Gedanken vom Tag - allgemein Nr. 3

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09.11.2012 01:11 (zuletzt bearbeitet: 09.11.2012 01:13)
avatar  Taxine
#286
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Admin

Zitat von Roquairol im Beitrag #285
Die logische Grundvoraussetzung für einen echten Wandel wäre, dass erstmal diese korrupte Politikerkaste verschwindet, die den ganzen Mist verursacht hat.


Ja, all die, die das Land verschuldet und verkauft haben. Aber die Wahlen haben auch gezeigt, dass da irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Da gewinnt dann eine Partei, die schon vorab angekündigt hat, die Sparmaßnahmen zu verstärken. Kein Mensch hat die gewählt, jeder Grieche schüttelt den Kopf und zeigt einem den Vogel, wenn man sie fragt, selbst in den Medien sprachen Journalisten diese "verkehrte Welt" ganz konkret an, aber im Parlament sitzen die nun trotzdem.
Und wer mit ihnen sitzt, muss eben keuchen. Bestraft wurden erneut die, die sich enthalten haben. OXI-Stimmen diesmal mehr als letztes Jahr, aber natürlich nicht genug, um etwas zu ändern. Jetzt werden weiter die Gehälter gekürzt und die Steuern erhöht.

Mich wundert nicht, dass die Radikalen, auch nationalistisch Radikalen immer mehr Zuspruch erhalten. Ist ja irgendwo immer so, dass irgendwann die Wut der Leute so hochkocht, dass sie diesen Gesten und Tönen auf einmal trauen - wir räumen das Land auf, wählt uns. Das ist dann reine Verzweiflung, nicht mehr Überzeugung, aus der dann aber Überzeugung wird.


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09.11.2012 09:10
avatar  Jatman1
#287
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Wenn ich mich nichte irre, wird Griechenland seit dem Kriegsende im wesentlichen von zwei Familienclans "regiert".
Vielleicht müsste man nur die Staatsform umbenennen. Würde man sich dabei in Indien orientieren, käme man der Sache vermutlich am nähesten. Es herrscht ein Kasten-System. Und eben in einem solchen, ist oberstes Gesetz, dass Kasten nicht gewechselt werden können und Kontakte zwischen den Kasten nicht erwünscht sind. Den Indern hat man das so erklärt und nun funktioniert das Kastensystem schon eine Weile. In Griechenland hat man lediglich die Umbenennung vergessen.
Soweit die Idee von einem, der nicht griechsich sprechen und lesen kann, nie in Griechenland gewesen ist und nur den Griechen kennt, der ihm Mixed-Grill-Platte auf den Tisch stellt.

Die Menschen haben Angst vor Unsicherheit. Bleiben lieber beim alten als vor unbestimmtem Neuen. Nach dem Motto Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Vielleicht wollen aber auch viele in der EU bleiben, weil sich somit die Hoffnung verbindet, dass sich so das Kasten-System nicht auf ewig halten kann.

Wir alle haben eine Meinung und wissen Bescheid. Faktisch dürfte niemand, bestenfalss Du Taxine weil vor Ort, eine Ahnung haben von dem was da unten abgeht.

Ach apropo Ahnung: Was bedeutet OXI-Stimmen?


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09.11.2012 15:05 (zuletzt bearbeitet: 09.11.2012 15:41)
avatar  Taxine
#288
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Zitat von Jatman
Ach apropo Ahnung: Was bedeutet OXI-Stimmen?



OXI-Stimmen sind die Nein-Stimmen, also die Stimmen der Politiker gegen die Sparmaßnahmen. Oxi = Nein (auf Griechisch, gesprochen: ochi, wie das ch in China oder Ich ).


Zitat von Jatman
Vielleicht müsste man nur die Staatsform umbenennen. Würde man sich dabei in Indien orientieren, käme man der Sache vermutlich am nähesten. Es herrscht ein Kasten-System.


