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Hirngespinste

Austausch zwischen Literatur und Kunst


#166

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 15:09
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Aber du hast doch Unterschiede bei Dostojewskajas Erinnerungen festgestellt?




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#167

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 15:14
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Ja. Die sind nicht zu übersehen. Lese immer 2 Siten alt - 2 Seiten neu.
Es geht aber nur um den Abschnitt der Zeit vor ihrer Heirat. Die Ausschnitte danach sind bereits die frisierte Form. Da sind dann noch die Übersetzungsunterschiede von Interesse.
Wir bewegen uns in der Nähe eines Missverständnises? Du meinst vermutlich etwas anderes?


www.dostojewski.eu
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#168

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 15:25
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Nein, ich meinte genau das. Ich hatte verstanden, dass die frisierten Erinnerungen in diesem Buch als Erinnerungen im Original zu finden sind, wenn eben auch nur stellenweise und nicht ausführlich und im Ganzen.




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#169

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 16:45
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Ich versuchs mal anders

So sieht das Inhaltsverzeichnis des Buches Zwei Fraue aus (bezüglich Dostojewskaja:

Lebenserinnerungen Dostojewskaja

1. Vor der Verheiratung (Ausschnitte aus dem Unfrisierten)
2. Die Zeiten meiner Ehe (Ausschnitte aus dem Frisierten)
3. Im Ausland (Ausschnitte aus dem Frisierten)
4. Wieder in der Heimat (Ausschnitte aus dem Frisierten)
5. Das letzte Lebensjaht Dostojewskis (Ausschnitte aus dem Frisierten)

Ich glaube jetzt verstehe ich. Der frisierte Teil ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vollständig, gekürzt duch den Herausgeber. (obwohl bisher noch nicht)
Bisher habe ich nur Stellen, die in der frisierten Fassung fehlten, gefunden. Somit sind die bisherigen Kürzungen durch Dostojewska zu verantworten. Man kann somit klar zuordnen, wer welche Kürzung vorgenommenhat.

Ich hoffe, der Nebel lichtet sich.


www.dostojewski.eu
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#170

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 17:41
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Wenn ich das Buch zur Hand habe, dann werde ich ja sehen...
Ich habe allgemein einmal deine Liste (Homepage) durchstöbert und so manches Buch gefunden, das mich interessiert.
Zu den Büchern und Texten über Dostojewskijs Werk könntest du noch Solowjow "Die Erzählung vom Antichrist" hinzufügen. Geht um den Gottmenschen.




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#171

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 14.11.2010 17:59
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Danke für den Hinweis. Jedoch.
Ich habe ausschließlich nur die Bücher aufgeführt, die ich besitze und geslesen habe. (Die zwei Frauen und Töchter berühmter Männer sind die Woche erst neu gekommen.)
Und bei den Texten sind nur Texte, die verlinkt sind und ich ebenfalls gelesen habe.


www.dostojewski.eu
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#172

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 16.11.2010 19:37
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Ich muss noch mal den Ausspruch Turgenjews in Anspruch nehmen. „Ich zweifle keinen Augenblick, daß Dostojewski wahnsinnig ist.“
…………
Derzeit lese ich die Briefe von Turgenjew. Mir sind da in gewisser Weise die Augen leicht geöffnet oder aber zumindest eine Tür aufgestoßen worden. Von ihm hatte ich bisher lediglich Väter und Söhne gelesen. Für mich kühl, langweilig, lapidar. Habe derzeit auch alles andere als die Absicht ein weiters Buch von ihm zu lesen. Seine Briefe hingegen unterhalten mich gut. Sie stehen in schwerem Kontrast zu allem was Dostojewski je aus der Feder geflossen ist. Ich muss feststellen, dass sich mein Bild der damaligen Zeit doch recht eng gefaßt ist. Da es mir Dostojewski angetan hat, habe ich inzwischen zahlreiche Bücher über ihn und sein Werk gelesen. Selbstredend kann es kaum anders sein, als dass auch diese im zweifelnden und schwerwiegendem Hinterfragen in Erscheinung treten. Beim Betrachtungsgegenstand Dostojewski ist es ja auch nur schwerlich möglich, frohen Mutes daher zu kommen. Ich hielt Dostojewskis Zeit mit all seinen dramatischen und gravierenden Entwicklungen für alles bestimmend. Nun aber alles beeinflussend ja; alles bestimmend nein.

