute und sind doch voller Hass". Auch der Hinweis darauf, wie die Medien sich freuen, wenn mal wieder ein "Vorfall" geschieht, um moralisch ethische Empörung zu heucheln, ist nicht so einfach abzutun.

Trotzdem fand ich "Egomania" wesentlich besser, und ungeschlagen "Menu Total", den ich zum Glück schon kannte, aufgrund des enormen Deutungsrahmens als offenes Kunstwerk. Das lässt Tiefe zu, die vielleicht nicht vorhanden ist oder vom Regisseur in dieser Form gar nicht gedacht war, eröffnet aber dem Betrachter die Möglichkeit, im eigenen Vermögen aus dem Film das zu ziehen, was immer er möchte. Schlingensief spricht mich also doch eher mit Kunst, Theater, Farbspielen, ausgefallenen Bildern und Psychologie an. Der provokante "Lärm" ist mir einen Deut zu laut.


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07.11.2010 16:44 (zuletzt bearbeitet: 07.11.2010 16:45)
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#109
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Admin

Bei Arte heute ab 20.15 Uhr Themenabend TOLSTOI.

Zuerst Teil 1 & Teil 2 "Die Auferstehung", danach Dokumentationen über Tolstoi und seine Zeit.


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07.11.2010 16:57
avatar  Jatman1
#110
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Zitat von Taxine
Bei Arte heute ab 20.15 Uhr Themenabend TOLSTOI.

Zuerst Teil 1 & Teil 2 "Die Auferstehung", danach Dokumentationen über Tolstoi und seine Zeit.



Aber Hallo!


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07.11.2010 20:04
#111
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Ja,ja, der Herr begeht in Kürze seinen 100. Todestag. Leider wird mir die Filmschau entsagt, weil ich vor dem Vögelwitschern aufstehe. Ich werd' mal sehen, dass ich den Roman im Dezemnber lese.

Gruß an Anna K.
mArtinus



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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07.11.2010 20:10
avatar  Taxine
#112
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Jaaa... ich lese mit.


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07.11.2010 20:13 (zuletzt bearbeitet: 07.11.2010 20:16)
#113
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du linst mit? oho
also, des wird jetzt festgenagelt. Linsebegünn spätestens 01.12., damit wuir zum Nikolaus halbdurch sünd..äh sind. Und dann den Hülmer bis Heiligen Abend
Uich habe dann nämlich Urlaub und kann vuil lünsen.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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07.11.2010 20:16
avatar  Taxine
#114
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Einverstanden. Ist abgemacht.


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08.11.2010 09:57 (zuletzt bearbeitet: 08.11.2010 09:58)
avatar  Krümel
#115
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"Auferstehung", ich weiß allerdings momentan nicht was den Hülmer heißt, würde ich gerne mit euch lesen. Darf ich?


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08.11.2010 14:02
avatar  Taxine
#116
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Na klar und unbedingt, liebe Krümel. Dann wird's ja eine richtige Leserunde.

Hülmer ist Oliver Hilmes "Witwe im Wahn". Kannste auch gerne mitlesen.


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08.11.2010 14:52
avatar  Krümel
#117
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Zitat von Taxine
Hülmer ist Oliver Hilmes "Witwe im Wahn". Kannste auch gerne mitlesen.




Ach so, aber die haaabe ich schon gelesen, darf ich ausnahmsweise mal von mir geben, auch die von Cosima Wagner.

Und prima, ich freu mich drauf


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08.11.2010 19:44
avatar  Jatman1
#118
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In Sachen Tolstoi geht es heute auf Arte weiter:

Tolstoi - Mit den Augen des Films
Tolstoi und das frühe Kino im Zarenreich

Montag, 8. November 2010 um 21.55 Uhr
Wiederholungen:
12.11.2010 um 05:00

Tolstois Befreiung
Die letzten Tage des Leo Tolstoi lassen sein Leben und Werk in einem tragischen Licht erscheinen.

Montag, 8. November 2010 um 22.45 Uhr
Wiederholungen:
Keine Wiederholungen


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08.11.2010 19:48
avatar  Jatman1
#119
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Tolstois Befreiung

Am 28. Oktober 1910 verlässt Leo Tolstoi im Alter von 82 Jahren fluchtartig das Landgut der Familie in Jasnaja Poljana, um endlich nur noch nach seiner spirituellen Überzeugung und seinem persönlichen Verzichtsideal zu leben. Damit trennt er sich nach über 50 Ehejahren auch von seiner Frau Sofia. Nach zwei Wochen Irrfahrt, in der ganz Russland nach ihm sucht, stirbt Tolstoi in dem bescheidenen Zimmer des Bahnhofsvorstehers von Astapowo. Die Dokumentation berichtet über die letzten Tage im Leben Tolstois, seine Beziehung zu seiner Frau und sein Interesse für Kino und Film: Einige Filmaufnahmen noch kurz vor seiner Flucht zeigen sein privates Leben.


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08.11.2010 19:56 (zuletzt bearbeitet: 08.11.2010 19:57)
avatar  Taxine
#120
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Admin

Ich liebe Dokumentationen, in denen in schwarzweiß flackernden Bildern Literaten wieder zum Leben erwachen.


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