Gedanken vom Tag - allgemein Nr. 3

  • Seite 12 von 31
03.02.2012 19:16
#166
avatar

Zitat von Taxine

Zitat von Patmos
Und nun werde ich hier kriminahlysiert, fettich gemacht, gestäuhbet und gefeddert, verbal unter gewässert und an das Rad gehaut, und nur weil ich diesen talergeilen Nörgelaussi...



So'n bisschen Dehnung auf dem Rad hat noch keinem geschadet. Dabei gewinnt man einige Milimeter Größe hinzu...




Und du bist schuld, wenn ich eines Tages in irgendeiner postmigrantischen HipHop-Szene ende, ja.


 Antworten

 Beitrag melden
03.02.2012 19:19 (zuletzt bearbeitet: 03.02.2012 19:39)
avatar  Taxine
#167
avatar
Admin

Oder als baumlanger Basketballspieler... mit Hang zu Büchern voller Sprachwitz und Entlarvungsstrategie.


 Antworten

 Beitrag melden
03.02.2012 19:21 (zuletzt bearbeitet: 03.02.2012 19:39)
#168
avatar

Zitat von Taxine
Oder als baumlanger Basketballspieler... mit Hang zu Büchern voller Sprachwitz und Entlarvungsstrategie.



Danke, liebes Taxinchen, ich bin ja schon froh, das du mich nicht unter die High Society der immer gut frisierten Moralisten einreihst.
Homo ludens, hähä, und nichts anderes...


 Antworten

 Beitrag melden
03.02.2012 20:17 (zuletzt bearbeitet: 03.02.2012 20:18)
avatar  Taxine
#169
avatar
Admin

Zitat von Patmos
Danke, liebes Taxinchen, ich bin ja schon froh, das du mich nicht unter die High Society der immer gut frisierten Moralisten einreihst.


... wenn überhaupt, dann zähle ich dich zu den u n g e k ä m m t en Moralisten, die dann wiederum keine Moralisten sind, sondern skandalös mutige Dissidenten gegen den allüblichen "Gleichgedanken".

Mit etwas zu langen Beinen (du weißt schon, wegen dem Rad).


 Antworten

 Beitrag melden
03.02.2012 20:31 (zuletzt bearbeitet: 03.02.2012 20:49)
#170
avatar

Zitat von Taxine

Zitat von Patmos
Danke, liebes Taxinchen, ich bin ja schon froh, das du mich nicht unter die High Society der immer gut frisierten Moralisten einreihst.


... wenn überhaupt, dann zähle ich dich zu den u n g e k ä m m t en Moralisten...






Genau, liebes Taxinchen, außerdem habe ich dazu noch einen fast humanen Seitenscheitel und einen sündigen und also erzblasphemischen Augenaufschlag.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 10:37
#171
avatar

Zitat von Taxine
Ähnliches sagt man auch über Miller, dass ein Werk genügt, um alle anderen zu kennen,



Wer das sagt, sieht offenbar wie unter einem Vergrößerungsglas nur gewisse "Stellen", und nicht die Literatür darum herum. Das Problem liegt also allein im Auge (Auge?) des Lesers ...

05.02.2012 11:50 (zuletzt bearbeitet: 05.02.2012 11:52)
#172
avatar

Zitat von Roquairol

Zitat von Taxine
Ähnliches sagt man auch über Miller, dass ein Werk genügt, um alle anderen zu kennen,



Wer das sagt, sieht offenbar wie unter einem Vergrößerungsglas nur gewisse "Stellen", und nicht die Literatür darum herum. Das Problem liegt also allein im Auge (Auge?) des Lesers ...



Ich bin auch so ziemlich entsetzt über Lupenleser, die behaupten, Philip Roth schreibe immer nur über "gewisse Stellen". Ich frage mich dabei immer, was das für Bücher gewesen sein sollen.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 12:57
avatar  Zypresserich ( gelöscht )
#173
avatar
Zypresserich ( gelöscht )

Zitat von Taxine
Ähnliches sagt man auch über Miller, dass ein Werk genügt, um alle anderen zu kennen ...


... was selbstgefälliger Blabla-Reduktionismus der so postulierenden ist, egal welchen Autor betreffend. Wer so urteilt, hat garantiert nicht in der Tiefe alle Bücher gelesen, sondern will nur pseudo-schlau daherquaken; sagt also nur was über Hirn & Geist des Betrachters aus, nichts aber über Millers Bücher, von denen jedes individuell-einzigartig und lesenswert ist.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 14:30
avatar  Taxine
#174
avatar
Admin

Überhaupt... Miller auf "gewisse Stellen" zu reduzieren, ist ja fast schon literarische "Blasphemie".


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 15:20 (zuletzt bearbeitet: 05.02.2012 22:11)
#175
avatar

Zitat von Zypresserich

Zitat von Taxine
Ähnliches sagt man auch über Miller, dass ein Werk genügt, um alle anderen zu kennen ...


... was selbstgefälliger Blabla-Reduktionismus der so postulierenden ist, egal welchen Autor betreffend. Wer so urteilt, hat garantiert nicht in der Tiefe alle Bücher gelesen, sondern will nur pseudo-schlau daherquaken; sagt also nur was über Hirn & Geist des Betrachters aus, nichts aber über Millers Bücher, von denen jedes individuell-einzigartig und lesenswert ist.




Ich nehme das dann einmal als das Erörtliche:

Zitat
egal welchen Autor betreffend.



und:

Zitat
Wer so urteilt, hat garantiert nicht in der Tiefe alle Bücher gelesen, sondern will nur pseudo-schlau daherquaken;




Wer so auf die Leutchen losdrischt, die eigene Meinungen, eigene Leseansichten und Eindrücke aus bestimmten und also für dich gebenedeiten Büchern gewinnen, der leidet doch auch nur an der Verkindergartung seiner literarischen Hochämter.