Turgenjew besitzt Humor, ist zur Selbstironie in der Lage und vermittelt einen registrierenden Charakter ohne sich jedoch von jeder Stimmung völlig einnehmen zu lassen. Es ist recht erfrischend. Dostojewski würde gleich loswettern, dass Turgenjew ja keine materiellen Sorgen habe und deshalb so unbesorgt aufspielen könne. Die gleichen Bedingungen hätten bei Dostojewski vermutlich zu keinem aufgeschlossenen oder versöhnlicherem Wesen geführt. Markant wird im Vergleich beider, dass Dostojewski keinen naturbelassenen Humor besaß, bis auf den, den ihm seine zweite Frau und seine Tochter ihm angedichtet haben. Sein schriftstellerischer Humor z.B. vom Doppelgänger oder dem Mann unter dem Bett erscheint mir intellektuell gezirkelt, ohne natürliche Spurenelemente.

In der Sekundärliteratur fand ich bisher keinen Hin- oder Verweis darauf, dass Freude, Frohmut oder Fröhlichkeit bei ihm in Erscheinung getreten wären. Seine ekstatischen Freuden ob eines Erfolges, Gewinns oder im Vorlauf eines epileptischen Anfalls sind bar jeglicher „Natürlichkeit“ und wohl eher cholerisch oder manisch zu klassifizieren. All dies wird mir auf ausgeprägte Weise durch Lesen der Briefe Turgenjews deutlich. Natürlich finden sich in Turgenjews Briefen auch Hinweise auf seinen Snobismus und seinen Bohemienhaften Lebensstil, gewürzt mit Eigenliebe. Aber der Typ war l e b e n d i g; eine Eigenschaft die ich Dostojewski zunehmend bestenfalls anatomisch zusprechen wollte. Das obige Zitat füllt sich durch das Lesen Turgenjews Briefe mit immer mehr Leben. Inzwischen erscheint es mir auch in keiner Weise überzogen. Alles unter diesem Level wäre euphemistisch.

Selbst in den Beschreibungen von Frau und Tochter, ist kein lebensfroher Mann zu finden. Beide sind eingestimmt auf das existentialistische Mantra-Gefüge Dostojewskis. An seinen Pfeilern des Lebens richten sich deren Betrachtungen aus und sie geben sich Mühe, sie zu bedienen. Eine Ausnahme bilden (angeblich) seine Kinder. Die Kruste des mürrischen, von unentwegtem Selbstzweifel geplagten Mannes, bricht bei den Kindern auf und er beweist ungetrübte Fröhlichkeit, bis die Kinder als Thema verschwunden sind. Der emotionale Verkrustungszustand setzt unmittelbar wieder ein. Ebenso könnte man versuchen mir Glauben zu machen, der Kuckuck in der Kuckucksuhr wäre fröhlich wenn er tirilierend zu jeder vollen Stunde in Erscheinung tritt. Für beide geltend, Kuckuck und Dostojewski: der gesamte Kontext macht es unwahrscheinlich Lebensfreude als gegeben anzunehmen. Niemand hat ihn mit seinen Kindern gesehen. Niemand weiß von seinem Umgang und seinem Verhältnis zu den Kindern. Alles wird auf Basis der Frauen „hochgerechnet“.

Eventuell war das faszinierende an Dostojewski, dass er mit seinem Wahn das Interesse seiner Mitmenschen auf sich ziehen konnte, ohne als Person ernsthafter Sympathieträger sein zu können. Das wäre unter Umständen auch die von mir gesuchte Erklärung, welcher Bindestoff für Freundschaften von Dostojewski verantwortlich war. So würde überdies verständlich, weshalb seine Freundschaften immer nur für eine begrenzte Zeit Bestand hatten. Es mutet ebenso an, als hätten seine freundschaftlichen Beziehungen ausnahmslos auf intellektueller Basis existiert.

Just in diesem Moment verstehe ich, weshalb ich an folgender Lektüre schon vor Jahren soviel Freude hatte.