Von einem Kastensystem kann man eigentlich nicht sprechen, eine Auswahl besteht schon, die allerdings durch eine große Streuung an Interessen kaum voran kommt. Ich würde es so wie Roquairol nennen: eine korrupte Politikerkaste. Etliche Radikale haben gute Ideen, es ist nicht ein Sumpf an gleichen Ansichten, wie in anderen Ländern. Natürlich gibt es Familieninteressen, aber schon alleine in der Familie unterscheiden sich die politischen Interessen erheblich. So wollte Papandreou etwas ganz anderes als sein Vater. Und er ist auch derjenige, der das Land verkauft hat. Überhaupt habe ich den Verdacht, dass er immer noch viel zu sagen hat und ein anderer einfach nur zur Beruhigung des Volkes nach vorne geschoben wurde. Die Interessen der Papandreou'schen Regierung haben sich ganz offensichtlich nicht geändert.

Zitat von Jatman
Die Menschen haben Angst vor Unsicherheit. Bleiben lieber beim alten als vor unbestimmtem Neuen. Nach dem Motto Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.


Die Menschen sind natürlich unsicher, aber mit Angst vor Veränderungen hat das nichts zu tun. Ganz im Gegenteil. Sie wollen durchaus politische Veränderung, jedoch stecken hinter einer zu wählenden Partei oder einem Oberhaupt etliche andere Interessen, die natürlich weiter verfolgt werden und auf die ein Volk kaum Einfluss hat. Aber wenigstens zeigen die Griechen, dass sie damit nicht einverstanden sind, gehen auf die Straße und nehmen nicht alles einfach so hin.


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21.11.2012 15:45 (zuletzt bearbeitet: 26.11.2012 19:12)
avatar  Taxine
#289
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Heute eine Begegnung der anderen Art:







Die Meeresschildkröte maß so etwa einen Meter Länge. Unheimlich wurde es erst, als ich merkte, dass alleine das Wasser sie bewegt und sie längst tot war.
Wurde wohl angespült ...


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21.11.2012 17:33
avatar  Jatman1
#290
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Faszinierend und hätte ich die Bildunterschrift nicht gelesen (death) hätte ich noch beneidenswert hinzugefügt. Aber es bleiben Bilder vom Meer, die ein Mensch geschossen hat, dessen Alltag das Meer ist. Das ist dann doch wieder beneidenswert.


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21.11.2012 17:36 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2012 17:36)
avatar  Taxine
#291
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Ich hätte mir auch gewünscht, ein lebendiges Tier vor der Nase zu haben. Das war schon sehr eigenartig und mit sehr geteilten Gefühlen danach.


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22.11.2012 11:22
avatar  Krümel
#292
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Wow, da erlebt man mal so etwas, und dann ist der Protagonist tot - schade!


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22.11.2012 15:15
avatar  Taxine
#293
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Admin

Ja, du sagst es. Und wenn es hier jetzt in den Tavernen Schildkrötensuppe gibt, dann gucke ich aber ...


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22.11.2012 15:45
#294
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Immerhin war die hundert Jahre alt.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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24.11.2012 11:38
avatar  Krümel
#295
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Zitat von Martinus im Beitrag #295
Immerhin war die hundert Jahre alt.


Meinst du echt? - ja das wäre dann ein Trost.


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26.11.2012 19:11
avatar  Taxine
#296
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Admin

Ja, Meeresschildkröten werden über hundert Jahre alt.
Sie kommen hier auch an Land, wenn sie ihre Eier legen (die eine ähnliche Form wie ein Schildkrötenpanzer haben). Nachts schlüpfen die kleinen Schildkröten und gehen zurück ins Wasser. Am nächsten Morgen findet man den Strand dann mit den Eierschalen übersät vor.


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03.12.2012 17:47
avatar  Taxine
#297
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Admin

Wolken sind auch etwas Schönes:





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03.12.2012 22:34
avatar  LX.C
#298
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Herrlich


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04.12.2012 07:08
#299
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"Wolken" wäre auch mal ein Gedichtthema.



„Wäre die Erde eine Bank, dann hättet Ihr sie bestimmt schon gerettet!" (Greenpeace)

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04.12.2012 11:36
avatar  Krümel
#300
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Zitat von Martinus im Beitrag #300
"Wolken" wäre auch mal ein Gedichtthema.


Malthema


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