Unschärfen editiert


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 15:26
#176
avatar

Zitat von Taxine
Überhaupt... Miller auf "gewisse Stellen" zu reduzieren, ist ja fast schon literarische "Blasphemie".



Hähä, diese gewissen Stellen hatten, in so gewissen jugendlichen Fieberphasen, ein ganz besonderen Stellenwert..., Lebens und Stellungsbefruchtend..., sozusagen.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 15:43 (zuletzt bearbeitet: 05.02.2012 15:45)
avatar  Taxine
#177
avatar
Admin

Zitat von Patmöser

Zitat von Taxine
Überhaupt... Miller auf "gewisse Stellen" zu reduzieren, ist ja fast schon literarische "Blasphemie".



Hähä, diese gewissen Stellen hatten, in so gewissen jugendlichen Fieberphasen, ein ganz besonderen Stellenwert..., Lebens und Stellungsbefruchtend..., sozusagen.




Hast du, möglicherweise, nur "Sexus" gelesen? Oder "Opus Pistorum"?
Sagen wir es einmal so: durch Miller (und die aus seinen Büchern gewonnenen Erkenntnisse und Wandlungen) ist es mir gelungen, meinen "Besitz" auf etwa einen Koffer (plus Bücher und Bilder) zu reduzieren und mein Leben so zu leben, wie ich es für richtig halte, ohne mich durch Ängste einschränken oder durch Orte binden zu lassen. Dies vermittelte mir dieser Schriftsteller nicht durch seine erotischen Passagen, sondern durch alles andere, was daneben und davor und danach stand.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 15:50 (zuletzt bearbeitet: 05.02.2012 15:56)
avatar  Taxine
#178
avatar
Admin

Zitat von Patmos
Wer so auf die Leutchen losdrischt, die eigene Meinungen, eigene Leseansichten und Eindrücke aus bestimmten und also für dich gebenedeiten Büchern gewinnen, der leidet doch auch nur an der Verkindergartung seiner literarischen Hochämter.


Gibt es auch nur einen literarisch anspruchsvolleren Autor, von dem es ausreicht, ein Buch zu lesen, um sagen zu können: wer eins kennt, kennt alle?
Darum ging es doch. Das hat nichts mit den eigenen und gewonnenen Eindrücken zu tun. Wenn einem ein Werk nicht gefällt, ist das eine Sache, wer aber aufgrund des einen Eindrucks behauptet, alle Werke eines Autors seien gleich, der hat die Inhalte auf eine einzige Schlagzeile reduziert.
Ich gehe ja noch weiter und sage: Schriftsteller sollte man auch nicht miteinander vergleichen.
Es gibt so viele Leute, die nebeneinander stellen und erklären, der eine sei besser als der andere.
Wie ist das möglich?
Vergleichen kann man eigentlich nur die Werke eines Schrifstellers oder wenn sich zwei Autoren an ein und dasselbe Thema machen.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 16:32 (zuletzt bearbeitet: 05.02.2012 16:33)
#179
avatar

Zitat von Taxine

Zitat von Patmos
Wer so auf die Leutchen losdrischt, die eigene Meinungen, eigene Leseansichten und Eindrücke aus bestimmten und also für dich gebenedeiten Büchern gewinnen, der leidet doch auch nur an der Verkindergartung seiner literarischen Hochämter.


Gibt es auch nur einen literarisch anspruchsvolleren Autor, von dem es ausreicht, ein Buch zu lesen, um sagen zu können: wer eins kennt, kennt alle?




Simmel, Konsalik?
Kleines Scherzo! Natürlich kann man das nicht, aber es gibt Autoren, die nur auf der ewig gleichen Ebene, und mit nur mäßigem Können ihren "Werkstoff" zu formen vermögen.
Irgendwo las ich einmal, das Storm sich zu seinem Schimmelreiter regelrecht "empor schrieb". Und da ich Storms Werk nun wirklich ausgenommen gut kenne, so habe ich feststellen können, das diese Meinung so abwegig nicht ist. Das ist ein Beispiel, wohlgemerkt nur ein Beispiel.

Daneben gibt es das "reifende Schreiben", oder in das sich stetig steigernde - in das Leben hinein reifende schreiben, so sehe ich, zum Beispiel, Millers "Werksteigerung" zusammen mit Millers Lebensgang.
Aber darum geht es mir nicht, nicht einmal im Ansatz.

Mir geht es um die Dogmatik der beliebigen Instrumentalisierung derjenigen Autoren, die als die unberührbaren Heiligen gelten, oder je nach Geschmäcklichkeiten - zu gelten haben.
Und da ist von Shakespeare über Nietzsche bis Kafka, jedenfalls bei mir, kein Kniefall zu erwarten. Oder anders gesagt: Warum sollte ich mich Joyce nur knieend nähern, wenn doch O'Brien...

Zitat
Es gibt so viele Leute, die nebeneinander stellen und erklären, der eine sei besser als der andere.



Im (Lebens)Werk eines Schriftstellers, also - im fortschreitenden und reifenden Werk eines Schriftsteller(Lebens) ist das doch durchaus korrekt und sollte gestattet sein.
Beispiele wären hier Dosto, oder auch der Mann Thomas und unbedingt Fontane zu nennen. Ich sehe hier nicht unbedingt ein Problem, oder gar eine Herabsetzung.


 Antworten

 Beitrag melden
05.02.2012 16:36
#180
avatar

Noch ein notwendiger Nachsatz:

Ich habe eine PN an unseren guten Zypresserich geschrieben und mich dort persönlich erklärt. Damit hier dann jeglicher Art von Mißhelligkeiten die Spitze genommen wird.

Möserpat


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!