"Kein Dostojewski-Mensch ist bildhaft geschaut, noch vermag er bildhaft zu schauen. Vage Bündel zerknitterten Unbehagens, liegen sie meistens mit offenem Hemdkragen auf dem fleckigen Wachstusches ihres Schlafsofas dahin und treiben Seelenonanie, immer vom Angstschweiß eines Erfürchteten pariahaft verklebt, gehen dann, verkrampfte Hörige einer boshaften Schimäre mit ihrem üblen Tage schwanger. (. . .) Immer knirschend oder zerknirscht, gekränkt oder Kränkung witternd, erlechzend auch, laufen sie ihre entzündeten Nerven entlang, bis in die Enden jeder Manie, ohne dass dies Hemmungslose in ihnen Fülle werden könnte, denn zu Krampf gesteigerte Schwachheit ist es, nicht Überschwang der Kraft."
Sir Galahad (Bertha Eckstein-Diener); Idiotenführer durch die russische Literatur, Albert Langen Verlag 1925

Möglicher Weise hat es ihm sein Wahn ermöglicht so sehr in die Tiefe und das Detail der menschlichen Psyche einzudringen ohne aber den Verstand zu verlieren. Intellektuell war er dann in der Lage, diese Erfahrungen und dieses Erleben aufzuarbeiten und in Schrift festzuhalten. Er war ein Besessener.


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#173

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 17.11.2010 00:37
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Zitat von Jatman
In der Sekundärliteratur fand ich bisher keinen Hin- oder Verweis darauf, dass Freude, Frohmut oder Fröhlichkeit bei ihm in Erscheinung getreten wären.



Was willst du in Dostojewskij immer einen lebensfrohen Menschen entdecken und es dann anhand irgendwelcher Quellen widerlegen? Das war er nun einmal nicht.
Turgenjew hat übrigens auch ausgerufen, dass Tolstoi völlig verrückt wäre, und das schon zu einer Zeit, wo er sich noch nicht von Kirche und Staat abgewandt hatte und sich nach dem einfachen Leben sehnte.

Turgenjew lebte nun einmal in ganz anderen Verhältnissen, in einem ganz anderen Land und hatte überhaupt keinen (wahrheitsgetreuen) Bezug mehr zu Russland. Du kannst ja einmal nachlesen, wie er sich Flaubert gegenüber benommen hat. Da gibt es dann ebenfalls Briefe zwischen den beiden, in denen sichtbar wird, dass er ein Mensch war, der sich gerne zurückgezogen hat, wenn er merkte, dass jemand Hilfe brauchte.
Seine Briefe sind genauso stilistisch hervorragend wie seine Romane. Das ist überhaupt nicht abzustreiten. Er hatte Humor und hat diesen auch wunderbar einfließen lassen.
Wie du aber über Turgenjew Dostojewskij entdecken willst, das ist mir völlig schleierhaft.




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#174

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 17.11.2010 08:59
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Jetzt habe ich aber eine Breitseite bekommen. Klasse! Ich bitte gütlichst meine Verteidigung zur Kenntnis zu nehmen.

Wie kam es zu meinem Eintrag. Ich habe begonnen die Briefe von Turgenjew zu lesen. Dadurch wurde mir noch bewußter, wie düster Dostojewski drauf war. Da dachte ich, dass ich es einfach mal zu besten gebe. Und wusch, gab dann eine Wort das andere und schon war solch ein Pamphlet zusammengesponnen. Ich habe meine Gedanken öffentlich schwelgen lassen. Es bestand nicht die Absicht, jemand oder mir etwas zu belegen. Ein Gedankengang der eben durch Turgenjews Briefe in`s Rollen gebracht wurden. Vielleicht schlage ich immer diese Richtung ein, weil ich hoffe, Dostojewski in irgendwelchen Situationen kennenzulernen, in denen er einen frohgemuten unbeschwerten Eindruck vermittelt. Und wenn man auf eine andere Welt (Turgenjews) stößt, die mir bis dahin fremd war, stechen einem die massiven Abstände zwischen den Polen der beiden Wesen ins Auge. Ergebnis dieser Erkenntnis ist der obige Text. Wenn man diesen Sachverhalt bereits verinnerlicht hat, erscheint einem solches Gedankengewaber unter Umständen redundant und obsolet.

Ich kann und will hier keine Dinge klären, sondern durch rücksichtloses Losgeschreibe unterstütze ich meine Auseinandersetzung mit Dostojewski und Co, es dokumentiert und befördert sie.

Zitat
Das war er nun einmal nicht.


Ja. Nahezu ein Axiom. Aber nur fast. Somit gibt es immer wieder Informationen, die es einem bewußt werden lassen. Auch wenn eben faktisch schon Gesetz ist.

„Ich zweifle keinen Augenblick, daß Dostojewski wahnsinnig ist.“

Ein solch lapidarer Satz ist vom Grundsatz her schon nicht überzubewerten. Herausgenommen aus einem Brief und in seiner Beiläufigkeit nicht wirklich einzuordnen. Meine ursprüngliche Intention war, dass mir nach einigen Briefen von Turgenjew, viel klarer wurde, weshalb Turgenjew etwas so Drastisches äußert. Aus seiner Sicht konnte er nahezu gar nichts anderes behaupten, da er es so begriffen haben wird. Nunja und dann bin ich gedanklich abgewichen und in mein hobbyeskes Fahrwasser geraten. Das hat Dich vermutlich leicht angeödet.

Zitat
Turgenjew lebte nun einmal in ganz anderen Verhältnissen, in einem ganz anderen Land und hatte überhaupt keinen (wahrheitsgetreuen) Bezug mehr zu Russland.



Ja sicher. Hatte hingegen Dostojewski einen „besseren“, wahrheitsgetreueren bzw. realistischeren Bezug zu Rußland?! Bevor ich mich jetzt an diesem Punkt wieder verlaufe, werf` ich mal den Anker. Das sollte doch eine weiter muntere Auseinandersetzung wert sein. Ich freu mich riesig drauf.

Zitat
Du kannst ja einmal nachlesen, wie er sich Flaubert gegenüber benommen hat. Da gibt . . .



Werde ich mit Sicherheit noch tun . . . Ich habe Turgenjew moralisch nicht höher gestellt wie Dostojewski. Wurde dieser Eindruck erweckt? Dass es ein selbstverliebter Schnösel war, ist doch unbestritten. Moralisch nicht in jedem Fall integer. (wer schon?) Auch klar. Unbesehen davon erwecken seine Briefe in mir Sympathie und Freude.


Zitat
. . . der sich gerne zurückgezogen hat, wenn er merkte, dass jemand Hilfe brauchte.



Mir schon klar. Der Geldsack hat Dostojewski ja auch mit läppischen 50 Talern abgespeist, obwohl Dostojewski ihn um, ebenfalls läppische. 100 Taler gebeten hat. Zudem hat er seinen Peanuts jahrelang hinterhergejammert.

Zitat
Wie du aber über Turgenjew Dostojewskij entdecken willst, das ist mir völlig schleierhaft.



Wäre mir auch schleierhaft. Mein Universum hat sich lediglich ansatzweise um Turgenjew erweitert. Die Folgen waren eben zu lesen. Vermutlich hätte ich den Beitrag unter dem Label Turgenjew einstellen und wie folgt reduzieren sollen auf: Ahh! Jetzt versteh´ ich den Ausspruch von Turgenjew.

Obwohl.
Der Vergleich / Abgleich verschiedener Menschen, deren Verhaltensweisen und Lebenswelten, sollte als Folge immer Ergebnisse bei der Einschätzung oder Betrachtung der präferierten Person aufweisen. Insofern kann man doch zu Schlüssen, neuen Einsichten oder aber Bestätigung von bereits Angenommenen über eine Person gelangen. Das Spektrum der Betrachtung erweitert sich. Es besteht sicherlich kein zwangsläufiger Nutzen. Er kann sich aber einstellen.


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#175

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 18.11.2010 00:21
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Angeödet trifft es nicht ganz. Ich konnte nur deinen Auslegungen nicht mehr ganz folgen. Wie sich dir allerdings durch die (unbedingt) großartigen Briefe von Turgenjew (ich habe sie auch sehr genossen) die Düsternis Dostojewskijs zeigt und dazu noch jene (man möchte fast schon meinen, dümmliche) Aussage Turgenjews über Dostojewskij erklärt, wäre vielleicht noch eine tiefere Aus- und Darlegung wert.

Allerdings hat mich deine Suche nach einem lebenslustigen Dostojewskij auf einen weiteren Gedanken gebracht: Wie wohl äußerte sich seine Spielsucht? Ich sehe da den verbissenen Spieler, der das Spiel nicht genießt, sondern auf Gewinn und Verlust rechnet. Wie aber mag sich der Gewinn auf seine Stimmung ausgewirkt haben? Kann man sich Dostojewskij vorstellen, der fröhlich und euphorisch durch die Straßen hüpft? Es ist schon etwas länger her, dass ich den "Spieler" gelesen habe, aber ich glaube, er hat den Gewinn immer sogleich auch gesetzt. Charakteristisch, sieht man sein düsteres Wesen, passt diese Spielsucht als Erregung irgendwie gar nicht ins Bild. Somit muss da eine verborgene Seite an Dostojewskij gewesen sein, die uns weder in seiner Literatur noch in seinem Wesen begegnet, und wenn, dann nur als Reiz.

Ich allerdings entdecke in seinen Werken nicht nur die dunklen Seiten. Ich sehe darin auch viel Wärme, Menschenliebe, ein Sich-Stellen. Dostojewskij wollte einen schönen Menschen schaffen und hat Fürst Myschkin kreiert, der so klar und rein und schön als Charakter auftritt, dass er dem Leser häufig als naiv oder gar als "Idiot" erscheint. Wie kann ein Mensch, der davon scheinbar nichts weiß, so ein Sein erschaffen?

Als Dostojewskij zu Turgenjew rannte, um ihm (nicht das Ereignis, sondern) sein Kapitel zu beichten, glaubte er von ihm einen Rat zu erhalten, während Turgenjew nicht auf ihn reagieren konnte. Hier wollte Dostojewskij nicht ein wirkliches Ereignis beichten, sondern lediglich die Grenze, die er im Schreiben überschritten hat. Turgenjew, der große Stilist, hat nie Grenzen überschritten. Sein Erzählen ist glasklar. Dostojewskij schätzte dessen Werk, trotz der Unstimmigkeiten, und leistete sich nur hin und wieder eine negative Bemerkung, wobei er allerdings das Gesamtwerk nie in Frage stellte. Turgenjew schätzte Dostojewskij nur, als er von allen hoch gelobt wurde (am Anfang) und verachtete später den Erfolg (als er erneut hoch gelobt wurde). Für ihn, mit einem Blick aus anderer Lebenseinstellung, musste der eine Russe wahnsinnig sein, der andere völlig verrückt. Er hatte eben keinen Bezug mehr. Dostojewskij, wie sehr er sich vielleicht auch verrannt hatte und sich in Deutschland nach Russland sehnte, saß bald darauf wieder mittendrin. Mit all seinen Lebensumständen, die er zu meistern hatte, war vielleicht die Sorge um Russland eine Art Schutz und Hilfe.

Warum ich nun von Dostojewskij zu Turgenjew und Flaubert kam, weiß ich gar nicht mehr. Mir ging es wohl wirklich um einen moralischen Vergleich, wobei ich, wäre ich Turgenjew und Flaubert würde mir die ganze Zeit vorjammern, wie es ihm geht und wann ich denn kommen könnte, vielleicht auch irgendwann abgeblockt hätte. Natürlich muss man hier wieder sehen, dass Flaubert ihn in die literarischen Kreise eingeführt hat, dass er sehr einsam war. Turgenjew ebenso, denn er hat nie geheiratet, sondern liebte wohl eine Frau aus der Ferne. (Hier könnte man, ganz in deinem Sinne, dann wieder solche Fragen stellen: konnte der Mann überhaupt lieben? Oder hat er jemals etwas anderes außer sich selbst geliebt?)

Jeder Charakter steht in meinen Augen für sich und eigentlich lassen sie sich kaum miteinander vergleichen. Sie sind Literatur-Kolosse mit einem Werk, das man eben kennt. Wie der Mensch jeweils wirklich war, kann man kaum noch erahnen.
Trotzdem bleibt es interessant, wie sehr du dich mit diesem Thema auseinandersetzt und es ist auch schön, dass sich deine Ansichten um Turgenjew erweitert haben. Als ich Dostojewskijs Briefe las, war ich gleichzeitig erschüttert und bewegt, erfreut, ihn als Menschen zu erblicken und auch ebenso nachdenklich deswegen. Als ich Turgenjews Briefe las, war ich einfach nur begeistert. So zeigt sich dann eben, dass man Aussagen und Konflikte, die zwischen Schriftstellern herrschten, nie einseitig betrachten darf. Da war Dostojewskij und seine Welt und Turgenjew mit eben seiner Welt, und beide reagierten aufeinander. Und diese Reaktion ist dann wohl das, was uns heute in einen Vergleich nötigt.




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zuletzt bearbeitet 18.11.2010 00:37 | nach oben springen
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#176

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 18.11.2010 09:06
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Erst mal kurz ein simples Bild, dass vielleicht verdeutlicht, weshalb ich mit dem Turgenjew komme und dies für Dich nicht nachvollziehbar ist. Das Bild ist vermutlich die "Lösung".
Für mich sind Dostojewski und Turgenjew in der grünen Stoffabteilung. Dostojewski hielt ich immer für hellgrün und nun lege ich mir den grünen Turgenjew daneben und stelle überrascht fest: Hoppla! Dostojewski ist ja dunkelgrün und Turgenjew hellgrün.
Für Dich mutet es seltsam an, weil Dir schon längst klar ist, dass hier nicht grün mit grün verglichen wird, da Dostojewski grün und Turgenjew blau ist. Die beiden Farben liegen so weit auseinander, da "verbietet" sich ein Vergleich von selbst; für Dich. Und ich bin halt am Beginn einer solchen Ausdifferenzierung. Ausgang ungwiss ;-)

Zitat
Turgenjew lebte nun einmal in ganz anderen Verhältnissen, in einem ganz anderen Land und hatte überhaupt keinen (wahrheitsgetreuen) Bezug mehr zu Russland.


und den "fröhlichen Spieler" werde ich dann wohl demnächst aufgreifen. Mit welcher Tendenz, kannst Du Dir ja bereits denken
Genau in dieser unterschiedlichen Wahrnehmung besteht für mich der Reiz. Wir könnten uns gegenseitig mit dem Menschfreund und genialen Schriftsteller wissend beweihräuchern > Gähn.
Letztendlich wird durch unseren Plausch wunderbar deutlich, wie Rezeption von statten geht > höchst subjektiv. Nichts Neues. Aber den gegenseitigen Austausch halte ich für sehr anregend. Und ich wiederhole mich: Mir bereitet es sehr viel Freude.

Achja. Wenn das fast bei öde gestrichen wird, sag bescheid.


www.dostojewski.eu
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#177

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 18.11.2010 15:53
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Zitat
Wie kann ein Mensch, der davon scheinbar nichts weiß, so ein Sein erschaffen?


Indem er es sich erwünscht und in Folge erdichtet. Er kennt die andere Seite und somit war es ihm mit seiner Intelligenz, seiner Beobachtungsgabe und seinem hohen schriftstellerischem Können möglich, die Welt dieser Menschen entstehen zu lassen.

Dazu ein Zitat von Georg Lucas „Der russische Realismus in der Weltliteratur“ 1949. Hierin beschäftigt er sich mit dem Werk von Tolstoi, Gorki und Dostojewski. Ziehmlich lang, aber grandios und hier passend, da mein folgendes Geschreibsel professionel untermauernd..
„Sie sind ausnahmslos Handlungen einsamer Menschen. Menschen, die so wie sie das Leben, ihre Umgebung, sich selbst erfassen, rein auf sich selbst zurückgerufen sind; die deshalb so tief und intensiv in sich selbst leben, dass die Psyche der anderen für sie ewig eine terra icognita bleibt. Der andere ist nur als fremde und drohende Macht vorhanden, die entweder einen selbst unterjocht, oder ein Objekt der Unterjochung bildet. Wenn der junge Dolkoruki im Roman „Der Jüngling“ seine „Idee“, ein Rothschild zu werden, auseinandersetzt und die Experimente beschreibt, die er zur Verwirklichung seiner „Idee“ vollführt, bezeichnet er als Wesen dieser: Einsamkeit und Macht. Denn die Isolierung, das Einsamwerden der Menschenreduziert die Beziehung zwischen ihnen auf ein Ringen um Über- oder Unterordnung. Das Experiment ist eine sublimiert geistige Form, eine seelische Verinnerlichung der nackten Machtkämpfe.“

Zitat
Als ich Dostojewskijs Briefe las, war ich gleichzeitig erschüttert und bewegt, erfreut, ihn als Menschen zu erblicken und auch ebenso nachdenklich deswegen.


Ich war eher enttäuscht. Ich kann mich noch sehr gut erinnern. Geld Buch Geld Buch Geld Buch. Es waren sehr aufschlussreiche Briefe, ja. Aber es menschelt extrem wenig. Da haben wir es wieder. Ein Buch - zwei schon konträre Wahrnehmungen.

Zitat
Für ihn, mit einem Blick aus anderer Lebenseinstellung, musste der eine Russe wahnsinnig sein, der andere völlig verrückt. Er hatte eben keinen Bezug mehr. Dostojewskij, wie sehr er sich vielleicht auch verrannt hatte und sich in Deutschland nach Russland sehnte, saß bald darauf wieder mittendrin.


Mittendrin und doch außen vor.

Zitat
Mit all seinen Lebensumständen, die er zu meistern hatte, war vielleicht die Sorge um Russland eine Art Schutz und Hilfe.


Eben. Verdrängungn nicht Erleben. Ablenken (ob nun andere und / oder sich selbst sei dahingestellt) von seiner Vereinsamung

Zitat
Turgenjew lebte nun einmal in ganz anderen Verhältnissen, in einem ganz anderen Land und hatte überhaupt keinen (wahrheitsgetreuen) Bezug mehr zu Russland.


Vorweg stelle ich einmal seine Lebensstationen mit jeweils einem Zitat dar. Wozu.
Ich sehe darin den ersten Hinweis darauf, dass Dostojewskis Korrektiv in der Regel er selbst war. Er isoliertes sich oder wurde isoliert. Aus der Isolation heraus hat er seine Beobachtungen gemacht. Es gab ja eine Menge zu beobachten. Dass seine Werke dann so einschlagend waren, liegt sicherlich u.a. an ihrer ihrer Tiefe. Wo hat die Tiefe jedoch vorrangig gegriffen in Russland oder Westeuropa? In Russland erschienen alle seine Werke in Periodika und deren Gesetzmäßigkeiten musste er und wusste re sich zu beugen, denn er wollte nicht nur, er musste gelesen werden. Siehe:Die Gründe für die Wirkung Dostojewskijs Riesig eingeschlagen hat sein Werk nachhaltig in Westeuropa. Und in Westeuropa kommt es bis heute so gut wegen seiner Tiefe an; nicht wegen dem interessanten Blickwinkel auf das „Russische“ inirgendeiner originären Hinsicht. Vielleicht ist Turgenjews Werk russischer als das von Dostojewski. Dostojewski lebte in Russland. Durch sein ständiges trübseeliges Los, ersehent er die Liebe unter den Menschen, denn er bakamm sie nicht. Begründet in seinem Abstand zu Leben, auch dem russischen, ist zu erreichende Tiefe. Da seine erdachten Welten keine spezifisch russische Basis besaßen konnte es dann zu seinem nationalistischem Allmenschen-Unfug kommen. Da standen die Russen drauf. Dafür wurde er gefeiert. Turgenjew war nichts fremd von dem was in Russland los war. Der war intellegent und nicht mit einer Vision geschlagen. Ich glaube es wird ihm nicht gerecht, ihm den fehlenden Kontakt zu Russland zuzuschreiben. Schweben denn seine Werke im leeren Raum? Ist Väter und Söhne nicht gar ein sehr „russisches“ Buch? (Ich bewege mich gerade auf Glatteis. Nimm es als tatsächliche Frage)
Dostojewski lebt in Russland, aber für sich. Ein Schaumstoffball der im Meer schwimmt, wird vom Meer getragen. Er saugt auch Wasser auf und besitzt so Meeresbestandteile. Er ist und bleibt ein Schaumstoffball. Dostojewski war auch in Russland immer in einem inneren Exil. Er betont unentwegt das „ russische“. Dieses Sehnen und Streben nach dem „russischen“ ist vermutlich dem Manko, einer von vielen zu sein, geschuldet. Mir sind keine Versuche von ihm bekannt, sich zu assimilieren. Von der Welt in der Dostojewski lebte, war er auch selten oder kaum ein Teil. Insofern hatten Turgenjew als auch Dostojewski ihre ganz spezifischen „Abstandhalter“ zum realen russischen menschlichen Dasein. Sie lebten beide in an deren Verhältnissen. Das das eine oder andere russischer gewesen wäre wollte ich nicht meinen.
Jetzt dürfte Deine Stirn kraus genug sein oder aber . Deswegen die oben angesprochenen „Isolations-Fragmente“

Im Internat als Kind
Saweljew, ein Erzieher der Petersburger Schule, die Dostojewski als Kind besuchte:
Nicht selten geschah es, dass er von nichts Notiz nahm, was sich um ihn herum abspielte; . . .
Dostojewski räumte erst dann seine Bücher und Hefte vom Tisch, als der Trommler zum Schlafen trommelte
und ihn zwang seine Arbeit zu unterbrechen.
Maurina, Zenta

Ein Schulkamerad aus dieser Zeit:
Er hielt sich immer abseits, und mir kam es so vor , als ginge er dort ständig auf und ab, mit einem
nachdenklichen Gesichtsausdruck . . . Er sah immer sehr ernst aus und ich kann ihn mir weder lachend
noch sehr fröhlich im Kreis von Kameraden vorstellen.
Maurina, Zenta

An der Ingenieurakademie
Ein Mitschüler an der Militäringeneurschule zu Dostojewskis Erscheinungsbild:
„Seine krankhafte Eigenliebe, seine moralische Empfindlichkeit und seine körperliche Schwäche zwangen
ihn in die Einsamkeit“
Paul Evdokimov

Dichterwelt > Seine Selbstverliebtheit führt zur Verspottung
Vernachlässigung und Unverstandenheit, egal wie begründet oder entstanden, führen ins Extrem > Dostojewski wendet sich Petraschewski zu (den er als Mensch garnicht mochte)

Gefangenenlager
Augenzeugen aus dem Omsker Zuchthaus:
Er blickte wie ein Wolf in der Falle; um schon gar nicht von den Häftlingen zu reden, die er überhaupt scheute und mit denen er überhaupt keine menschliche Berührungen haben wollte; die humanen Beziehungen von Personen, die sich seiner annehmen wollten und versuchten, ihm nützlich zu sein, schienen ihn zu bedrücken.
Immer mit gerunzelter Stirn und zusammengezogenen Brauen, ging er den Menschen aus dem Wege und versuchte in der lärmenden Arrestantenstube für sich zu bleiben . . . Jede Äußerung des Mitgefühls nahm er mistrauisch auf, als vermute er eine für ihn unangenehme verborgene Absicht.
Paul Evdokimov

Semipalatinsk
Dostojewski an seinen Bruder nach anderthalbjähriger Bekanntschaft mit ihr:
„Diese Dame ist noch jung, 28 Jahre, sie ist schön, wohlerzogensehr klug, freundlich, bezaubernd, graziös und hat ein zartes, edles Herz.“
Blinder gehts nimmer.

Flucht ins Ausland > wie du erwähntest „verrannt“

Rückkehr > Geblendet durch seine Version des russischen Allmenschen unter völliger Verkennungder russischen Realität.
Sicherlich hat er in seinen Tagebüchern mit der russischen Realität auseinandergesetzt. Seine Schlüsse seien mal dahingestellt. Seine Position ist eine abgespaltene.


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#178

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 23.11.2010 20:29
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Ich habe es leider nicht. Antiquarisch kaum zu haben und neu einfach zu teuer.
Trotzdem schön, dass ich drauf gestoßen bin. Passt wie Faust aufs Auge

Seljak, Anton: Fjodor Dostojewskij und Iwan Turgenjew: Versuch über eine Hassliebe. In: Deutsche Dostojewskij-Gesellschaft. Jahrbuch 12 (2005), S. 85-111.

Dostojewski hat ein Bart und der Weihnachtsmann auch. Vielleicht lässt sich ja da was machen. Denn nun bin ich ja erst recht neugierig!


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#179

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 24.11.2010 20:27
von Jatman1 • 1.103 Beiträge

Ich habe es nicht gesucht!Ich bin drüber gestolpert. Ich schwörs. Aber es passt zu schön.

Geschwindsyndrom - Auch Waxman-Geschwind-Syndrom genannt
(eine Persönlichkeitsstörung)

Merkmale
– Umständlichkeit:
Tendenz zur Übergenauigkeit / Pedanterie
exzessive im Detail verhaftete Sprache
exzessives Schreiben (Hypergraphie)

– Veränderte Sexualität
meist in Richtung Hyposexualität
Veränderungen des sexuellen Geschmacks

– Intensivierte kognitiv/emotionale Sphäre
erhöhtes Interesse an Philosophie, Moral und Religion und
intensiviertes Gefühlsleben
Reizbarkeit, Aggression etc.

weitere Merkmale

Sense of personal destiny
Dependence, passivity
Moralism
Guilt
Obsessionalism
Circumstantiality
Hypergraphia
Emotionality
Manic tendencies
Depression
Humorlessness
Altered sexuality
Anger
Aggression
Religiosity
Philosophic interest

Quelle: http://www.indb.ch/web/swe.nsf/e491574ff...2573b8004f7040/


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#180

RE: Dostojewski

in Die schöne Welt der Bücher 24.11.2010 20:54
von Taxine • Admin | 5.889 Beiträge

Trifft das nicht in Teilen auf alle möglichen Menschen zu, ob nun bekannt oder unbekannt?
Alle Merkmale erscheinen mir irgendwie phasenabhängig.

Zitat von Jatman
exzessive im Detail verhaftete Sprache...
exzessives Schreiben... erhöhtes Interesse an Philosophie, Moral und Religion und
intensiviertes Gefühlsleben



Gilt auch für mich: Schuldig*, im Sinne der Nichtanklage.

(* = Selbst damit erfülle ich ein weiteres Merkmal. Na so was aber auch... )




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zuletzt bearbeitet 24.11.2010 21:04 | nach oben springen
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